derStandard.at-Reportage

Last Exit Moschendorf

Lukas Kapeller und Rainer Schüller, 7. Dezember 2010, 18:38
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    Ein Bild aus schöneren Tagen: Bis vor Kurzem verkehrte der Pinkatal-Stremtal-Bus, der auch der Rote Bus genannt wurde, regelmäßig. Nun wurde er mangels Förderungen eingestellt.

  • BKF-Reportage über die letzte Fahrt des Roten Busses.

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    Die Rote Bus-Route existiert nur noch auf den Plastikschildern.

  • Der Güssinger Bürgermeister Peter Vadasz über den "bewussten Todesstoß" für seinen Bezirk durch Bund und Land

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    Was bleibt: Rote Tafeln an den ehemaligen Haltestellen.

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    Herr Cernoch muss nun von seiner Gattin nach Güssing zum Arzt gefahren werden, weil er selbst keinen Führerschein besitzt.

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    Hier hat Frau Pudschögl immer auf den "Roten Bus" gewartet. Sie weiß, er kommt nicht mehr.

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    In Moschendorf gibt es keine Buschenschank, keinen Arzt, nicht einmal ein Lebensmittelgeschäft. Vor allem unter Pensionisten war der Rote Bus sehr beliebt.

  • Anfrage der Bundesräte Walter Temmel, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Pinkatal-Bus (Einstellung der Projektförderung aus Mitteln für den Öffentlichen Personennahverkehr).

Wie der "Rote Bus" zum "Toten Bus" wurde und warum Frau Pudschögl darunter leidet - Besuch im Südburgenland, einer benachteiligten Region

Mit klammen Fingern tastet Frau Pudschögl nach dem Zettel in ihrer Jacke, den ihr der Bürgermeister in die Hand gedrückt hat. "Also bitte, jetzt muss ich hinauf fahren um 7.16 Uhr, und zurück komm' ich erst um 13.55 Uhr", sagt die zierliche Dame, dick eingepackt in Winterkleidung, während sie den Fahrplan studiert. "Ein Wahnsinn! Da muss ich mich den halben Tag ins Wirtshaus setzen, oder was?", klagt die Pensionistin.

Hermine Pudschögl muss wie die anderen Bewohner in Moschendorf seit Montag auf ihren Roten Bus verzichten. Alle zwei Stunden fuhr der Linienbus nämlich von Güssing nach Oberwart und nahm auch die Menschen dazwischen - in Kleinstgemeinden wie Strem, Bildein, Eberau und Moschendorf - mit. Gerade älteren Menschen waren die beiden Busse, die ab 2002 die Region um Güssing abfuhren, ein nützliches Transportmittel, um Einkäufe zu erledigen oder den Arzt zu besuchen. In den kleinen Orten galt der Pinkatal-Stremtalbus - wegen seiner Lackierung bald nur mehr Roter Bus gerufen - als einziges öffentliches Verkehrsmittel, das regemäßig vorbeikam. Zumindest bis Samstag, 4. Dezember.

"Das war meine letzte Freiheit"

Frau Pudschögl fuhr gern mit ein paar gleichaltrigen Freundinnen zur Buschenschank, sie erledigte mit dem Bus ihre Einkäufe. Ein Geschäft in Moschendorf gibt es nicht. "Das war meine letzte Freiheit, die ich noch hatte, dass ich bestimmen konnte, wann ich wohin fahre", sagt sie. "Jetzt muss ich meine Schwester fragen, wenn ich zum Hofer will."

Die Passagiere des "Roten Busses" sind Opfer einer Sparidee des Verkehrsministeriums. Pro Fahrt Güssing-Oberwart saßen zwar insgesamt 17 Personen im Bus, verweist Güssings Bürgermeister Peter Vadasz (ÖVP) auf eine Erhebung. Im Schnitt fuhren aber laut Frequenzzählung - wie das im Verkehrsministeriums-Deutsch heißt - nur drei Leute gleichzeitig mit. Zu wenig für den Bund, der die Mindestfrequenz bei zehn Personen pro Fahrt festlegte - und seine bisherige Förderung von 100.000 Euro nicht mehr zahlen wird.

"Stirb, Güssing!"

"Man kann nicht eine dünn besiedelte Region mit Ballungszentren vergleichen und dann sagen: Wenn der Bus die Zahlen nicht schafft, dann drehen wir euch das Geld ab. Das ist für mich eine unverantwortbare Regionalpolitik", ärgert sich Bürgermeister Vadasz. Der 66-Jährige, seit fast zwei Dekaden Güssinger Stadtoberhaupt, berichtet mit einigem Stolz von lokalen Erfolgen: Als energie-autarke Modellstadt wird Güssing in ganz Österreich im Munde geführt. "Das ist jetzt aber eine Politik vom Bund und zum Teil auch vom Land, die zur Region sagt: Stirb!" Er spricht von Zynismus, wenn man eine an Einwohnern (= Wählern) arme Region "elendig im Stich lässt".

Bürgermeister wirft Niessl Wortbruch vor

Was war passiert? Nachdem das Verkehrsministerium seine zuletzt 100.000 Euro nicht mehr zahlen wollte, bemühte sich Bürgermeister Vadasz, im Ehrenamt auch Obmann jenes Verkehrsverbands, der den "Roten Bus" betreibt, zumindest um eine Zusicherung des Landes. Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) habe ihm bei einem Zusammensein im Feuerwehrkommando Eisenstadt "in die Hand versprochen", das Land werde weiterhin den bisherigen Anteil leisten.

Wenige Tage später bekam Vadasz Post von der Landesregierung: Künftig gebe es rund 52.000 Euro weniger vom Land. Zwar steuerten die Gemeinden selbst bisher rund 110.000 Euro im Jahr bei. "Für einen regelmäßigen Busbetrieb reicht unser Geld allein nicht mehr", sagt Vadasz aber.

Land Burgenland: Wären verhandlungsbereit

Im Landesamt in Eisenstadt sieht man das ganz anders. "Der Bund ist der Auslöser, weil er mehr als 100.000 nicht mehr bezahlt", erklärt der burgenländische Verkehrskoordinator Thomas Perlaky. Und dass die Kürzung der Landesförderung zur gänzlichen Einstellung des Roten Busses führte? "Das war für uns nicht klar, Wir sind ja nicht der Gemeindeverband." Es sei jedenfalls unzulässig zu sagen, das Land sei schuld.

So sieht man das auch im Büro von Landesrätin Verena Dunst, die zugleich SPÖ-Bezirksobfrau in Güssing ist. "Die SPÖ wollte den Roten Bus niemals einstellen, sondern nur effektiver machen", sagt ihr Sprecher. Das heiße zwar, er wäre wohl seltener - nicht mehr alle zwei Stunden - gefahren, aber: "Warum sind die Bürgermeister nicht einmal nach Eisenstadt gekommen und haben verhandelt?" Und noch einen Verdacht hegt man in der Landesregierung: Die ÖVP-Bürgermeister seien froh, dass sie mit ihren knappen Budgets den Roten Bus nicht mehr finanzieren müssen, und dankbar, dass sie nun der Landes-SPÖ die Schuld geben können.

Bewohner fühlen sich allein gelassen

Die Stimmung ist gerade in der älteren Bevölkerung gereizt, sieht man doch dem Niedergang der Heimatorte schon lange zu. Hermine Pudschögl erzählt, wie sie mit ihrem Mann einst nach Moschendorf zog. Da gab es einen Greißler, ein Postamt, einen Arzt und was man sonst so brauchen kann. Nun müsse sie eben für vieles in den nächsten Ort oder gleich nach Güssing. "Simma ehrlich. Man hat andere Besorgungen und Interessen auch noch. Das ist jetzt alles aus", sagt Frau Pudschögl.

Auf den vereisten Gehsteigen von Strem, Moschendorf und Eberau ist nicht viel Leben dieser Tage. Wenn man aber gelegentlich einen Passanten trifft, dann hört man oft diese Erklärung: Die Landesregierung in Eisenstadt kümmere sich nicht allzu sehr um die - meist ÖVP-geführten - Dörfer im Süden. "Das ist leider eine politische Sache", erklärt etwa der Pensionist Richard Cernoch, als er gerade aus der Volksbank in Güssing kommt. Er sei gerne mit dem Roten Bus gefahren. "Jetzt muss ich meinen Mann dauernd führen", jammert seine Frau daneben. Und ein Gemeindebediensteter, der mit oranger Warnweste durch die betroffenen Ortschaften tingelt, um die Fahrzeiten von den Busstationen zu tilgen, sagt ganz direkt: "Der Niessl will die Leute da unten umbringen."

Geplänkel zwischen Rot und Schwarz

Was manche ältere Menschen in den betroffenen Orten ärgert: Noch am 17. November sprach SPÖ-Politikerin Dunst von einem "ineffizienten Geisterbus durchs Pinkatal" und kündigte "Optimierungsmaßnahmen" an. Erst seit die Einstellung drohte, sei sie eine flammende Befürworterin des Busses geworden und sehe die Schuld bei den (ÖVP-)Bürgermeistern. "Einmal ist es der Geisterbus, und dann muss er wieder erhalten werden", ätzt der Bürgermeister von Bildein, Walter Temmel, über die SPÖ.

Das letzte Wort dürfte aber noch nicht gesprochen sein. Aus dem Umfeld von Landeshauptmann Niessl hieß es am Dienstag Nachmittag gegenüber derStandard.at, es werde an neuen Finanzierungsmodellen für die Fortführung des Roten Busses gearbeitet.

Die parteipolitische Posse hilft Frau Pudschögl nur wenig weiter. Ein wenig gerät sie ins Schwärmen, wenn sie von den gemeinsamen Buschenschankrunden mit ihren Freundinnen erzählt. Da sei sie, obwohl verwitwet, endlich wieder gerne außer Haus gegangen. Um zwei mit dem Roten Bus fortgefahren, um sechs am Abend mit der letzten Fuhr wieder zurück. Nun müsse sie das alles privat organisieren. "Jetzt muss ich hoffen, dass die Nachbarn so freundlich sind." (Lukas Kapeller, Rainer Schüller/derStandard.at, 7.12.2010)

 

Kommentar posten
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ama2deus
01
21.12.2010, 11:35

irre ich mich, oder hat das projekt nicht einmal den mobilitätspreis des VCÖ gewonnen?

das ganze ist wirklich ziemlich traurig. ich erinnere mich noch an eine studie zur ausweitung des busnetzes. in dieser war damals die rede von einem intervall von max. 2 stunden, da alles andere fahrgästen des systems nicht zumutbar sei.
nun gibt es wieder die üblichen schülertakte (6 uhr, 7 uhr 8 uhr, 12 uhr, 13 uhr, 14 uhr und 17 uhr bzw. 18 uhr)

Verraten von Sozialdemokraten
00
14.12.2010, 15:49
Wären da nicht rechtlche Bedenken, könnte man einen Kleinbus organisieren.

Aber welcher heutige Sozialist denkt noch an die kleinen Leute - geügt doch wenn die für Billigstlohn den Wohlstand der Funktionäre schaffen.

Gerhard Polak
00
21.12.2010, 01:15
Wieso müssen sich Sozialisten damit beschäftigen

das sollen Leute aus der Region machen und dabei sparsame Verwendung der Mittel, Benutzerfreundlichkeit und Nachhaltigkeit als Eckpunkte setzen. Es kann icht dauern von LHs und Förderstellen das geöffnete Füllhorn erwartet werden und das noch dazu mit jammern toppen. Wenn die Dame vorher zwischen zwei Busfahrten in der Buschenschank war und jetzt im Wirtshaus auf den Bus warten muß:wo ist der Unterschied?

ama2deus
01
21.12.2010, 11:38
unterschied

verbringen sie bei besorgungen zwischen hin- und rückfahrt gerne jedesmal 3 stunden im wirtshaus?

natürlich sollte man darauf achten, dass systeme nicht auf förderungen angewiesen sind, aber welcher öffentlicher verkehr finanziert sich schon selbst?

man nehme nur die wiener ubahn - allseits geliebt - die in manchen gegenden leer durch die gegend tuckelt.
man beachte die streckenstilllegungen der ÖBB - hängt sicher nicht mit toller auslastung zusammen.

der öffentliche verkehr ist nun einmal von förderungen abhängig, und es ist mehr als traurig, dass man in manchen gegenden überangebote schafft, während andere gegenden ohne annehmbare verkehrsmittel auskommen.

Ivan Bukov
00
10.12.2010, 11:13

Also gibts denn dort niemanden mit einem Neunsitzer der sich was dazu verdienen will und damit was Gutes tun will?
Also sich privat 1x pro Tag nach Guessing und zurueck zu organisieren muss ja wohl Moeglich sein.

salzamt1
01
14.12.2010, 15:06
wollen vielleicht schon

Gewerbe anmelden kostet einen Haufen Geld, die Steuer zahlt sich auch nicht von selbst und wenn ers/ sies nicht derhebt, trägt er/sie auch noch das volle unternehmerische Risiko!

Ivan Bukov
00
14.12.2010, 22:24

Ich hoffe sie sehen was in Oesterreich falsch laeuft. Die Leute koennen sich mittlerweile nichtmal mehr selber helfen!

mstislav raskachlovitsch
00
10.12.2010, 07:28
kein Schaden ohne Nutzen........

....da nun der Bus die Pensionisten nicht mehr nach Güssing zum täglichen Einkauf kutschiert, könnte man ja eventuell in den kleinen Gemeinden wieder einen Greißler installieren (samt Post-Dienst)..........

unschuldsvermutung2
50
10.12.2010, 06:32
Aber ehrlich,...

.... muss man in Moschendorf wohnen? Das ist der Preis eben für Siedlungsaktiviäten am A..... der Welt.

ama2deus
00
21.12.2010, 11:39

wahrscheinlich hab ich die wunschliste "wo möchten Sie wohnen?" am uteruseingang verpasst, weil ich mittels kaiserschnitt in die welt befördert wurde....

MemoryDragon
00
9.12.2010, 19:16
Mal ernsthaft

was ich hier nicht verstehe ist die fehlende Eigeninitiative. Es kann doch nicht so teuer sein wenn sich die betroffenen Gemeinden zusammentun und einen eigenen Linienbusdienst mit 1-2 Minibussen einrichten. (oder auch ein Sammeltaxi anheuert das bei Bedarf fährt)

Sicher billiger als wenn sie den Zuschuss der ÖBB oder sonstwem zahlen müssten. Aber das ist halt Österreich da wird lieber auf den Bund und sonstwen geschimpft als dass man sich selber mal Parteiübergreifend zusammentut.

ama2deus
00
21.12.2010, 11:43

das system finanzierte sich bereits durch zahlungen der betroffenen gemeinden. jede gemeinde, die an das netz angeschlossen werden wollte, musste einen teil der kosten tragen.
das ist auch der grund warum das netz nicht, wie geplant, auf den ganzen bezirk ausgeweitet wurde; weil viele gemeinden eben meinten kein geld für den öffentlichen verkehr zu haben weil doch ohnehin "jeder ein auto hat" (zitat eines VP-bürgermeisters , der dem wunsch der SP-gemeinderäte nach anschluss der gemeinde an das netz nichts abgewinnen konnte)

ein schweizer raumplanungs/verkehrsplanungsbüro wurde vor jahren mit der ausarbeitung eines bezirksweiten netzes beauftragt, das auch die nachbarbezirke und die hauptverkehrsrouten nach wien und graz miteinbezog.

somussesnichtsein
00
9.12.2010, 10:24
wie war das?

Die Gemeinde hat über 100.000 bezahlt, Güssing hat auch noch einiges bezahlt, das Land hat 100.000 bezahlt der Bund auch noch......

also ich bin überzeugt das mann das wesentlich billiger organisieren kann, wobei ja sicher nicht alle 2 Std einer fahren muss....

denke der güssinger bürgermeister sollte nicht nur immer groß jammern sondern auch einmal selbst was machen...

und der energieautark-schmäh der uns allen ein vermögen kostet und nicht der realität entspricht wird fad

ama2deus
01
21.12.2010, 11:46

ich bin auch der meinung, dass vadasz übertreibt, immerhin ist er politiker, noch dazu stadtchef mit finanzproblemen, aber der energieautark-schmäh ist nichtsdergleichen.

die stadt produziert energie, kann billig strom und wärme verkaufen und hat so zahlreiche unternehmen in die stadt, die 50-60km von der nächsten autobahn und den nächsten eisenbahngleisen entfernt liegt, gelockt.

zum 2-stunden-takt: ein system, dass nicht mindestens alle 2 stunden verbindungen zwischen den ortschaften herstellt, wird nicht angenommen werden. wer wird schon, wenn er die wahl hat, den bus nehmen, auf den er im wirtshaus warten muss, wenn er mit dem auto 15 minuten braucht?

somussesnichtsein
00
21.12.2010, 13:42
finanziert

wurde das ganze mit sehr hohen förderungen durch die allgemeinheit.
das ganze wird sich ohne förderung nie selbst tragen.

das heisst der kleine bürger finanziert die angesiedelten betriebe die eventuell billige energie bekommen.....

der zugewinn an arbeitsplätzen war dem eingesetzten kapital gegenüber sehr bescheiden!

ama2deus
00
25.12.2010, 10:27

dass der einsatz des kapital nicht in einer relation steht zu den entstandenen arbeitsplätzen glaube ich nicht. alleine 3 großbetriebe haben sich angesiedelt, das ist genau um 3 mehr als in den 20 jahren davor!
ganz zu schweigen von kleineren firmen, die im forschungsbereich von erneuerbarer energie tätig sind.

berücksichtigen muss man auch, dass die stadt durch diese mehreinnahmen in der lage war die innenstadt zu sanieren, wodurch wieder bauunternehmungen ein umsatzplus erzielen konnten.
berücksichtigen muss man auch, dass billiger strom sicher auch für den ein oder anderen handelsbetrieb ein argument war sich in der stadt anzusiedeln.
berücksichtigen muss man auch dass der ökotourismus auch geld in die stadt bringt.

somussesnichtsein
00
27.12.2010, 10:07
hallo ama2deus

sie müssen lesen was ich schreibe.
die anlagen wurden großteils nicht mit kapital der stadt sondern mit förderungen realisiert.
daher relation arbeitsplätze zu kapitqaleinsatz dürfen sie nicht nur den kapitaleinsatz der stadt hernehmen sondern den gesamtkapitaleinsatz und da sieht es halt nicht gut aus!
Soweit mir bekannt ist wurde die elektr. energie für die angesiedelten Unternehmen durch die ökoanlagen keinesfalls billiger!
ökotourismus - wo ist den der - die 3 hanseln die auf regimentskosten anlagenbesichtigen????

gas karl
00
9.12.2010, 12:30
genau

de soin mit`n taxi foarn de dodln

Nothing Hill
10
9.12.2010, 09:13
hätt ich auch gesehen wie Schmutzteufel:

-ein bestellter Buskilometer bei Postbus kostet 3,50 aufwärts
-ein sammeltaxi-km ist ab 1,10€ zu haben, wenn nicht mehr als drei personen gelichzeitig fahren reicht das komplett aus!
erfolgreiche beispiele gibts genug in NÖ zum Beispiel: http://www.vor.at/mobil-im-... ammeltaxi/
Das kann das Land dann auch alleine finanzieren, Regionalverkehr ist ja Aufgabe des Landes und nicht des Bundes (wo bleibt da der Schrei nach föderalismus???)

ama2deus
01
21.12.2010, 11:48

das system basierte teilweise auf ASTAX-routen. es gab haltestellen, die nur dann bedient wurden, wenn man 15 minuten vor abfahrt an der haltestelle einen "halteruf" abgesandt hatte, der mittels sms an den bus übermittelt wurde

es war auch geplant das netz auszubauen, nebenstrecken mit kleinbussen zu bedienen, noch weniger wichtige strecken mit ASTAX zu betreiben.

Schmutzteufel
00
9.12.2010, 08:19
Anrufsammeltaxi!

Na, wie wärs damit? Dass der normale Bus unrentabel ist, ist eh klar. Aber für die alten Leute ist das Wahnsinn. Sie verlieren so ein letztes Stück selbständige Mobilität. Aber was schert sich die urbane "Schickimickilivestylegesellschaft" um ein paar alte Weiber in "Hinterg´schertstetteldorf".

benjohnson1988
01
8.12.2010, 23:54

Bin mir sicher, der Markt findet eine Lösung. lol'd

Ivan Bukov
00
10.12.2010, 13:03

Nicht in Oesterreich, da wird gewartet aufs Manna vom Himmel.
Es kann ja wohl nicht sein dass sich dort keiner findet der sich Privat was dazuverdienen will.
Von den 110 000 der Gemeinden kann ein Gutscheinsystem finanziert werden fuer Aeltere Transportbeduerftige. Dann brauchens noch einen Privaten mit einem Neunsitzer und auf gehts. Es muss ja kein regulaerer Fahrplan sein!
Mehr als 2x am Tag pro Fahrgast braucht der ja nicht fahren...

sonne-licht
 
101
8.12.2010, 23:04
des dilemma liegt woanders

jeder österreicher will unabhängig sein, wird unbeweglich und denkfaul um vielleicht einen nachbarn, die nächste gemeinde um hilfe zu fragen
oder auto zu stoppen.

die letzten dieser spezies leben meistens fern ab jeder zivilisation. selbst ausgesucht vorher nichts überlegt selber schuld.

österreich sind eben nicht flexibel bei der lebenswahl
ihres ortes und umgebung. shit happens.

es gibt viele möglichkeiten einen weg zu finden, wennst organisiert bist, jedoch die meisten sind zu einer organisation nicht in der lage, ausser sie bekommen einmal nicht was sie wollen, dann zeigen sie den wahren charakter.

schuld sind immer die öffentliche hand nicht ich selber in unserer ich-ag
jeder

ama2deus
00
21.12.2010, 11:53
nicht flexibel

ich empfehle ihnen einen anruf oder eine mail an statistik austria - bitte lassen sie sich die bevölkerungsentwicklung des gebietes zusenden, und sie werden sehen, dass ein großer teil der bevölkerung nach wien und graz abgewandert ist.

natürlich, viele der abgewanderten sind irgendwann zurückgekehrt, aber es gibt wenig personen unter 35, die nicht zumindest 1-2 jahre in großstädten gelebt hätten, und nicht nur wegen dem besuch einer hochschule, sondern auch um im supermarkt regale zu bestücken!

soviel zum thema "flexibel"

selbst ausgesucht kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. wann werden babies gefragt , wo sie in die welt gesetzt werden möchten?

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