Erfolg des Klimagipfels auf Messers Schneide

8. Dezember 2010, 17:41
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    foto: reuters/romero

    Dramatische Protest-Inszenierung außerhalb des Tagungszentrums in Cancún: ein Umweltaktivist in Christus-Pose.

Die Zukunft des Kioto-Protokolls ist zur Kernfrage des Klimagipfels in Cancún geworden

Ob das Treffen gelingt oder scheitert, ist auch kurz vor Schluss offen. Der UN-Generalsekretär rief zu Kompromissen auf.

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Der UN-Generalsekretär wählt dramatische Worte. Fast klingt es, als zweifle er daran, dass seine Zuhörer wissen, worum es geht. "Wir sind aus einem einzigen Grund hier: die Menschen und den Planeten vor unkontrolliertem Klimawandel zu beschützen" , redet Ban Ki-moon den Umweltministern ins Gewissen. Es müsse Fortschritte geben. "Je länger wir das verzögern, desto höher ist der Preis, den wir dafür bezahlen - wirtschaftlich, ökologisch und in Menschenleben."

Startschuss für die letzte Phase des Klimagipfels in Cancún: Seit Dienstagnachmittag Ortszeit sind die Minister dran. Abgeschottet im Moon Palace, einem Luxus-Resort mit weitläufigen Rasenflächen und weißem Strand außerhalb der Stadt, sollen sie sich auf Eckpunkte eines neuen Klimaabkommens verständigen. Doch nach mehr als einer Woche Gesprächen auf Expertenebene scheinen selbst kleine Schritte unsicher.

Die Entwicklungs- und Schwellenländer fordern vor allem eines: dass die Industriestaaten, die unter dem Kioto-Protokoll bis 2012 ihre Emissionen senken müssen, sich für eine zweite Periode verpflichten. "Das ist die Kernfrage", sagte der indische Umweltminister Jairam Ramesh dem Standard. "Wenn es das nicht gibt, dann gibt es gar nichts."

Ein Scheitern als Option

Die Forderung ist nicht neu. Doch sie hat zum Start der letzten Phase der Verhandlungen eine solche Bedeutung gewonnen, dass Teilnehmer ein Scheitern des Gipfels nicht mehr ausschließen. Vor allem Japan, aber auch Russland und Kanada stellen sich quer (der Standard berichtete). Und auch die EU will festschreiben, dass die USA, die das Kioto-Protokoll nicht ratifiziert haben, und große Schwellenländer wie China und Indien, die große Mengen an Treibhausgasen ausstoßen, ihren Beitrag leisten müssen.

Etwas Hoffnung hatten vor allem Vertreter von Nichtregierungsorganisationen zu Beginn dieser Woche in Signale von chinesischer Seite gesetzt. Der Klimabeauftragte des chinesischen Außenamts, Huang Huikang, hatte in einem Interview angedeutet, Peking könne seine "freiwilligen" Ziele, die auch im neuen Fünfjahresplan der Regierung verankert sind, in einen international bindenden Vertrag einbringen. Doch Staatssekretär Liu Zhenmin dementierte am Dienstag ein solches Ansinnen: Es handle sich um ein Missverständnis.

Auch von US-Seite habe es nicht viel Ermutigendes gegeben, hieß es. "Ein Geiseldrama" , kommentierte ein amerikanischer NGO-Vertreter. Weil der Kongress ein nationales Klimagesetz abgeschmettert habe und Washington international keine Zugeständnisse machen könne, hielten die USA die Verhandlungen in Geiselhaft. US-Chefverhandler Todd Stern erklärte am Dienstag lediglich vage, Washington wolle "robuste Entscheidungen" , man könne aber auch zu "bescheideneren Entscheidungen" kommen, wenn etwas anderes nicht möglich sei.

Der deutsche Minister Norbert Röttgen sprach im Büro der deutschen Delegation, einer umfunktionierten Suite mit Glaswand und Blick auf türkisblaues Wasser, daher von einem "schwierigen Verhandlungsprozess" mit noch offenem Ausgang. "Scheitern oder Ergebnis - das sind die beiden Möglichkeiten, die nicht prognostizierbar sind."

Berlakovich verpasste Flieger

Österreichs Delegation musste am ersten Tag der Ministergespräche ohne den Ressortchef auskommen: Nikolaus Berlakovich hatte am Montagabend in Paris den Anschlussflug nach Mexiko-Stadt verpasst und musste die Nacht in der französischen Hauptstadt verbringen - Grund für einen kolportierten Tobsuchtsanfall. Am Dienstag führte ihn der Ersatzflug über New York, sodass der Minister erst spät am Mittwochabend Ortszeit in Cancún eintraf. (Julia Raabe aus Cancún /DER STANDARD, Printausgabe, 9.12.2010)

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NickKnarrkarton
20
9.12.2010, 21:43

Der Umweltaktivist sieht wie Jesus Christus persönlich aus. Diese religiöse Klimahysterie ist wirklich nicht mehr auszuhalten. Sollen die doch bitte eine Klimareligion gründen, dann regt sich kein Mensch auf. Was da aber im Namen der Wissenschaft passiert, spottet mittlerweile jeder Beschreibung.

nomad13
21
9.12.2010, 19:14
Das einzig offensichtliche der CO2 Sauce

liegt im Öl peak und der Energiekontrolle unserer Obrigkeit.

Wieso soll der Steuerzahler dafür blechen-dass die Politik unfähig ist?.Ö ist eins der wenigen Länder- welches es schaffen könnte-grossflächig auf erneuerbare Energien umzusteigen.Daher-was die CO2fundis nicht kapieren->nur ein Bruchteil aus der CO2 Abzocke wird in eine Umstellung fliessen

Und das COP16 Apostelkleid ist ein reines Machtinstrument der UN-sprich der Grossbanker und Ölriesen(die beiden gehören eh zusammen auch wenns die Apostel bis heute nicht geschnallt haben)

Man bräuchte nur die Subventionierung für Öl zurücknehmen und wenn es noch einer Steuer bedarf-so müsste diese direkt in alternativer Energiebereitstellung umgesetzt werden

Aber Apostel-lasst euch abzocken

pawel lewap
00
9.12.2010, 16:58
die naechsten verhandlungen...

muessen daher entweder in bombay-altstadt, oder kalkutta, oder direkt neben der atommuell-endlagerstaette irgendwo in russland, abgehalten werden. sonst wird das ueberhauptgarnix bringen diese luxusverhandlungen.

hmx4biocell
 
11
9.12.2010, 16:46
es muss unbedingt was passieren...

Anfang Dez., 30 Grad, die sonne brennt vom Himmel - Heizung ist lächerlich, rein die Aircondition bringt Erleichterung - da muss was passieren in Cancun.
Allerdings sitze ich hier in Singapur direkt am Äquator und hoffe dass meine lieben österr. Mitbürger auch die dramatischen Folgen der globalen "Erwärmung" am eigenen Leib verspüren.

Wir müssen dringend was tun, eventuell was mit Zertifikaten - die kann man dann verheizen bei der Saukälte die angeblich gerade in Mitteleuropa herrscht.

Liebe Grüsse
euer hmx4biocell

gogosch der Grosse
10
9.12.2010, 16:05
Auch ddort geht es, wie schon bei anderen Gipfeln, nur um's Geld:

Die Industriestaaten sollen für das wirtschaftliche Unvermögen der 3. Welt zahlen!
Und die EU, allen voran Merkel, zücken im vorauseilenden Gehorsam das Geldbörserl!

zweyenstein
 
01
9.12.2010, 14:51
no, jetzt wo der berlakowitz in cancun ist...

...der wird ihnen schon zeigen, wie der nikolausi den saustall ausmistet und die klimalöcher stopft!

jawoll! zeig´s ihnen, nikolausi!

misanthropie
00
9.12.2010, 13:37
Am Dienstag führte ihn der Ersatzflug über New York, sodass der Minister erst spät am Mittwochabend Ortszeit in Cancún eintraf.

vllt nciht immer mti der billig-airline fliegen..

accuser
21
9.12.2010, 13:21
An die "Das-Ist-Ein-Natürlicher-Prozess"-Herrschaften:

Angenommen das Klima ändert sich tatsächlich unabhängig vom CO2-Ausstoß. Wäre das dann ein Grund, gleich viel oder mehr unserer wertvollen Ressourcen (Öl, Regenwälder, Anbauflächen) möglichst schnell zu verpulvern?

Wir sprechen von begrenzten Vorkommen und im Sinne der Nachhaltigkeit muss trotzdem versucht werden, möglichst lange mit dem Gegebenen zu überleben. Erdöl und vieles andere - Klimawandel, Radioaktivität usw. außer Acht gelassen - sind wesentliche Lebensgrundlagen derzeit, auf die wir uns nicht ewig verlassen können. Sie müssen sinnvoll eingesetzt werden (also spart man beim Verbrauch und automatisch beim CO2-Ausstoß bzw. Atommüll) und Alternativen MÜSSEN auf kurz oder lang forciert werden. Wir haben keine Wahl.

will-alles.at
00
9.12.2010, 14:27

Sie sprechen mir aus der Seele!
Nachweis- oder nicht nachweisbar, vom Menschen oder doch nicht verursacht ist beides nur zweitrangig. In Wirklichkeit wissen wir ALLE, dass es SO eine Sackgasse ist.
Aber die Bequemlichkeit und das Raubtierverhalten wollen das nicht einsehen...

NickKnarrkarton
00
9.12.2010, 21:44

Ja, dann soll man es aber bitte auch GENAUSO kommunzieren und nicht alle mit unbelegten Brötchen hysterisch machen ...

Rob Edge
11
9.12.2010, 13:02
Sind wir mal realistisch:

Da sitzen ein Haufen Leute beinand die alle sehr gut verdienen und zum überwiegenden Teil auch schon recht alt sind - denen ist der Klimawandel schnurz, nationale Interessen sind wichtiger. Selbst wenn sie an ihre eigenen Kinder denken wissen sie dass diese es noch gut haben werden weil diese zu einer priviligierten Schicht gehören. Würden da arme Leute sitzen die jedes Jahr die Folgen des Klimawandels am eigenen Leib verspüren dann würde die Sache ganz anders aussehen.

b_UT
00
9.12.2010, 12:59
Grenzen des Wachstums

Immer wieder sehr empfehlenswerte Literatur: "Grenzen des Wachstums".

Als aufmerksamer Leser erkennt man schnell, dass es sich beim Klimawandel um eine überschrittene Grenze von Wachstum handelt. Jedoch erkennt man auch, dass im Falle man dieses Problem in den Griff kriegt, schnell irgend eine andere Grenze erreicht sein wird, sofern das Wachstum sich nicht verändert.

Und: dass im Falle man dieses Problem nicht in den Griff kriegt, sich das System nicht einpendelt, wie so viele meinen, sondern ein Zusammenbruch erst verzögert bei weitem Überschreiten der Grenze eintritt und dieser dafür ordentlich ausfällt.

Das fünfte Element
04
9.12.2010, 12:47
jetzt wo niki b endlich da ist

was kann da noch schiefgehen?

PS: fliegt er eigentlich wieder über paris zurück?

Exbeamter
01
9.12.2010, 12:14
Jawohl, ohne berlako... kein Klimagipfel.

Wolfgang Bieber
00
9.12.2010, 11:50
Macht statt Gemeinwohl

Bei den Verhandlungen in Cancun herrschen Machtkalküle, Profitinteressen und schlichte Vorurteile statt Gemeinwohlorientierung und Vernunft. Doch wer die UN-Klimaverhandlungen als sinnlos schmäht, macht einen Fehler: http://bit.ly/gmHdDb

dr.no3
00
9.12.2010, 11:41
nach cancun wegen dem klima

http://nowinseattle.files.wordpress.com/2010/02/cancun.jpg

copenhagen war ja nicht so ein erfolg

pago1
01
9.12.2010, 11:41
egal was die beschließen

ein erfolg ist es sicher nicht

banshee wail
00
9.12.2010, 10:34
stiefkinder der politik

wenn kleine städte wie graz seine umweltbelange schleifen läßt und trotz schlechter luftqualität nichts verändern will, wie sollten dann irgendwelche umweltminister für ganze staaten ergebnisse vorweisen?

der zeitgeist rät ja (pisatest hin oder her) zur hauptsache, fröhlich an den ästen weiterzusägen, auf denen wir sitzen.

Yossarian
15
9.12.2010, 08:50
Den "Butterlfy"-Effekt gibt es nicht nur beim Wetter

sondern auch beim Klima.

Die Enteisungsanlage am Wiener Flughafen versagt, der AUA-Flieger nach Paris hat Verspätung, der Retter der Welt Berlakovich versäumt den Flieger, die Konferenz in Cancun scheitert deswegen, die erde erwärmt sich daher unaufhaltsam weiter und die Zukunft der Menschheit steht auf Messers Schneide.

franz tabei
00
9.12.2010, 10:44
wirklich???

...hab da was in bezug auf die forstwirtschaft gehört...
weiß wer dazu was näheres?

Ben Ohm
07
9.12.2010, 08:21

OK, bis jetzt lief der Gipfel nicht so besonders, was auch verständlich ist - war doch unser Herr Berlakovich nicht zugegen. Aber jetzt ist er ja da, der Gipfel ist gerettet. Werds schon sehen.

olive.info
00
9.12.2010, 08:59
... jetzt ist er ja da, der Gipfel ist gerettet.

Muss ich Ihnen beipflichten. Immer diese Schwarzmaler, von wegen:

"Klimagipfel auf des Messers Schneide"

"Die" kennen unseren Umweltminister nicht, schließlich bezieht er auch Ausgleichszahlungen aus dem EU-Topf für die Leistungen seiner Mägde&Knechte für die Landschaft und die geht mit dem Klima einher!

Jan Žižka
67
9.12.2010, 07:59
Wann

kapieren die Leute endlich, daß der Mensch und das CO2 nichts mit dem "Klimawandel" zu tun haben und es ein natürlicher Prozess ist, welchen wir nicht beeinflussen können?
Es ist doch offensichtlich, daß das ganze Theater rund ums Klima doch nur ein Werkzeug der Globalisten ist.

Allmächtiger Satan
00
9.12.2010, 12:40

Belege, hopp, hopp!

Oder plappern Sie nur heisse Luft nach und haben absolut keine Ahnung, wovon Sie reden?

der Blade
11
9.12.2010, 12:18
augen schließen?

also wenn ich augen und ohren verschließe, dann ja, der mensch und co2 hat damit nichts zu tun. wenn wir aber ein wenig in die natur blicken (selbstverständlich mit offenen augen und ohren) und auswirkungen bereits sehen können, dann frag ich mich schon auf was für fakten ihre meinung beruht. ja in der langen vergangenheit dieser erde hat sich das klima der erde ganz ohne zutun der menschheit auch schon verändert (und für das leben diverser lebewesen war das sehr ungünstig und sind ausgestorben), aber sie müssen zugeben, dass der mensch jetzt/heute einen ganz anderen einfluss auf die natur hat, wie in der vergangenheit. schön reden bringt nichts, weil das nichts mit der realität zu tun hat.

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