Mehr Informationen über Geldgeber und Ausbildung gefordert
Nakuru/Kenia - Ein ranghoher UN-Mitarbeiter hat die
angekündigte Schaffung einer Einsatztruppe gegen Piraten in Somalia
vorsichtig begrüßt. Es sei eine gute Sache, dass die halbautonome
Region Puntland eine solche Truppe ausbilde, sagte der Direktor der
Anti-Piraterie-Initiative des UN-Büros für Verbrechensbekämpfung,
Alan Cole, am Sonntag in Kenia. Es sei jedoch noch zu wenig über die
Geldgeber, die angewendeten Gesetze, die Auswahl der Einsatzkräfte
und die Befehlskette bekannt.
Das US-Außenministerium erklärte, die Identität des Geldgebers,
bei dem es sich nach Recherchen der Nachrichtenagentur AP um ein
muslimisches Land handeln soll, und dessen Ziele seien unklar. Eine
Sprecherin des Verteidigungsministeriums äußerte die Befürchtung, mit
der Truppe könne möglicherweise das UN-Waffenembargo gegen Somalia
gebrochen werden. Die USA haben erklärt, sie finanzierten das Projekt
nicht. Das Geberland hat allerdings zwei Amerikaner, einen ehemaligen
Botschafter und einen früheren CIA-Mitarbeiter, engagiert, um die
Regierung zu beraten. (APA/dapd)