Wie können wir unsere Schüler zum Lesen motivieren?

7. Dezember 2010, 13:52

Laut PISA-Studie haben Österreichs Schüler erheblichen Nachholbedarf was das Lesen betrifft

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Wie können wir unsere SchülerInnen zum Lesen motivieren?

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Posting 1 bis 25 von 33
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Romeo und Julia
12
14.1.2011, 13:25
Wir befinden uns wieder in den 20er Jahren

als die Arbeiterfamilien dafür kämpfen mussten, sich überhaupt Bücher leisten zu können.

skigirl
00
27.3.2011, 17:42

Lesen ist nicht billig, aber es gibt Bibliotheken wo man sich die Bücher sehr billig ausleihen kann, sowie auch Bücherflohmärkte, wo es billige und sehr gut erhaltene Bücher gibt! Man muss nur wollen!!!

D/E
02
16.12.2010, 18:41
Auch ich sehe die Lehrer in der Pflicht.

Ich werde als Deutschlehrer in den nächsten Jahren nimmer ruhen und die erforderliche spannende Schullektüre selbst schreiben.

ValieImport
00
8.12.2010, 08:54
Vielfalt auch beim Lesen

Die oben anzukreuzenden Punkte sollten ALLE mehr gefordert und gefördert werden.

Am stärksten würde ich auf das Vorbild der Erwachsenen (Eltern u.a. Familienmitglieder) einwirken, damit Lesen nicht nur wieder etwas ist, was von der Schule kommt und von Jugendlichen im natürlichen Ablöseprozess (der derzeit nur auf außerfamiliäre Institutionen übertragen wird, siehe hotel Mama) wieder nur abgelehnt wird

Veronika Lenz
03
7.12.2010, 23:02

lesen ist toll, spannend, macht süchtig
die Probleme fangen an, wenn sie beinahe von den Bücherstapeln erschlagen werden und die Wohnung immer kleiner wird, weil die Bücher so viel Platz brauchen

Eva K.
11
8.12.2010, 09:53
Nicht abhängig von den Eltern machen

Solange wir glauben, Eltern sind die Hauptverantwortlichen dafür, dass in diesem Punkt etwas weiter geht, werden wir Schiffbruch erleiden; Denn ein Großteil der Eltern ist einmal nicht willens oder nicht imstande dazu. Das haben andere Staaten scheinbar schon früher erkannt und haben ihren Unterricht dementsprechend umgebaut. Österreichs Schulpolitik wiegt sich noch immer in einer Illusion eines Familienbilds, das es fast nicht mehr gibt. Wenn alle Eltern die Mitarbeit einstellen würden, könnten wir sehen, wie "nackert" wir dann dastehen! Doch so wird leider der Selbstbetrug nur prolongiert.

Wolfgang SALZER
 
01
12.12.2010, 06:27
Alle Kinder unter Kuratel des Staates?

Es ist schon richtig, dass viele Eltern wirklich positives Erziehen nicht können oder nicht wollen (wobei ja auch eine Schulungsverpflichtung fürs Erziehen-Lernen vorm Heiraten diskutierenswert wäre; für alles braucht es eine Berechtigung, nur fürs Erziehen nicht!).
Aber deshalb die Kinder gleich überhaupt beim Staat abgeben und den Eltern jede Verantwortung abnehmen?
Und über alle Kinder derselbe Topf gestülpt wird vielen nicht gerecht! Warum soll der/die Begabte genauso zur Ganztagsschule "verdonnert" werden wie das Kind mit Förderbedarf, für das diese Schule bei richtiger Konstruktion vermutlich ein Segen wäre?
Das Eltern-Vorbild ließe sich auch so nicht ganz ausschalten: Nichtleser-Eltern bewirken Nichtleser-Kinder...

Poldi Fesch
00
8.12.2010, 12:54
Staatsglaeubigkeit

pur, sonst nichts

ValieImport
00
8.12.2010, 08:48

Da gibt es so flache kleine Dinger neuerdings (verschiedene Firmen). Auf die kann ich sogar von der Zentralbibliothek Bücher herunterladen. kOstengünstig usborgen,nicht nur im Internet als e-book kaufen;-)

WienerWasserWerke
04
7.12.2010, 18:55
Als Leseratte hat man es auch schwer

Lesen ist Leben in der vierten Dimension

Die Schule war da vergleichsweise sehr öde - ich hab auch nix gelernt für die Schule... aber sehr, sehr viel gewusst - das wurde aber blöderweise nie geprüft...

Mock Turtle
02
7.12.2010, 18:55
Die wichtigste Sache ist meiner Meinung nach, dass die Kinder Vorbilder haben, die regelmäßig lesen und auch mit den Kindern lesen.

Außerdem habe ich die Option "spannendere Pflichtlektüre" angekreuzt - wobei es hier aus meiner Sicht als angehende Literaturwissenschafterin nicht unbedingt darum geht, andere Bücher auszuwählen, sondern die ausgewählten Bücher (egal ob "Hamlet" oder "Harry Potter") als etwas Spannendes zu präsentieren, das Bezug zur Gegenwart oder zu allgemein-menschlichen Fragen hat. Und dafür bitte, bitte endlich mit dem typischen "Schul-Analysieren" aufhören, wo Schülern oft jahrelang völlig verquer vermittelt wird, dass es genau EINE Bedeutung eines Textes gibt, die es herauszufinden gilt und die natürlich mit der Meinung der Lehrperson übereinstimmt. Stattdessen die Schüler herausfordern, selbst ihre Meinung darzulegen, zu argumentieren...

M.A.M. Maier
01
7.12.2010, 17:48
es geht nicht darum "mehr" zu lesen

...sondern das Gelesene zu analysieren, implizite Informationen daraus zu ziehen ....

Seht euch mal die Musterbeispiele der Pisastudie an, dann wisst ihr, was wirklich gefragt ist - nicht kontinuierliches Lesen, sondern analytisches Lesen.

Der dicke Jokkl
03
7.12.2010, 18:24

genau das is der fehler! jeder lehrer versucht seinen schülern analytisches lesen einzuprügeln, wodurch verständlicherweise keiner lust hat irgendwas zu lesen.

M.A.M. Maier
00
7.12.2010, 18:31
analytisches Lesen <> analytisches Lesen

Im Deutschunterricht geht es doch nicht darum irgendwelche Diagramme oder Grafiken auf ihren Informations- und Wahrheitsgehalt zu überprüfen, sondern lediglich darum das Sinnverständnis anhand von Fragen zum Text zu eruieren. Aber eine Grafik zu lesen in Zusammenhang mit einem Text, das machen sicher die wenigsten. Hier könnte man ansetzen, wenn man in Pisa positiv abschneiden möchte.

Poldi Fesch
00
8.12.2010, 12:56
wenn man hier ansetzen

sollte, sollte man Pisa lassen

Der dicke Jokkl
00
7.12.2010, 19:43

da haben sie natürlich recht! man würde meinen das wäre standard im unterricht.

La Vida pura
08
7.12.2010, 14:54
Die unsäglichen Tonnen von Übungsblättern und Hineinschreibbücher abschaffen !

Die Kinder ordentlich schreiben lernen lassen ! Wer immer nur Vorgedrucktes ausmalen darf, wird nie ein Schreibgefühl entwickeln, und mit der Schreibbewegung entsteht Sprachgefühl.

fliegendes Bettgestell
02
7.12.2010, 18:18
Stimmt schon, was Sie schreiben!

Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit. Es gibt - so wie Sie schreiben - "haptische" Typen, die die Rechtsschreibung über die Schreibmotorik erlernen.

Dann gibt es noch die visuellen Typen, die sich das Schriftbild einprägen, dann auch noch akustische Typen.

Ganz arm dran sind die motorischen Typen, die darauf angewiesen sind, herumzulaufen oder auf und ab zu gehen, um etwas erfolgreich zu memorieren. Diese "Motoriker" sind in Regelschulen, wo es gilt, ruhig zu setzen, enorm eingeschränkt.

GoodieGoodie
04
7.12.2010, 14:25

Zum Lesen motivieren - das muss zuhause passieren!
Das beginnt damit, dass man Kindern vorliest und damit Interesse an Büchern und Geschichten weckt.
Dann müssen Kinder im richtigen Alter die richtigen Bücher bekommen (Geburtstage, Weihnachten,...), die zunächst gemeinsam und später dann allein gelesen werden.
Das Lesen vor dem Einschlafen kann man damit fördern, dass es zunächst eine Gute-Nacht-Geschichte von den Eltern gibt, und später Bücher zum Selberlesen, die neugierig machen, wie es weitergeht.

In der Schule lernt man die Lesefertigkeit.
Aber in der Schule ist nicht die Zeit, das Lesen auch ausreichend zu üben.
Ein Elternhaus, in dem Bücher eine wichtige Rolle spielen, ist unbedingt notwendig.

Poldi Fesch
03
7.12.2010, 14:55
das beginnt damit,

dasz zu Hause eine Bibliothek vorhanden ist

fliegendes Bettgestell
00
7.12.2010, 18:26
Ja,

und diese findet man vorwiegend in Akademikerfamilien, deren Kinder bei PISA-Test gut abgeschnitten haben.

Das Problem sind eher die bildungsfernen Schichten, wo die Eltern lediglich einen Pflichschulabschluss haben. Vom Elternhaus her kann man sich da nicht viel erwarten. Hier muss die Schule einspringen, um die Defizite zu beseitigen.

Veronika Lenz
00
7.12.2010, 23:06

das Problem ist die falsche Priorität vieler Menschen aus bildungsfernen Schichten
Wohnung putzen ist wichtiger als ein gutes Buch-

Topfenbaby
00
9.12.2010, 02:44
Das ist schon wahr

und hier liegt das tatsächliche Problem.

Die Frage ist nur, wie man das in den Griff bekommt. Den Eltern das Putzen zu verbieten wird wohl nicht funktionieren. Die einzige Möglichkeit, die bleibt, besteht darin, die Kinder möglichst der elterlichen Obsorge zu entziehen, damit die Kids endlich einmal sehen, dass Wohnung-putzen nicht das Wichtigste auf der Welt ist.

Eine Ganztagsschule neben anderen Vorteilen dieser Anforderung gerecht werden.

Poldi Fesch
01
7.12.2010, 18:37
das kann die

Schule schlicht nicht, jedenfalls nicht in Massen.

Magic Wand
 
00
7.12.2010, 16:20
Hetzt hör'n S' aber auf !

Wo doch nachweislich der Trend zum Zweitbuch zunimmt ...

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