Martin Prinz: "Warum ist uns die Generationenlüge nie aufgefallen?"

3. Dezember 2010, 17:08
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    Über den Autor:
    Martin Prinz, geb. 1973 in Wien, ist ein österreichischer Schriftsteller. Prinz studierte Theaterwissenschaft und Germanistik. 2000 war er Stipendiat des Berliner Kultursenats im Literarischen Colloquium und bekam im gleichen Jahr den Anerkennungspreis für Literatur des Landes Niederösterreich. 2002 erhielt er die Autorenprämie des österreichischen Bundeskanzleramtes und den Förderungspreis für Literatur der Stadt Wien. Sein Roman "Der Räuber"  über den österreichischen Bankräuber Johann Kastenberger bildete die Vorlage für den 2010 erschienenen gleichnamigen Film "Der Räuber" . Zuletzt erschien von ihm das Buch "Über die Alpen. Von Triest nach Monaco. Zu Fuß durch eine verschwindende Landschaft"  (Jung und Jung, München 2010), basierend auf einem Alpenblog, den Prinz regelmäßig auf derstandard.at publizierte.

Ich lese, dass der Staat 2009 für Pensionszahlungen mehr Geld als für Schulen und Universitäten ausgegeben hat

Wie viele Jahre es noch bis zur Pension sind, frage ich mich als Schriftsteller allerdings nicht.

Einmal ganz abgesehen vom Tod - was frage ich mich, wenn ich an das Altwerden denke? Oder, denn das ist manchmal leichter, was frage ich mich nicht? Wie viele Jahre es noch bis zur Pension sind, frage ich mich als Schriftsteller zum Beispiel nicht. Vermutlich stellte ich mir eine solche Frage zuletzt als Jugendlicher, und das mit Schrecken, angesichts damals unweigerlich in Sichtweite gekommener Bildungs- und Ausbildungsentscheidungen und ihrer wohl oder übel bestehenden Verbindung zur irgendwann beginnenden Lohnarbeit. Als Schriftsteller hingegen bleiben mir Fragen nach der Pensionierung hoffentlich lange erspart. Dürfte ich mir etwas wünschen, bis zum Tod.

Gleichzeitig lese ich, dass der Staat 2009 für Pensionszahlungen mehr Geld als für Schulen und Universitäten ausgegeben hat. Oder begreife nur langsam und schwer, dass es mittlerweile einen eigenen Pensionistenpreisindex (PIPH) als Basis für die jährlichen Verhandlungen zur Pensionsanpassung gibt. Ein Index, der im Gegensatz zu jenem für alle anderen Lohn- und Tarifverhandlungen geltenden Verbraucherpreisindex Jahr für Jahr eine um 0,2 bis 0,4 Prozent höhere Inflation feststellt, und damit offensichtlich eine Verhandlungsgrundlage für höhere Abschlüsse. Für andere Bevölkerungsgruppen, selbst wenn es für sie durchaus höhere Berechtigung gäbe, wie Bernd Marin in einer Standard-Kolumne über den PIPH meinte, existiert kein einziger eigener Index. Weder ein Armen-Index noch einer für Alleinerziehende, ebenso wenig einer für Mehrkindfamilien - und das ist nur der Beginn einer Liste.

Doch wird eben keine Bevölkerungsgruppe von einer ähnlich mächtigen Lobby wie jener der 1,85 Millionen Pensionisten vertreten. Am allerwenigsten ihre Kinder- und Enkelgeneration. Die "Endverbraucher" , wie Rüdiger Safransky unsere rund um 1970 geborene Generation nennt, die nicht einmal mehr genug Kinder bekommen, um noch in Generationsketten zu denken. Damit ist uns, auch abseits unserer offenkundigen Unfähigkeit zu gesellschaftspolitischem Auftreten, abseits von NGOs und anderer Special-Interest-Groups, das moralische Recht auf Protest und Anklage verdächtig schnell abgeschnitten. Gerade wenn es um Generationenfragen und Verantwortung geht. Und damit nicht zuletzt um die Frage, warum uns die längste Zeit nicht aufgefallen ist, welcher Generationen-Lüge wir aufsitzen.

Die Lüge, von der ich hier schreibe, ist nicht zuletzt eine Kindheitsgeschichte. Keine, die ich meinen Eltern persönlich vorwerfen dürfte. Denn gingen sie in den 70er-Jahren als Mittzwanziger mit uns Kindern durch die Geschäfte, konnte ihnen doch die Verwunderung, was es hier alles zu kaufen gebe, verstärkt noch durch die ständigen Wunschaugen der Kinder, gar nichts anderes als die Feststellung abringen, wie gut es uns gehe, und vor allem um wie viel besser als ihnen.

Dass sich anhand des Geburtenknicks schon in den Siebzigern hätte ablesen lassen können, was auf die gerade zur Welt gebrachte Generation alles zukommen sollte, lässt sich angesichts der als unmöglich einzulösenden moralischen Bringschuld der "Es-geht-Euch-doch-um-so-viel-besser" -Sätze heute nur als gesellschaftlicher Vorwurf äußern.

Eine Anklage, die jedoch kaum auftaucht, da sie viel zu tief in uns als etwas sitzt, das wir unseren Kinderwünschen in den Süßigkeiten- oder Spielzeugabteilungen gegenüber zwar als erstickend oder ungerecht empfunden hatten, doch in seiner Bedeutung für unser eigenes Erwachsenenleben die längste Zeit nicht durchschauten. Vielmehr sind wir in einiger Hinsicht bis heute das Kind, das von seiner Banane abbeißt und dabei nicht versteht, was die oft gehörte Tatsache, dass seine Eltern in dem Alter Bananen gar nicht kannten, ihm für sein Leben und diesen Bissen Banane sagen soll.

Ihr Zombies! Wir Zombies!

Viel Zeit ist auf diese Weise stumm vergangen. Bereits in den 90er-Jahren hätte uns klar sein müssen, wie die vermeintlich privilegierte Lage unserer Generation aussah. Befristete Anstellungen, vorübergehende Projekte, unbezahlte Praktika, Tagelöhnerei, Minijobs, neue Selbstständigkeit oder von Shareholder-Values anstatt tatsächlicher Bilanzen bestimmte Arbeitsplätze: Ganz gleich, ob in der Generation Prekariat, als Arbeiter oder als Lehrlinge, wie deutlich sich unser Berufsleben von den geradlinigen Erwerbsbiografien unserer Eltern unterscheidet, füllt längst Bücher, gesellschaftspolitischer Antrieb ist es für uns jedoch keiner.

Stattdessen verschluckt das seit der frühen Kindheit geläufige "Es-geht-euch-viel-zu-gut" bis heute den Blick auf gesellschaftliche Verhältnisse, verkleistert das Politische mit Privatem und sorgt gerade dort für Vereinzelung, wo jeder Protest, jede Anklage und jede Erinnerung gesellschaftlich verankert sein müsste.

Es geht uns tatsächlich gut

Es geht uns tatsächlich gut. Im Vergleich - immer noch. Vielleicht nicht viel zu gut, aber weiterhin gut. Und diese längst in Fleisch und Blut übergegangene Selbstbeschwichtigung lähmt, macht blicklos, blind und einsam, sobald es uns hinter dem Es-geht-uns-gut einmal doch nicht gutgeht. Dann blicken wir bestenfalls auf uns selbst, suchen Therapie, Analyse, Selbsterfahrung oder Esoterik und gelangen aus unseren gehegten Vorgärten des Psychischen längst nur mehr zur Selbstdarstellung hinaus ins Soziale, wie Facebook es als drastisch genauer Gesellschaftsspiegel uns vor den Benutzeroberflächen unserer Bildschirme in aller Vereinzelung zeigt.

Wie aber sollen wir wissen, wie es uns wirklich geht, wenn uns die gemeinsamen Erfahrungen fehlen, selbst solche des Widerstands, da eine uns seit der Kindheit aufgepfropfte Doktrin bis heute dafür sorgt, dass jeglicher Protest gegen allzu unverschämte Pensionserhöhungen oder Frühpensionsregelungen für unsere Elterngeneration verschämt und schnell zurückgezogen wird, sobald auch nur Echos der früheren Moralpredigten auftauchen, was sie und unsere Großeltern alles durchgemacht hätten, um das Land wieder aufzubauen.

Tatsächlich, es ist nicht zu leugnen, die beiden Generationen haben "alles" wieder aufgebaut. Irgendwann am Ende meiner Kindheit waren in Lilienfeld auch die letzten Häuser mit Einschusslöchern frisch verputzt, in den Wäldern kaum noch Handgranaten zu finden, während selbst die kleinste Ortschaft im Tal bald mindestens einen neonbeleuchteten Supermarkt auf einer der Kuhwiesen am Ortsrand stehen hatte.

So gut kann es natürlich nicht jedem auf der Welt gehen. Das haben wir gelernt, also beschweren wir uns nicht, sondern spenden, auch das haben wir gelernt, und sind immer richtig erschüttert, wenn wir sehen, wie es "anderen" geht. Damit wir nicht vergessen, zufrieden zu sein. Und das sind wir. Im richtigen Moment erschüttert, im richtigen zufrieden.

Da kann man nichts machen

Dass die Schutzzölle und Preisstützungen unserer Staaten den Hunger der anderen mitverursachen, ist leider eine "politische Sache" . Da kann man nichts machen. Vor allem, wenn einen der Blick auf die anderen doch zufrieden machen soll.

Unsere anderen, die Generation, die uns aufzog, sorgt vor den Augen unserer Selbstzufriedenheit derweil umso reger dafür, dass es in unserem Land bald eine Bevölkerungsmehrheit der Pensionierten geben wird. Und auch darin ist es ein Bild der Kindheit, das nun meinen Blick prägt. Die Erinnerung an jene graumelierten "Jugendlichen" aus der "Bio-Lecithin-Werbung" und ihre scheinbar unverwüstlich frisch in die alten Gesichter gegerbte Jugendlichkeit. Zombies. Selbst wenn ich damals noch gar kein Wort dafür hatte. Denn damals als Kind waren sie für mich noch an der Grenze zur Lächerlichkeit.

Heute sind sie Normalität. Mit Nordic-Walking-Stöcken oder Mountain-Bikes, auf Abenteuer- oder Bildungsreisen, im Wellness-Spa, Golfclub, Fitnesscenter oder den höchsten Bergen. Und wir, die wir ihnen nicht nur diesen Spaß bezahlen, sondern vor allem ihre, mit Geld allein längst nicht mehr zu begleichende, Hinterlassenschaft eines nur mit blinder Ressourcenausbeutung möglichen Wirtschaftswachstumshybrids.

Und wir zahlen zu Recht, solange wir uns weiterhin selbst verwirklichen, anstatt gemeinsam gegen eine Wirklichkeit anzutreten, in der wir nicht nur unseren topfitten Zombies ihr langes Leben im Ausgedinge finanzieren, sondern unsere vereinzelten Kinder zum Bruch des Generationenvertrags geradezu zwingen, da wir die biochemischen oder gar gentechnischen Möglichkeiten in Sachen Antiaging erst richtig ausreizen werden. (Martin Prinz / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 4./5.12.2010)

 

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Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 87
1 2 3
Goellner Ghostwriting
00
18.12.2010, 17:25

Es ist erfreulich zu lesen, dass dieses Thema endlich aufgegriffen wird.

manfred666
00
10.12.2010, 20:31
haust du meinen zombie...

der "generationenvertrag" war seit jeher eine selbsttäuschung (auf dem papier: viel junge, gut ausgebildete zahlen für relativ wenig alte).
das hätte man alles auch kürzer sagen können - ohne zombies.
nebenbei: es gibt auch kulturbetriebsabzocker oder -zombies wie eben m.p.

Rauscher, der Hundefreund
12
9.12.2010, 18:52
Trotz hohem literarischem Niveau nichts anderes

... als Gehirnwichserei. Wehleidigkeit vom Feinsten!
Abgesehen von den privilegierten Beamtenpensionen, könnte ja Herr Prinz auch all jene Firmen attackieren, welche sich elegant um die obligaten SV-Abgaben schleichen. Um in seinem Pauschalismus zu bleiben: die Unternehmerzombies! Dieser Elan des Jammerns lässt mich um Österreich nicht fürchten.

el ka
22
9.12.2010, 16:25

dem guten herrn prinz ist es offensichtlich noch nicht aufgefallen, dass nicht-in-pension-geschickte menschen arbeitsplätze innehaben, die berufsneulinge gern hätten... die tatsache, dass es hohe arbeitslosigkeit gibt, belegt, dass nicht genug arbeitsplätze für alle da sind

jetzt frag ich mal einfach nach gesundem menschenverstand: wer wird besser arbeiten: junge motivierte oder ältere/alte, die schon genug haben...

das hinaufsetzen der pensionsgrenze bewirkt nur alte arbeitslose und armut im alter... ein aufhetzen einer generation gegen die andere...

dem ist der herr schriftsteller aber sauber auf den leim gegangen!

mbli
01
9.12.2010, 08:57
ist es wirklich nötig, alte menschen als zombies zu bezeichnen?

springflower
15
6.12.2010, 12:50
Dass die Pensionen insgesamt so viel Geld verschlingen,

überdeckt die himmelschreiende Tatsache, dass 2/3 dieser Zahlungen an ca. 10 % der Pensioninsten ausgezahlt werden. Privilegierte Beamte in Frühpension kosten den Staat Milliarden, während der österreichische Durchschnitts ASVG-Pensionist kanpp am oder über dem Existenzminimum liegt!

Neoliberaler
01
7.12.2010, 09:34
Beispiel: Nettopension eines Exbeamtenhaushalts

Beamter (2000 mit 58 in Pension): 3000 €/Monat
Witwenpension (für ihn): 1000 €/Monat
Neue Lebensgefährtin: 2000 €/Monat (mit 55 in Pension!)
________________________________________________
Nettosumme für diesen Haushalt: 6000 €/Monat

Anmerkung: Der Alleinerzieherabsetzbetrag ist gleich weg, wenn man in einer neuen Lebenspartnerschaft lebt, nicht aber die Witwe(r/n)pension!!!

teuerzahler
22
6.12.2010, 06:59
da gab es einen bundeskanzler,

der hat in den 90-ern einen brief an alle pensionisten geschrieben und versprochen, dass die pensionen 'sicher' seien. dabei hat er wohl an seine eigene pension gedacht.

tja, die 'macht' der pensionisten wird noch steigen. mehr stimmen, mehr geld. so einfach kann die welt sein.

schulden? kratzen unsere doch nicht. nach uns die schuldenflut.

monkey makes the world go round
43
5.12.2010, 21:12
ein ausgezeichneter Text!

Man wünschte sich, diesen Text würden jene, die viel zu viel das Sagen haben in unseren Gesellschaften, - lesen und zumindest mal darüber nachdenken!

Fast Rock
23
5.12.2010, 18:44

Die seit einigen Monaten laufende mediale Ablenkungskampagne gegen "die Pensionisten" muss ungeheuer erfolgreich sein, wenn sich jetzt sogar ein Schriftsteller am offenbar dringend notwendigen Aufbau eines Feindbildes für den Gebrauch bei künftigen sozialen Unruhen aktiv beteiligt.
Dabei hatte ich die Hoffnung, dass wenigstens Künstler ein wenig weiter denken statt nur - wenn auch in schöner Prosa - Vorgekautes nachzuplappern.
Aber Hoffnungen dieser Art waren schon beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs trügerisch, oder früher noch beim Aufstieg Napoleons.
Nichts Neues unter der Sonne...

Neoliberaler
20
5.12.2010, 22:16
Hacklerregelung: Mehrkosten für die Periode 2009-2013 von 1,51 Mrd €

Siehe http://derstandard.at/126585196... erregelung

Neoliberaler
30
5.12.2010, 22:02
1 Jahr später in Pension gehen bringt 300 Mio. €!!!

Neoliberaler
10
5.12.2010, 21:52
Weder die Politik der Gewerkschaften oder der Regierung kann Arbeitsplätze erhalten oder sogar schaffen. Wenn die Staatsausgaben auf nicht-inflationäre Weise finanziert werden, also entweder durch Besteuerung der Bürger oder durch Kredite,

vernichten sie auf der einen Seite so viele Arbeitsplätze wie sie auf der anderen Seite schaffen. Wenn sie durch Inflation finanziert werden, also entweder durch Gelddrucken oder durch Anleihen bei Geschäftsbanken, verringern sie die Arbeitslosigkeit nur dann, wenn die Geldlöhne hinter den Warenpreisen zurückbleiben, also wenn und insoweit die realen Lohnsätze sinken. Der einzige Weg zur Reallohnerhöhung ist die Anhäufung neuen Kapitals und die Verbesserung technischer Produktionsweisen, die das neue Kapital hervorruft. Die wahren Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind gleich.

monkey makes the world go round
21
5.12.2010, 21:19

Wo steht hier auch nur ein hetzerisches Wort gegen die Bevölkerungsgruppe "PensionistInnen" ?

ValieImport
12
6.12.2010, 13:54

"Unsere anderen, die Generation, die uns aufzog, sorgt vor den Augen unserer Selbstzufriedenheit derweil umso reger dafür, dass es in unserem Land bald eine Bevölkerungsmehrheit der Pensionierten geben wird. "
"...solange wir uns weiterhin selbst verwirklichen, anstatt gemeinsam gegen eine Wirklichkeit anzutreten, in der wir nicht nur unseren topfitten Zombies ihr langes Leben im Ausgedinge finanzieren"
"...ihnen nicht nur diesen Spaß bezahlen, sondern vor allem ihre, mit Geld allein längst nicht mehr zu begleichende, Hinterlassenschaft eines nur mit blinder Ressourcenausbeutung möglichen Wirtschaftswachstumshybrids"
subtil, subtil subtil you understand?

super1
00
9.12.2010, 13:42
Valie Import

ist doch das GEgenteil von Valie Export, richtig?

ValieImport
00
12.12.2010, 22:24

VALIE EXPORT ist VALIE EXPORT. (Zur Info:Sie hat ihren Künstler-Namen mit der Zigarettenmarke kreiert, besteht auf Großschreibung.)
ValieImport ist ValieImport. Valerie importiert:)
Und PowerUserIn???Hoffentlich kein Gegenteil von irgendwas, sondern sie selbst, wie ich und VALIE EXPORT und viele andere auch....

Wyle E. Koyote
13
5.12.2010, 16:07
verstehe

ist wahrscheinlich die Angst um sein nächstes "Stipendium" "Förderpreis" usw.

Btw Ausgedinge:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ausgedinge

wohnrecht und wenns gut aufgelegt sind ein Taschengeld und ein Ofenloch das erwartet einem also im Alter wenns nach ihm geht...

teuerzahler
30
6.12.2010, 07:00
wie der schelm denkt, so ist er!

du hast dich soeben geoutet.

KommR Günther ROHRBÖCK
11
5.12.2010, 15:41
Ich kann dem teilweise zustimmen, aber ....

wann beginnt die Regierung mit den Reformen? Nicht nur im Pensionsbereich, wo die "Hacklerregelung" eigentlich sofort auslaufen müsste, sondern auch in der Verwaltung. 3 bis 4 Regionen (statt Bundesländer) mit Bezirkshauptmannschaften für Bürgernähe genügen. Gleichzeitig könnten alle Legislativkörper stark verkleinert werden. Viel Geld könnte gespart werden und die Jugend hätte bessere Zukunftsaussichten. Das zu beginnen, wäre schon ein Meilenstein. Aber wir alle wissen, dass dazu die Politiker viel zu feige sind.

Helmut Schiestl
02
5.12.2010, 18:05
Arbeitsplätze

Schon mal dran gedacht, dass die immer wieder bei den diversen Reformdiskussionen ins Treffen geführten Reduktionen diverser Ämter und Behörden auch Arbeitsplätze kosten, die in der Privatwirtschaft wahrscheinlich nicht so schnell und wirksam ersetzt werden können. Aber es klingt halt immer gut, irgend eine BH oder ein Amt in XY..dorf zuzusperren, nicht wissend dass da oft auch eine ganze Infrastruktur dranhängt, Kleingewerbe, Gastronomie etc. etc.

teuerzahler
20
6.12.2010, 07:04
die vielen unnötigen, künstlich geschaffenen

'arbeitsplätze' im öffentlichen dienst, sind nur kostenfaktoren, bringen nix! unproduktive beschäftigungstherapie aus steuergeld finanziert. es ist dasselbe wie gleich ams-geld beziehen und spazieren gehen. die vielen überflüssigen verwaltungsebenen schaffen keinen mehrwert, erbringen keine effektive leistung, weder informationsgewinn noch irgendein produktives ergebnis.

daher ist die rede von 'arbeitsplätzen' beim öfftl. dienst, der so überdimensioniert und aufgeblasen ist wie unser pepi pröll, reiner selbstbetrug!

Neoliberaler
21
5.12.2010, 21:45
Es ist eine Illusion zu glauben, daß Staatsausgaben Arbeitsplätze schaffen

Weder die Politik der Gewerkschaften oder der Regierung kann Arbeitsplätze erhalten oder sogar schaffen. Wenn die Staatsausgaben auf nicht-inflationäre Weise finanziert werden, also entweder durch Besteuerung der Bürger oder durch Kredite, vernichten sie auf der einen Seite so viele Arbeitsplätze wie sie auf der anderen Seite schaffen. Wenn sie durch Inflation finanziert werden, also entweder durch Gelddrucken oder durch Anleihen bei Geschäftsbanken, verringern sie die Arbeitslosigkeit nur dann, wenn die Geldlöhne hinter den Warenpreisen zurückbleiben, also Reallohnkürzung. Der einzige Weg zur Reallohnerhöhung ist die Anhäufung neuen Kapitals und die Verbesserung technischer Produktionsweisen, die das neue Kapital hervorruft.

dave66
13
5.12.2010, 13:44
Plädoyer für Einheitspension, das sofort!!

Ne Einheitspension von ca. 1000-1100 € (netto) wäre nicht nur das gerechteste sondern auch das vernünftigste System.

Mit einem Schlag wären die schandhaften Minipensionen beseitigt, womit viele, vor allem Frauen, ihr Dasein fristen müssen. Der Staat würde sich die teueren Zuschüsse für die Beamten sparen, der Faktor Arbeit wäre auch entlastet, da man nur für diese Basis Abzüge zu entrichten hätte. Na, und den Gutverdienern würde es ohnehin frei stehen, ihr Geld nach eigener Fasson zu veranlagen. Dieses System sollte natürlich für alle gelten, auch für die Politiker.

Liese sich sofort einführen. Einfache Mathematik, wo für die Alten es kaum ne Veränderung gäbe, je jünger, desto mehr ginge es in Richtung Einheitspension.

Neoliberaler
12
5.12.2010, 13:07
Die Nachkriegsgeneration kann das nicht ernst nehmen, denn sonst müsste sie sich was schämen

- Sie haben sich in das gemachte Nest der vor 1930 Geborenen gesetzt und verbreiten die Lüge vom Wiederaufbau.
- Arbeiten ist ihre Sache nicht, da geht man lieber bei bester Gesundheit in Frühstpension (Post, ÖBB)
- Sie entnehmen dem Pensionssystem weit mehr als sie je eingezahlt haben.
- Während sie die vor 1930 Geborenen, die deutlich länger gearbeitet haben, mit Minipensionen abgespeist haben, haben sie sich selbst die Pensionsprivilegien wie die Hacklerpension zugeschanzt.
- Sie haben aus egoistischen Gründen das Pensionssystem zum Kollabieren gebracht, da sie zu wenige Kinder in die Welt gesetzt haben. Die heutigen Jungen in ihren prekären Angestelltenverhältnissen können sich leider keine mehr leisten.

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