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Wien - Auf den ersten Blick klingt es ja wie das typische Vorurteil der Städter über das Land: Die "Dorf-Schulen" haben bei der Pisa-Studie 2009 am schlechtesten abgeschnitten. Das zeigt zumindest eine Detailanalyse der vierten internationalen Schülervergleichsstudie der OECD. Denn in der Pisa-Datenbank sind die Ergebnisse der Schülerleistungen auch nach Größe des Schulstandortes aufgegliedert in fünf Kategorien.
Daraus ist ersichtlich, dass Schulen in Gemeinden mit bis zu 3000 Einwohnern im Schnitt im Lesen auf 439 Punkte (Österreich-Schnitt 470) kamen, in Mathematik auf 471 (Österreich-Schnitt 496) und in Naturwissenschaft auf 477 (Österreich-Schnitt 494) - was auch unter Einrechnung der hohen Schwankungsbreiten von bis zu 15 Punkten auf oder ab noch immer klar unter dem österreichischen Durchschnittswert liegt.
Des Dorfschulrätsels Lösung
Des Dorfschulrätsels Lösung ist aber recht einfach, wie man im Pisa-Zentrum Österreich am Bifie Salzburg im Gespräch mit dem Standard erklärt: Die Anfang 2009 getesteten 15-/16-jährigen Schülerinnen und Schüler gehen im Normalfall im 9. Schuljahr in die AHS-Oberstufe, in berufsbildende mittlere und höhere Schulen oder in polytechnische Schulen. Diese Schulen sind meistens in größeren Orten und Bezirksstädten angesiedelt. Wenn nun aber getestete Schüler aus dieser Altersklasse noch "Dorfschulen" besuchen, dann sind das vor allem Repetenten, die eine Klasse (oder mehrere Jahre) wiederholen mussten und mit 15/16 noch immer die Hauptschule besuchen - also leistungsschwächere Schüler, was sich in schlechteren Pisa-Ergebnissen für diese Schulen und Standorte niederschlägt. Denn dieser Schultyp ist in der Regel flächendeckend auch in kleinen Orten zu finden.
Das "Schulstadt-schlägt-Dorfschule"-Muster ist übrigens nicht Österreich-spezifisch. Auch in der Gesamt-OECD schneiden die kleinsten Ortschaften mit ihren Schulen am schlechtesten ab, während Städte zwischen 100.000 und einer Million Einwohnern die besten Ergebnisse verbuchen. Auch dort sind höhere Schulen in größeren Orten konzentriert.
Innerösterreichisch wurden die besten Ergebnisse in Städten zwischen 100.000 und einer Million Einwohnern erzielt - in den Landeshauptstädten Linz, Graz, Salzburg, Innsbruck (Lesen 492, Mathe 511, Naturwissenschaft 515).
Wien als einzige Millionenstadt verzeichnet gegenüber Gesamt-Österreich leicht unterdurchschnittliche Werte (Lesen 461, Mathe 486, Naturwissenschaft 477). Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SPÖ) kündigte am Donnerstag als Reaktion auf Pisa "umfassende Lesetests" für alle Zehn- bis 14-Jährigen an. Am 25. Jänner 2011 wird es eine "Pisa-Wien-Konferenz" geben.
Auch in Deutschland, das diesmal aufgeholt hat, wird auf zehn Jahre Pisa reagiert. Der Schul-Fleckerlteppich von 16 Schulsystemen in den 16 Bundesländern soll weniger bunt und besser werden. Fünf Bundesländer (Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern) planen laut Süddeutscher Zeitung ein gemeinsames Abitur, um die bundesweite Vergleichbarkeit zu stärken. (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, Printausgabe, 10.12.2010)
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Die wichtigsten Charakteristika der einzelnen Länder
Wien und Kärnten schnitten bei den Bildungsstandards am schlechtesten ab
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Jeder sechste 14-Jährige erreicht die Bildungsstandards für Mathematik nicht. Wer gebildete Eltern mit hohem Sozialstatus und ohne Migrationshintergrund hat, hat gute Chancen, in der Schule erfolgreich zu sein - oder er/sie besucht eine Schule in Oberösterreich
Ranking in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften im Detail
Beispielaufgabe samt Fragen und Antworten
Beispielaufgaben der Bildungsstandars für die vierte Schulstufe in Mathematik
Beispielaufgaben samt Fragen und Antworten
nicht nur das schlechte abschneiden ist erschütternd, auch das pol. hickhack! jetzt der schmied die schuld zu geben ist irrwitzig! die bildung der 15-16j. war schließlich schon vor 4 jahren "verhaut".
woran liegts, daß kinder so lernmüde geworden sind? vielleicht auch an der medialen überreizung?
kontakte der kinder untereinander weichen immer mehr den technischen errungenschaften. sie reden & spielen kaum mehr miteinander, von lesen will ich gar nicht reden ... disco ist auch kein ort für gespräche, permanente "action" ist gefordert. kinder & jugendliche haben immer mehr virtuelle kontakte im internet; bei der sprache wird zusehends gespart (siehe zb. sms-abkürzungen)... SO wird "falsch gelehrt" & motivation fehlt! ich beneid sie nicht!
wenn dem so wäre, wäre das wirklich nicht schlecht! doch tatsächlich ist es so, daß die meisten spiele ohne sprache auskommen; die kommunikation mit anderen in diversen foren wegen haarsträubender grammatik und rechtschreibung kaum vorbild ist; sinnverstehendes lesen immer weniger gefragt ... also so positiv wie du kann ich das nicht sehen ....
redigierte bücher und schriften wären wohl besser geeignet, die sprache zu fördern, ebenso wie lesen und sinnverstehendes lesen!
Der Wiener Schulversuch "Proletengymnasium", vom damaligen Unterrichtsminister Unsinnschwatz eigens für geistige Leuchten der Vorfeldorganisation "Rote Falken" installiert, kann wegen schlechter Ergebnisse, nicht ins österreichische Regelschulwesen übernommen werden.
Weitere, seit den 70er-Jahren angehäufte Schulversuche, werden erst evaluiert.
ma arm. es muss doch depremierend sein wenn aus dem eigenen? hirn nur schwachsinniger unsinnschwatz kommt. oder kann es sein, dass sie gar kein eigenes hirn haben und nur den unsinnschwatz aus der övp-sudelküche nachplappern? oder hält die övp ihre allzubekannten seminare "wie patzt man den politischen "feind" mittels leserbriefe, post etc. an" ab? dann sind sie sicher ein geschenk für die övp: nicht denken, jeden schwachsinn nachplappern und verbreiten und gar nicht draufkommen wie dumm man eigentlich ist.
sie können einem nur mehr leid tun.
Vielleicht sollte man einfach in Österreich damit beginnen, mit den Schülern Aufgaben zu machen, die denen des Pisa-Tests entsprechen?
Genau hier liegt auch die Problematik: Jedes Land hat unterschiedliche Schwerpunkte in der Ausbildung. Es macht daher keinen Sinn, Länder miteinander zu vergleichen.
Etwas zu vergleichen, was nicht vergleichbar ist, bringt kein aussagekräftiges Ergebnis.
wie wär es wenn man statt dessen d.finnische erfolgsrezept auch in österreich einführt. dann gäbe es vielleicht auch gar keine dorfschul-sitzenbleiber. fairerweise muss man aber sagen, dass es bei den österreichischen 15/16 jährigen, sehr wenige hochbegabte, dafür viele nicht-begabte schülerInnen gab und das österreichweit.
eigentlich müsste auch die övp endlich begreifen, dass IHR retro-bildungssystem, d.sie hochhält u.d.sie nicht reformieren will total gescheitert ist, weil sie NUR d.sogenannten elite eine gute schulbildung ermöglichen will.
denn auch für d.wiener schulen ist d.bund zuständig und nicht der landeshauptmann und wiener bürgermeister.
übrigens war d.övp-retro-bildungssystem mit ein grund warum d.övp 2006 abgewählt wurde
Ich könnte mir vorstellen, dass auch das Ansehen von LehrerInnen eines Staates einen Zusammenhang mit der Schulleistung liegen könnte. In der Republik Korea etwa werden die besten eines Studienjahrgangs für eine Auswahl als LehrerInnen vorgemerkt. Diese verdienen auch relativ gut und sind von den BürgerInnen und SchülerInnen angesehen und respektiert.
Gibt es hier Studien aus der Bildungsforschung?
wenn sie in österreich überdurchschnittlich intelligent, gut gebildet sind, zusammenhänge erkennen können und rückgrat haben (letzteres als mögliche konsequenz aus den ersten eigenschaften, es sei denn, der zynismus überwiegt bei ihnen), dann werden sie den top-job, den sie verdienen, nicht bekommen.
andererseits: wenn sie käuflich sind und ein hoffnungsloser zyniker, der den glauben an die menschheit schon abgeschrieben hat, dann stehen die chancen ziemlich gut - egal, wie es um intelligenz, eloquenz oder sonst eine fähigkeit steht.
frogn's den meischberger :)
Stellt sich die Frage, ob "die besten eines Studienjahrgangs" (= die besten Auswendiglerner) dann später auch tatsächlich die besten Lehrer sind. Wohl kaum ...
Aber eins kann ich mit Sicherheit sagen: bei uns werden Leute Lehrer, die dafür nicht geeignet sind. Die VS/HS-Lehrerausbildung ist ja nicht gerade herausfordernd und für jeden zu schaffen.
Es ist grotesk Korea, Frankreich, Finnland, Malta, Ö, USA usw. vergleichen zu wollen. Es ist total absurd die kulturellen, geographischen und menschlichen Gewohnheiten in einer Kraut-und-Rüben-Untersuchung zu vergleichen und zu unterschätzen. Das wichtigste Kriterium bei irgend einem Vergleich ist die Ähnlichkeit der "Proben". Das ist das ABC jeglicher statistischer Untersuchung. Wenn man die on Asien üblichen Pauk-Systeme mit einer x-beliebigen Dorfschule in Ö oder in DK vergleicht, wird nur Mist jerauskommen. Und PISA ist Mist.
Warum sollen wir besser sein als diese Länder?
Warum ist es für alle so ein Problem auf einem hinteren Platz gelandet zu sein?
Warum müssen wir auf jeden Fall den OECD-Schnitt erreichen?
Mir kommt vor mit dieser Studie ist nur der österreichische Stolz verletzt worden, weil wir uns für besser als andere hielten.
Es geht nicht um besser oder schlechter. Es geht darum, dass ein Großteil der Schueler nicht einmal sinnerfassend lesen kann! Das ist dramatisch! Abgesehen von den Peoblemen, die diese Menschen mit ihrer Schwaeche haben, sind sie fuer den Arbeitsmarkt wertlos. Oesterreich leistet sich ein schweineteures Schulsystem, das nicht einmal in der Lage ist, allen Schuelern minimale Grundfertigkeiten zu vermitteln!
wanns dem kind von jedem "anders" erklärt wird?
jetzt wollens der pisa-kommision entsprechen, bevors drüber nachdenken was für die arbeitswelt wichtig wäre
immerhin verbringt der mensch die meiste zeit in der arbeit.
des sinnerfassende wird ja nicht unterrichtet bzw. die eltern könnens auch nicht erklären also woher
sollen die schüler die weisheit lernen?
Wenn in den kleinen Gemeinden nur Schüler getestet worden wären, die in der Volks- und/oder Hauptschule ein Jahr verloren haben, dann wären entweder die Ergebnisse für diese Gruppe riesig gut oder der ganze Test ist komplett ohne Aussage.
Zur Erläuterung: eine Bekannte unterrichtet HS, 3. Leistungsgruppe Mathematik (auch ein Sammelbecken für Hirnschüssler). Dasselbe Beispiel wird mindestens zweimal im Unterreicht durchgenommen, dann kommt es mindestens einmal zu Hausübung, dann kommt es zur Schularbeit (ein paar können es dann halbwegs). Wie diese Spezialisten beim Pisa-Test 471 Punkte erzielen sollten, ist mir unverständlich.
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