Eine erlaufbare Umgebung steigert das "Sozialkapital"

11. Dezember 2010, 10:05
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    foto: harald tittel/dapd

US-Studie: Wer wichtige Orte zu Fuß erreichen kann, hat mehr Lebensqualität

Durham - Menschen, die in einer erlaufbaren Umgebung leben, nehmen stärker am gesellschaftlichen Leben teil und haben größeres Vertrauen in ihre Umwelt - ein erheblicher Gewinn von "Sozialkapital" und damit mehr Lebensqualität. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Shannon Rogers und ihrem Team von der University of New Hampshire in den Vereinigten Staaten, die sich mit der Erlaufbarkeit von Gemeinden und den damit verbundenen sozialen Vorteilen befasst. Die Studie ist online im Springer-Journal "Applied Research in Quality of Life" erschienen.

Eine erlaufbare Umgebung ermöglicht den Bewohnern schnellen Zugang zu Postämtern, Parks, Spielplätzen, Cafés, Restaurants, Friseurläden und Vereinstreffpunkten. Die Möglichkeit, solche wichtigen Orte in der Nachbarschaft zu Fuß zu erreichen, bedeutet mehr Lebensqualität.

Nutzwert

Das sogenannte Sozialkapital lässt sich ermitteln aus der Beschaffenheit der sozialen Infrastruktur für den Einzelnen und die Gruppe, den persönlichen Beziehungen und dem Engagement im sozialen Umfeld. Es vermindert das Risiko sozialer Isolation, schafft berufliche Verbindungen und gibt ein Gefühl von Sicherheit. In ihrer Arbeit kommen Rogers und ihr Team zu dem Ergebnis, dass gerade dieser Nutzwert die Lebensqualität erheblich steigert - dieser Nutzen ist noch größer, wenn das soziale Leben in einer erlaufbaren Umgebung möglich ist.

Befragung

Für ihre Studie wählten die Autoren zwei Orte im Staat New Hampshire, in denen jeweils zehn Ortsteile ausgesucht wurden. Befragt wurden insgesamt 700 Bewohner nach der Zahl der zu Fuß erreichbaren Lokalitäten, nach dem Vertrauen in ihre Umgebung, der Teilnahme an gemeinschaftlichen Aktivitäten und das Treffen von Freunden - alles Aspekte, die für das Sozialkapital maßgeblich sind.

Unterm Strich schnitten Ortsteile, in denen vieles zu Fuß erreichbar ist, im Hinblick auf das Sozialkapital deutlich besser ab als andere. Die Autoren stellten fest, dass ihre Bewohner mehr Vertrauen zeigten und stärker engagiert waren, sei es in Gemeindeprojekten, bei Vereinsaktivitäten oder einfach beim Bewirten von Freunden. Häufig wurde der Gesundheitszustand als gut und der Grad der Zufriedenheit als hoch bezeichnet. (red)

Kommentar posten
10 Postings
ziegenhals
 
00
12.12.2010, 16:04

das nennt sich wissenschaft: man nehme 700 leute, befrage sie zu irgendwas und stelle eine irgendwie daraus gemachte statistik in ein amerikanisches journal - pfff ...

A ndreas Bogeschdorfer
00
12.12.2010, 13:42
Bahnbrechend!

Das hätte doch glatt niemand vermutet, Nobelpreisverdächtig.

Nick Tameer
00
12.12.2010, 12:00

"Sozialkapital", mein Gott"!

Wo Begriffe fehlen ...

Joe Bazooka
 
00
15.12.2010, 22:04

nachzulesen bei Pierre Bourdieu

sonne-licht
 
10
12.12.2010, 10:29
furchtbarer blödsinn

die stadtmenschen sind kränklicher
als die landmenschen.

ursachen psychischer natur, physischer und körperlicher natur

these aufgehoben.

das nicht erreichbar sein, macht erst im alter
einen sinn über mehr lebenserwartung zu
philosophieren.

es liegt am umgang an den eigenen ressourcen

Firemonkey
00
12.12.2010, 13:31
Wie war das noch vor kurzem?

Da stand ein Artikel in der Presse die besagte, dass die Landbevölkerung unter mehr Allergien leidet als die Stadtbevölkerung, mehr Asthma, ...... Die Luftqualität der Städte die dahinter sind ist größer wie am Land. Einer der größten Umweltverschmutzer ist nun mal die Landwirtschaft und die fehlt in den Städten großteils.

sonne-licht
 
00
12.12.2010, 15:49
beweise?

ich hab ja selber asthma bin jedoch von der stadt, wenn ich nach wien fahre spüre ich das asthma um einiges mehr, meistens an den ringen unter den augen, wenn ich jedoch aufs land fahre gehts mir besser.

ich probiers lieber an mir aus, als das ich irgendwelchen artikeln ohne fakten und daten vertraue.

ich merke auch wer auf dem land seine felder natürlich behandelt oder nicht natürlich, wenn ich vorbeilaufe, ist ein anderer geruch, wirds dann auf dem land wennst dem unnatürlichen länger ausgesetzt wirst kranke fälle geben

ich glaub eher das landmenschen sich untersuchen lassen als stadtmenschen. (vermutung) in kh gäbs sicher statistik ev.

nur wo ist die trennlinie stadt - land bei mir sind das nicht einmal fünf kilometer.

observus
00
12.12.2010, 11:22
pisa-opfer?

immerhin - die überschrift beschreibt ihr posting zutreffend: furchtbarer blödsinn.

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04
11.12.2010, 19:58

also ich geh lieber als immer zu laufen.

Mundle
00
11.12.2010, 16:32

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