Pisa-Ergebnis

Österreichs Schüler haben keinen Bock auf Lesen

L. Aigner, M.-T. Egyed , 7. Dezember 2010, 11:00
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    foto: dpa/weigel

    Die einzelnen Schulen prägen die Leistungen der Schüler und Schülerinnen eklatant, ebenso wie die soziale Herkunft.

  • Pisa-Mustertest aus den vergangenen Jahren.

  • Informationsbroschüre zum Pisa-Test

  • Pisa-Beispiele 2009

Fast ein Drittel der 15- und 16-Jährigen kann nicht sinnerfassend lesen - Hohe Chancenungleichheit prägt Österreichs Schulen

Die Pisa-Studie hat einmal mehr gezeigt, dass Schüler in Österreich Schwierigkeiten beim Lesen haben. 28 Prozent der 15- und 16-jährigen Österreicher können nicht sinnerfassend lesen, unter den Burschen sind es 35 Prozent. Österreich erreicht nur 470 Punkte und ist damit nur auf Platz 31 von 34 OECD-Ländern, der Durchschnitt liegt bei 493 Punkten. 2006 erreichten wir noch 490 Punkte. Bei der Mathematik und den Naturwissenschaften sieht es etwas besser aus, aber auch hier liegt Österreich bestenfalls im Mittelfeld. Unterrichtsministerin Claudia Schmied nannte die Ergebnisse am Montag-Abend "niederschmetternd". Sie hat bei der Präsentation der Studie einen Zehn-Punkte-Reformplan vorgestellt.

Mathematik und Naturwissenschaft

In Mathematik erzielte Österreich 496 Punkte, 2006 waren es noch 505. Damit liegen wir auf Platz 24 aller Teilnehmerländer. In den Naturwissenschaften stehen wir bei 494 Punkten, 2006 waren es noch 511. Damit liegt Österreich auf Rang 30. Vergleicht man Österreichs Ergebnisse mit den anderen teilnehmenden Ländern, so sind diese in der Mathematik leicht über dem Durchschnitt, bei Naturwissenschaften genau durchschnittlich. 2006 lag man in den beiden Bereichen noch deutlich über dem OECD-Durchschnitt.

Mit 15 Prozent "besorgniserregend" hoch ist laut Günter Haider, Direktor des für die Österreich-Tests zuständigen Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie), auch der Anteil an Schülern, die in allen drei PISA-Kompetenzbereichen (Lesen, Mathe und Naturwissenschaften) Risikoschüler sind. "Da hat die Schule in allen grundlegenden Kulturtechniken die Mindeststandards nicht vermittelt", so Haider zur APA.  Insgesamt hat mehr als ein Drittel der Schüler, nämlich 34 Prozent, in Österreich in zumindest einem Kompetenzbereich massive Defizite.

Die Schwäche der österreichischen Schüler beim Lesen kann auch mit dem fehlenden Lesevergnügen begründet werden. Mindestens 45 Prozent gaben an, dass sie überhaupt kein Vergnügen beim Lesen empfinden, bei den Burschen liegt der Wert der Leseverweigerer überhaupt bei 61 Prozent. Gerade dieses führt aber zu besseren Leistungen.

Schwäche beim Reflektieren und Bewerten

Das schlechte Lese-Ergebnis bedeutet nicht, dass Österreichs Schüler gar nicht lesen können. Bei der Pisa-Studie werden verschiedene Lesekompetenzen überprüft. Es gibt hier die Kategorien Suchen und Extrahieren, Kombinieren und Interpretieren, Reflektieren und Bewerten, Lesen von kontinuierlichen und Lesen von nichtkontinuierlichen Texten - das sind beispielsweise Grafiken wie U-Bahn Pläne. Vor allem beim Reflektieren und Bewerten tun sich Österreichs Schüler schwer. Hier erreichen sie nur 463 Punkte, während der Durchschnitt bei 494 Punkten liegt. Die Schüler aus Shanghai, das kein OECD-Land ist, aber eine Partnervolkswirtschaft ist, kommen in dieser Kategorie sogar auf 557 Punkte.

Asiaten holen auf

Überhaupt konnten diesmal eindeutig die asiatischen Staaten die besten Leistungen erbringen. Beachtet man alle teilnehmenden Länder und nicht nur die OECD-Staaten, dann haben es Shanghai, Korea, Hongkong und Singapur in die Top fünf der Tabelle geschafft. Finnland ist das einzige europäische Land, das hier auf Platz zwei zu finden ist. "Für wohlhabende OECD-Länder ist es damit nicht mehr selbstverständlich, dass ihre Schulsysteme die besseren sind", heißt es dazu in der Presseaussendung der OECD.

Deutschland atmet auf

Die leistungsstärksten OECD-Länder sind Südkorea (539 Punkte) und Finnland (536 Punkte). Niederlande, Belgien, Norwegen, Estland, Schweiz, Polen, Island und Liechtenstein liegen über dem Durchschnitt. Auch Deutschland kann in diesem Jahr aufatmen, mit 497 haben sie den Durchschnitt knapp aber doch überschritten. Das Schlusslicht und damit leistungsschwächste OECD-Land ist Mexiko, mit 425 Punkten. 114 Punkte liegen zwischen dem leistungsstärksten und dem leistungsschwächsten OECD-Land. In Schuljahren ausgedrückt beträgt die Differenz zwei Jahre.

Die Kategorisierung der Lesekompetenz bei der Pisa-Studie erfolgt in Stufen: Als Basisniveau gilt Kompetenzstufe Zwei. Damit sind jene Lesefähigkeiten gemeint, die Schüler brauchen, um effektiv und produktiv am Leben teilzuhaben. Menschen ohne diese Fähigkeiten haben Schwierigkeiten grundlegende Informationen zu lokalisieren. Ein niedriges Leistungsniveau stellt in allen OECD-Ländern eine große Herausforderung dar. In 18 Ländern - darunter auch Österreich - war Kompetenzstufe zwei die höchste Stufe, die von den meisten Schülern erreicht wurde.

Chancengleichheit steigt mit Gesamtschule

Aus der Pisa-Studie kann man laut OECD auch herauslesen, dass "je früher die erste Aufteilung auf die jeweiligen Zweige erfolgt, desto größer sind bei den 15-jährigen die Leistungsunterschiede nach sozioökonomischem Hintergrund - ohne dass deswegen die Gesamtleistung steigen würde". Gesamtschulen stellen demnach eine höhere Chancengleichheit her. Ablesen lässt sich dies recht gut an einigen Indikatoren. Die Leistungsunterschiede zwischen schlechten und guten Schülern - die sogenannte Varianz - ist in Österreich besonders groß.

Der Prozentsatz der Varianz, die durch den sozioökonomischen Hintergrund der Schüler erklärt werden kann, liegt bei 17 Prozent. Finnland, wo die Schüler wesentlich später als in Österreich getrennt werden, erreicht hier nur acht Prozent. Sozioökomisch besonders schlecht gestellte Schüler erreichen in Österreich beim Lesen um 102 Punkte weniger als sozioökonomisch besonders gut gestellte. Das entspricht ungefähr der Leistung von zwei Schuljahren. Wir liegen damit signifikant über dem OECD-Schnitt (89 Punkte).

Aufstieg ist in Österreich besonders schwer

Vor allem Migranten und Schüler aus sozioökonomisch schlechter gestellten Familien erbringen in Österreich laut Pisa-Studie schwache Leistungen. Nur fünf Prozent der Schüler gelten darin als "resilient", was bedeutet, dass sie trotz schlechten Voraussetzungen gute Leistungen erbringen. Korea, das beim Lesen und in Mathematik im OECD-Vergleich die höchste Punktezahl erreichte, hat 14 Prozent resiliente Schüler, acht Prozent sind OECD-Schnitt. Österreich wird deshalb eine "geringe Qualität oder Chancengleichheit" attestiert. 

Auch die Schulen prägen die Leistungen maßgeblich. So beträgt der Unterschied zwischen zwei Schülern, die in einer Schule in günstigem oder ungünstigem Umfeld unterrichtet werden, bis zu mehr als hundert Pisa-Punkten.

OECD warnt

Beim Vergleich der Ergebnisse der letzten Pisa-Studie aus dem Jahr 2006 muss man laut OECD beachten, das während der Durchführung des Tests ÖVP-nahe Schülervertreter zu einem Boykott aufgerufen hatten. Es wurden zwar nur knapp über zweihundert Testbögen nicht ausgefüllt und deshalb aussortiert. Ein Sprecher der OECD meint aber gegenüber derStandard.at, dass durch den Boykott die Stimmung für den Test schlechter geworden sein könnte und dadurch die Motivation der Schüler sank und die Leistungen deshalb schlechter wurden. Das Bifie-Institut schloss eine Einfluss des Boykotts auf die Daten bei der Präsentation der Ergebnisse erneut aus. (Lisa Aigner und Marie-Theres Egyed, derStandard.at, 7.12.2010)

Links:

Grafiken zur Pisa-Studie

Nachlese mit Postings: Österreich stützt bei Leseleistung dramatisch ab

Wissen:

Die Pisa-Studie wird in Österreich seit 2000 durchgeführt. Weltweit wurden rund 470.000 15-jährige Schüler und Schülerinnen gestestet. Es nehmen 34 OECD-Staaten und 31 Partnerländer und -volkswirtschaften teil. Die Studie wird alle drei Jahre durchgeführt. Abgefragt wird das Wissen aus den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen. Der Schwerpunkt liegt jedes Mal auf einem anderen Fach, 2009 war es das Lesen. In Österreich wurden 6590 zufällig ausgewählte Schüler und Schülerinnen des Jahrgangs 1993 aus rund 280 Schulen getestet.

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Toby Smith
01
8.12.2010, 12:27
Ich verstehe das Problem nicht!

Würden alle Länder schlecht abschneiden, dann wäre es durchaus ein Problem einen Lösungsweg zu finden.

Es gibt aber Spitzenreiter und in diesen Ländern unterscheidet sich das Schulsystem oh Wunder von dem Unsrigen!

Und oh wunder die Gesammtschule ist eine jener Rahmenbedingungen welche in all den Spitzenreiterländern schon lange Fuß gefasst hat.

Wenn es jetzt also hier noch immer Menschen gibt die gegen Fortschritt wettern, dann habe ich dafür absolut kein Verständnis, denn selbst ein wenig gefordertes Hirn sollte den Gedanken: "Ich bin Platz 30, was machst Platz 1 besser als ich?" schaffen!!!!!

superhansnr1
00
8.12.2010, 12:13
der ganz normale lauf der dinge

es kommt wie es kommt.
schaut euch Idiocracy (film) an und bereitet euch vor.
ich habe schon gatorade-aktien gekauft!

ELEKTROLYTE!!

morgensterns engel
00
8.12.2010, 22:19
yeah...

ich schließe mich Ihnen am Besten an. Wenn der Kampf um die Ressource Wasser beginnt haben wir dann immernoch etwas zum umsteigen. xD

input2011
00
8.12.2010, 12:03
Lesefreude wecken!

Schon Kaiser Franz Josef hat nicht viel davon gehalten, dass sein Sohn Erzherzog Rudolf gerne liest und hat ihm stattdessen lieber anderweitige Unterhaltungen verschafft - mit den bekannten Folgen für das 20. Jahrhundert (nachzulesen bei Brigitte Hamann, Kronprinz Rudolf).

Hier zu Lande hat scheinbar eine gewisse Geistfeindlichkeit noch immer Tradition. Das sieht man auch an der gegenwärtigen Uni-/Bildungsdebatte, in der die Geisteswissenschaften gegen die Übermacht der Natur- und Wirtschaftswissenschaften oft keine Chance hat.

Der Hl. Abschieber
00
8.12.2010, 20:48
die Uebermacht der Naturwissenschaften

Wir leben wohl nicht im selben Oesterreich.

Spart die Straches ein!
00
8.12.2010, 09:48
Das ist die ganze Wahrheit!

Was hier am Ende der Lehrer und Buchautor sagt.
http://tvthek.orf.at/programs/... eseproblem

Franz Schwingenschrot
00
8.12.2010, 07:20
Abschreckendes Beispiel

Edmund Stoiber hat es auch zu etwas gebracht. Genau, aber zu was? Bayrischer Ministerpräsident der CSU, dessen Reden selbst die Bayern erst nach mehreren Maß Bier ertragen konnten. Das sollte man eigentlich als abschreckendes Beispiel für die Kids nennen. "Willst du einmal so enden wie der Stoiber?"
http://gedaunknsplitta.blog.de

unbequem
20
8.12.2010, 06:12
Verkannt...

Österreichs Schüler haben keinen Bock auf Pisa!
Warum sollen sich die Kinder als Werkzeug für politische Wettbewerbe und Vergleichsprofilierungsneurosen hergeben?
Die schüler und Eltern sollten PISA noch viel mehr unterlaufen und behindern, zumal ein Kind und sein Wissen keine Statistik ist und auch kein Mittel zum Zweck.

marie berg
00
8.12.2010, 09:54
sind sie lehrer?

die kommen in ihrem posting nicht vor.

unbequem
00
8.12.2010, 11:05
Die Fähigkeit Wissen zu vermitteln, beweist Können!

Die Lehrer sind in meinem Schulbegriff miteingeschlossen! Die Schule scheitert ja mit den Lehrern beim Vermitteln von Wissen..dort liegt die Verantwortung, denn Kinder werden ja nicht klüger geboren sondern nur dümmer unterrichtet.
Nicht Wissensanhäufung sollte das Ziel sein sonder das Beherschen des Gelernten also das Können!
Das gilt auch bei Akademikern. Die Wirtschaft braucht keine Lernakrobaten sondern Könner..leider hat auch Lernfähigkeit nichts mit Intelligenz zu tun. (siehe Regierung alles Akademiker und null Leistung). Die Unterrichsministerin ist ehemalige gescheiterte Bankmanagerin..lachhaft ...

marie berg
00
8.12.2010, 11:22
wenn ich mir

die pisatest aufgabenstellungen so anseh, dann geht es um verknüpftes denken und zusammenhänge erkennen. warum sollten die eltern und schüler den pisatest "unterlaufen"? sind sie lehrer?

unbequem
00
8.12.2010, 13:09
Unterlaufen...

Ich bin kein Lehrer aber es gehört auch den Kindern mitgeteilt ,dass selbst der Staat nicht berechtigt ist unbezahlter Weise von seinen Bürgern Leistungen zu verlangen! Pisa dient zwar zur Orientierung der Bildungspolitik aber genauowenig wie ein Abgeordneter gratis im Parlament seine Arbeit tut, genausowenig sollte ein Kind vom Staat für seine Statistik ausgebeutet werden dürfen! Wenn der Staat was wissen will dann kann er Antworten gegen Bezahlung erwarten...Frohndienste gibt es schon lange nichtmehr! Ein internat. Vergleich mit anderen Ländern liegt nicht im Interesse der Kinder oder deren Eltern!
Diese Mängel gab es schon zu meiner Schulzeit dazu brauchte es nicht PISA!

marie berg
00
8.12.2010, 13:46
ehm,

die kinder werden nicht vom staat ausgebeutet, wenn sie den pisatest machen. wie's im moment aussieht, werden die kinder eher um ihr recht auf bildung, unabhängig von ihrer herkunft, betrogen.

unbequem
00
8.12.2010, 14:05
Nur Kosten kein Nutzen, das beweist die Geschichte von Pisa in Österreich

Ich sehe den Pisatest nicht zur Schulpflicht gehörig und daher ist es eine Sonderleistung die erbracht wird und daher zu bezahlen ist!
Ein Gesetz dass zur Teilnahme verpflichtet würde ich als sittenwidrig bezeichnen.
Wenn ein Unternehmen eine Marktanalyse und Standortbetimmung in Auftrag gibt so hat sie das selbst zu bezahlen. Das geht auch nicht ohne Gegenleistung oder arbeitet das BIFIE etwa gratis nein sicher nicht es kostet nur (warum Schüler gratis ??) und wie es bewiesen ist bringt es nichts außer ,dass das BIFIE Honorar an den schulen fehlt und die Teststunden der Lehrzeit abgehen. Das zahlt alles der Steuerzahler obwohl es keiner will außer die Politiker.

marie berg
10
8.12.2010, 14:38
von wem

werden ihre kinder für's schule gehen BEZAHLT? 2 stunden pisatest alle paar jahre gehen also in der lehrzeit ab? das ist aber lustig. fragen sie mal ihre kinder, wann ihre lehrer nach dem läuten die klasse betreten. ja, ich halte es für wichtig bei pisa mitzumachen, das ist keine "sonderleistung" sondern ein absolutes MUSS.

unbequem
00
8.12.2010, 17:34
Das Prinzip wird verletzt falsches Vorbild

Hier geht es um das Prinzip egal wielange sie in Anspruch genommen werden in die Schule zu gehen ist Pflicht Pisatest nicht so einfach ist das. Ich halte Pisa weder für wichtig noch für opertun. Sonder ausschließlich für eine Profilierungsneurose einiger Möchtegernpädagogen die scheinbar in der Praxis gescheitert sind und sich nun in der "Wissenschaft" verwirklichen wollen!
Aber jeder Proband wird bezahlt daher haben Pisaprobanden auch bezahlt zu werden.
So wie Pisa gemacht wird werden auch die Kinder falsches gelehrt, nämlich dass der staat alles gratis vom Bürger haben kann...nur so ist es nicht...man muß nicht jeden Hut grüßen nur weil man es gerne hätte!

marie berg
00
8.12.2010, 21:06
uiui

"in die schule gehen" ist nicht pflicht. in österreich herrscht nur unterrichtspflicht - es steht ihnen frei ihre kinder selber zu unterrichten. woher sie die weisheit nehmen, dass kindern, nur weil sie am pisatest teilnehmen gerlehrt wird, dass der staat alles gratis haben kann, ist für mich nicht nachvollziehbar.

skip it
00
8.12.2010, 07:23
à propos "verkannt":...

...wie waer's, wenn sie es einmal mit der 3. dimension versuchten?

ich probier's einmal mit vielleicht auch ihnen verstaendlichen worten: betrachten sie PISA einfach als bestandsaufnahme. diese ergibt, dass in wesentlichen grundlegenden wissensbereichen der oest. schueler eklatante maengel aufweist.

das wiederum zeigt, dass andere wesentlich besser sind. diese besseren werden in nicht so ferner zukunft die wirtschaft, kunst, wissenschaft und forschung ihrer jeweiligen laender schneller und profunder weiter-entfalten.

womit dieses land NOCH weiter zurueckfaellt und die vertrottelte gesellschaft sich mit freuden einem kuehnen braunen gruesser in die arme wirft, weil er ihnen einredet, sie tun ueberhaupt net teppert sein.

geht's?

unbequem
00
8.12.2010, 10:58
Bildungsgesellschaft..

der Haken ist ,dass wir eine Bildungsgesellschaft haben wollen aber keine Könnergemeinschaft.
Ich halte Bildung unumstritten für wichtig,für weniger wichtig halte ich aber was als Bildungsnotwendigkeit festgelegt wird respektive wie diese Bildung vermittelt wird!
ZB: Lesen von Bücjern...ist wichtig aber weniger durch lesen im buch denn das Lesens des Buches via EDV. Papier schön und gut aber es ist veraltert. Rechnen ja wichtig aber am PC und nicht am Rechenschieber .
Vorallem die Lehrenden sollten mehr auf Didaktik geschult werden. Ein Lehrer der das Gelernte nicht vermitteln kann, ist schädlich nichtnur unnütz!
Vertrottel lassen uns die unzeitgemäßen Lehrpläne ohne Zeitgeist! Pisa in USA das wäre ein Ergebnis...

rasheedj
00
7.12.2010, 23:56
edmund stoiber

hat in seinem ganzen leben noch keinen vollständigen satz herausgebracht und hat es auch zu etwas gebracht. da dürften probleme beim lesen wohl auch kein problem sein

skip it
00
8.12.2010, 07:24
stoiber und gehrer als beispiele?...

...was treiben denn sie eigentlich so im leben?

android.freak
00
7.12.2010, 21:54

Ich bin 6 Jahre in Australien in die Schule gagenen (laut PISA um etliches besser) und habe dann in Österreich Maturiert. Man schaue sich einmal die wöchentlichen Hausaufgaben an, die wir bekommen haben.

8. Schulstufe (4.Gym): z.B. http://www.mathsmate.net/Pictures/... s/8pad.jpg

Dann vergleiche man das mit den Pisa-Mathe Fragen. Siehe da: sie sind sehr ähnlich aufgabaut.

In Österreich geht es mehr um ein Verständnis von Mathematik und ein selbstständiges lösen von komlexeren aufgaben, nicht immer mit den gleichen Lösungswegen.

Ein ausführlicher bericht dazu wäre wünschenswert :D

Weitere Beispiele: http://www.mathsmate.net/WebPages/... lueAus.htm

Ro_bert
00
8.12.2010, 13:07

Meine Erfahrung in Mathe-Nachhilfe geben war die gegenteilige:
Jeder noch so kleine Zwischenschritt musste immer wieder aufgeschrieben werden. Jeder Versuch schneller das Ziel zu erreichen barg den Verdacht geschummelt/abgeschrieben zu haben.

m rams
00
14.12.2010, 02:01
Was haben Sie gegen Zwischenschritte?

Jeder, der beruflich irgendwas rechnen muss, ist dazu angehalten Zwischenschritte zu dokumentieren und die Berechnungen nachvollziehbar zu gestalten. Und wo sollten zukünftige Techniker, Buchhalter, ... selbiges Lernen, wenn nicht in der Schule?
Ein Schüler, der es schafft (erfolgreich) größere Sprünge in der Berechnung zu machen, hat es nicht nötig Nachhilfe in Anspruch zu nehmen. Allen anderen ist es jedoch dringend zu empfehlen - als Nachhilfelehrer sollten Sie ja eigentlich wissen warum.

Ro_bert
00
16.12.2010, 12:31

Ich bin kein Lehrer sondern Elektrotechniker und rechne auch im Job oefters. Mehr als das Ergebnis hat die Kolllegen noch nie interessiert.
Dokumentieren tut man sicher nicht durch umstaendliches arbeiten, sondern durch das gezielte Einfuegen von Kommentaren.
Darum gings dem besagten Lehrer auch gar nicht, sondern um mangelndes Vertrauen und eine nach unten orientierte Erwartungshaltung.

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