Weltasthmatag

6. Mai 2003, 11:43
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Fünf Prozent der Weltbevölkerung sind betroffen - die Krankheit hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten vervierfacht

Großhansdorf - Das chronische Atemleiden Asthma hat in den vergangenen zwanzig Jahren stark zugenommen. Die Häufigkeit der Krankheit habe sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten vervierfacht, berichtete die "Global Initiative for Asthma" (GINA) anlässlich des Weltasthmatags an diesem Dienstag

Schätzungen zufolge litten heute bereits rund fünf Prozent der Weltbevölkerung an der anfallartig auftretenden Atemnot. Das hätten Untersuchungen in mehr als achtzig Ländern gezeigt. Demnach seien etwa dreihundert Millionen Menschen von Asthma betroffen, das unbehandelt zu akuter und in manchen Fällen lebensbedrohlicher Atemnot führen kann.

Industrieländer stärker betroffen

Eine Zunahme der Asthmahäufigkeit sei vorwiegend in den industrialisierten Regionen der Erde zu beobachten. Die Ursache hierfür sei vermutlich in der fehlenden Auseinandersetzung mit Reizen der natürlichen Umwelt zu suchen. So litten auf Bauernhöfen lebende Kinder seltener an allergischen Erkrankungen, zu denen auch Asthma zählt.

Patienten könnten bei frühzeitiger Diagnose und Therapie ein nahezu beschwerdefreies Leben führen. Der Weltasthmatag wird seit 1998 von GINA veranstaltet, einer internationalen Initiative von Lungenspezialisten, der Weltgesundheitsorganisation WHO und den US-amerikanischen National Institutes of Health. (APA/dpa)

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    foto: obs/mundipharma gmbh
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