Wohnbauförderung per Internet

5. Mai 2003, 12:33
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Burgenland bietet als erstes Bundesland Anträge und Abfragen "per Mouseclick" - E-Government soll Wege sparen und für mehr Transparenz sorgen

Eisenstadt - Ihre Wohnbauförderung können burgenländische Häuslbauer künftig via Internet beantragen: Als erstes Bundesland bietet das Burgenland dabei die papierlose Antragstellung mittels "elektronischem Akt" an, erklärte Landeshauptmann Hans Niessl (S) heute, Montag, bei der Präsentation des Projektes in Eisenstadt. Neben dem Wegfall von Post- und Amtswegen soll sich für Benutzer auch die Transparenz erhöhen: Förderwerber können sich praktisch rund um die Uhr via E-Mail oder SMS über den aktuellen Stand ihres Ansuchens erkundigen.

Wer einen Antrag auf Wohnbauförderung stellen will, kann dies künftig per Computer mit Internet-Anschluss unter www.e-government.bgld.gv.at tun. Außerdem können Anträge in den Gemeindeämtern, die seit Mai 2000 zur Gänze an ein eigenes EDV-Netzwerk angeschlossen sind, gestellt werden. Außerdem sind Ansuchen auch wie bisher in Papierform über den Postweg möglich. Bereits via Internet angeboten wird der papierlose Akt bei der Genehmigung von Betriebsanlagen.

Aktenberge und Suche nach Daten fällt weg

Mit der Einführung des neuen Systems sollen Aktenberge und die aufwändige Suche nach Daten wegfallen, so der Leiter der Stabsstelle EDV im Amt der Landesregierung, Hofrat Franz Tschögl. Die Daten werden elektronisch gespeichert und sind jederzeit abrufbar: "Es läuft nicht mehr das Papier und die Akten, es laufen die Daten."

Wer sich als Förderwerber in eigener Sache über den Stand der Dinge informieren will, kann dies künftig per SMS oder E-Mail tun. Die Kosten für die Einführung des papierlosen Aktes in der Wohnbauförderung lagen bei rund 70.000 Euro, so Tschögl. Dabei konnte man zum Teil bereits auf die bestehende EDV-Organisation aufbauen.

Im Vorjahr wurden im Burgenland mehr als 6.700 Wohneinheiten gefördert und rund 108 Mio. Euro an Fördermitteln bewilligt, so LH Niessl. Mit der Ermöglichung der elektronischen Antragstellung nehme das Burgenland österreichweit eine Vorreiterrolle ein, erklärte Niessl.(APA)

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    foto: montage
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