Musikindustrie finanziert angeblich Sabotagesoftware

7. Mai 2003, 09:07
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Programme sollen BenutzerInnen von Online-Tauschbörsen bestrafen und Songs von der Festplatte löschen

Laut einem Bericht der New York Times geht die Musikindustrie mittlerweile mehr und mehr vom rechtlichen Kampf gegen Online-Tauschbörsen zu einem ganz praktischen gegen die BenutzerInnen über. So sollen mehrere der größeren Konzerne die Entwicklung von Software unterstützen, die den Tausch durch Sabotage der AnwenderInnenrechner unterbindet, die Zeitung beruft sich dabei auf Firmeninsider und einen der Programmierer der entsprechenden Tools.

Beschwerden

Konkret in Entwicklung befinden sich demnach mehrere unterschiedliche Produkte, die Bandbreite geht dabei von "Freezern", die den Rechner temporär unbenutzbar machen, bis zu Spionen, die Copyright geschütztes Material automatisch von der Platte löschen. Auch das Abtrennen der Internet-Verbindung ist als eine der Maßnahmen geplant.

Unsicherheit

Ob diese Tools allerdings jemals wirklich zum Einsatz kommen, ist fraglich, wären diese doch nach der derzeitigen Gesetzeslage sowohl in Europa als auch in den USA illegal. Möglich wäre natürlich eine weiter Verschärfung der bestehenden Gesetze, wie es schon mehrmals in der Vergangenheit auf Druck von Musik- und Filmindustrie passiert ist. Möglich ist natürlich auch, dass der Einsatz der Software gar nicht geplant ist, sondern bereits die Androhung verunsichern und abschrecken soll. (red)

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