FWF fördert neue Forschungsschwerpunkte

4. Dezember 2010, 18:16
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Spezialforschungsbereiche und Doktoratskollegs bedacht

Wien - Der Wissenschaftsfonds FWF hat 25 Millionen Euro für neue Forschungsschwerpunkte genehmigt. Damit werden gleichsam in der "Königsklasse" der FWF-Bewilligung fünf neue Doktoratskollegs, vier Spezialforschungsbereiche (SFB) und ein Nationales Forschungsnetzwerk (NFN) eingerichtet. Mit Fördersummen zwischen 1,2 und 4,3 Millionen und einer Laufzeit von maximal acht bis zwölf Jahren wird damit der Aufbau von Top-Forschungsteams ermöglicht, die sich großteils aus Doktoranden und Postdocs zusammensetzen.

SFB bilden nach internationalem Maßstab leistungsstarke Forschungsverbünde an Unis. Sie werden mit durchschnittlich 900.000 Euro gefördert. Unter den Sprechern der neu genehmigten SFB finden sich gleich zwei ehemalige Wittgenstein-Preisträger: der Mittelalter-Forscher Walter Pohl von der Uni Wien (mit dem Projekt "Visions of Community: Comparative Approaches to Ethnicity, Region and Empire") und und die Molekularbiologin Renee Schroeder von der Uni Wien ("RNA-REG, RNA regulation of the transcriptome"). Die weiteren SFB gehen an die Uni Innsbruck (Jörg Striessnig: "Cell signaling in chronic CNS disorders") und die Technische Universität (TU) Wien (Günther Rupprechter: "Functional oxide surfaces and interfaces").

NFN sind landesweite Forschungsnetzwerke zur fächerübergreifenden Bearbeitung größerer Forschungsvorhaben, die mit rund 600.000 Euro pro Jahr dotiert sind. Bewilligt wurde nun ein NFN zum Thema "RiSE: Rigorous systems engineering" mit dem Zentrum an der TU Graz (Sprecher: Roderick Bloem).

Neue Doktoratskollegs

Doktoratskollegs sind Ausbildungszentren für den hoch qualifizierten akademischen Nachwuchs. Dabei schließen sich fünf bis 20 hochkarätige Wissenschafter zusammen, um in organisierter Form Doktoranden auszubilden. Je zwei neue derartige Doktoratskollegs werden an der Uni Wien ("Molecular drug targets" unter der Leitung von Steffen Hering und "Cognition and communication", Leitung: Thomas Bugnyar) und der Uni Salzburg ("Imaging the mind: consciousness, higher mental and social processes", Leitung: Josef Perner, und "Geographic information science. Integrating interdisciplinary concepts and methods", Leitung: Thomas Blaschke) eingerichtet. Zudem bekommt die Wirtschaftsuniversität (WU) Wien ein Doktoratskolleg für "International business taxation" (Leitung: Michael Lang).

Zudem hat der FWF in der zweiten Ausschreibungsrunde sieben Projekte im "Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste" (PEEK) bewilligt. Ziel dieses Programms ist die Förderung von Forschung, bei der die künstlerische Praxis eine zentrale Rolle spielt. Die nun ausgewählten Projekte erhalten in Summe 1,73 Millionen Euro. (APA)

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