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"Die Overachiever schauen sich um"

3. Dezember 2010, 17:00
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    Günther Tengel: "Personalmarkt gibt mehr her, als nachgefragt wird."

Firmen seien noch immer mit sich selbst beschäftigt, zwei Drittel der Kraft sei in defensiven Strukturen konzentriert, es fehle der "switch" von defensiv auf offensiv, kritisiert Personalberater Günther Tengel

 

Die große Bewegung sei noch nicht sichtbar, aber die Outperformer, die Overachiever, die Leistungsträger schauen sich jetzt Zug um Zug nach Neuem um, sagt Günther Tengel, Österreich-Chef von Amrop Jenewein. "Wir bekommen seit ein paar Monaten immer mehr Anfragen von genau diesen begehrten Professionals."

Zukunfts- und Gestaltungswille

Anzubieten hat er aber nicht immer das, was sie wollen. Nämlich raus aus den harten Themen im Hier und Jetzt, raus aus den mittlerweile schon monatlich statt "nur" quartalsweise umgeschriebenen Forecasts, raus aus den ständig defensiven Vorgaben - somit hinein in Märkte, in Zukunftsthemen, hinein in ein Umfeld mit Zukunfts- und Gestaltungswillen.

Genau diesem attestiert Tengel eklatanten Mangel: Zwei Drittel der Kräfte in Unternehmen seien in defensiven Themen gebunden. Kostenschrubben, Restrukturieren, Verflachen der Hierarchien - allesamt Themen, die auch den Personalverantwortlichen aus den vergangenen zwei Jahren bestens bekannt sind. Tengel zum Ergebnis: "Das hat auch eine große Zahl an frustrierten Leistungsträgern gebracht, um die sich niemand gekümmert hat, die auch jetzt noch keine Perspektiven sehen." Dass viele Unternehmen noch immer in diesen harten Gegenwartsthemen quasi gefangen seien, zeigten auch die gesuchten Profile, so Tengel - deren enge Ausgestaltung er nicht müde wird zu kritisieren: Controlling, Finance, Logistik, Supply-Chain-Management und IT seien die auch derzeit gesuchten Fachexpertisen - Profile in Marktthemen seien noch viel zu wenig gefragt.

Flammender Appell

Tengel appelliert: "Gerade jetzt würde der Personalmarkt viel mehr Alternativen bieten, als aktuell nachgefragt werden." Allerdings bedürfe es dazu sehr erfahrener Human-Resources-Manager mit Standing im Unternehmen, die zu enge Profile öffnen können. Sonst bleibe es bei einer engen Spirale, die ein "aus der Spur-treten" nicht fördert.

Auch er sieht in drei Haupt-handlungsfeldern die Schlüssel für Zukunftsfähigkeit von Unternehmen: "Junge müssen schneller in den Arbeitsprozess integriert werden - wir haben sonst eine top-ausgebildete junge Generation, die sich frustriert abwendet. Wir brauchen tatsächliches Generationen-Management, denn der Kampf um Talente wird sich zunehmend verschärfen. Und: Wir brauchen mehr Frauen im Management, wir müssen Vielfalt fördern und managen." (Karin Bauer, DER STANDARD, Printausgabe, 4./5.12.2010)

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21 Postings
Posten Sie mich bloß nicht an!
00
8.12.2010, 18:35

Wauzi, der Herr Overachiever ist ein echter Forecaster, der hat den Switch raus.

Ain't got no how watchamacallit
10
7.12.2010, 20:34

frage an die p.t. forumsleser: wo in- oder ausserhalb der medizin (in ö zum k*****n bzw gähnen) kann ein overachiever tätig sein?

aber jetzt
00
7.12.2010, 18:31

super, wieder ein neues wort fürs bullshit bingo: overachiever!

suppa krocha
01
6.12.2010, 09:41
"Allerdings bedürfe es dazu sehr erfahrener Human-Resources-Manager mit Standing im Unternehmen, die zu enge Profile öffnen können"

Muß man mal übersetzen, was das heisst:

Das Angebot des Personalberaters Tengel ist zu klein, um die speziellen Anforderungen seiner Auftraggeber erfüllen zu können.
Deshalb sind jetzt "HR Manager mit Standing" gefragt, die auch noch die letztn Dodln für ihn reindrücken.

Oha.

Knochenmann
00
6.12.2010, 04:58

...was ist mit den archivement whores?

Management Quatscher
00
6.12.2010, 00:57

keine Frage, das Gesülze bedeutet irgendwas.
Aber was ?

Wir müssen Vielfalt managen.

Ich müssen jetzt ins Betti.

Knochenmann
01
6.12.2010, 04:55

Wenn nicht mal Sie wissen was das bedeuten soll, dann weiß es niemand.

Spirogyra
00
4.12.2010, 17:44
"die Outperformer, die Overachiever, die Leistungsträger schauen sich jetzt Zug um Zug nach Neuem um"

Kleines Detail: freiwillig?

(°)(°)
00
4.12.2010, 12:10
Übersetzung:

Wir Personalberater könnten viel mehr verdienen wenn sich die Firmen in unserem Sinn mehr bewegen würden.

blitzbirn
00
4.12.2010, 10:28
wem gingen die anglizismen der personalisten und unternehmensberater ab?

wahrscheinlich jenen, die solche fast esoterisch anmutenden darbietungen für die wärmung ihres selbstwerts heranziehen.

woody999
00
4.12.2010, 09:19
wow redet der gscheit daher

da kann man nun personalberater sein, wenn man das so gut kann

ggg

toms1978
00
4.12.2010, 09:14
Wieviel

hat der Personalberater für diese Werbung bezahlt? "Es bedarf erfahrener Human R. Manager" -> so wie der im Artikel erwähnte vermutlich oder? :)

(Qualität wo bist DU lieber Standard...)

Walter Tiefenthaler
01
4.12.2010, 02:49
die definitionen...

der outperformer setzt auf gutes netzwerken, damit seine uebertreibungen in den berichten nicht aufffallen, er macht uebrlicherweise aus einer muecke einen elefanten, der overachiever ist normalerweise unauffaellig, nutzt aber glueckhafte entwicklungen um dann die leistung einer ganzen abteilung als die seine darzustellen, der leistungstraeger ist eine dick auftragende quasselstrippe, die am fruehen nachmittag ins buero kommt um dann dem chef jede nacht ein email schreibt wie lang er im buero ist. bei keiner der drei gruppen koennen untergebene auf foerderung oder motivation hoffen. dementsprechend gehen zwei drittel aller unternehmenspleiten sind auf solche manager-plazebos zurueck.

C18H27NO3
06
3.12.2010, 23:50

ich liebe diese rubrik - so viel inhaltsleeren blabla findet man sonst nur selten wo. Das zeug hier wirkt in etwa wie 6 halbe bier. Bei manchen ist das anscheinend sogar schon ein dauerzustand - die schaffen es nämlich nichtmal mehr einen verständlichen satz in ihrer muttersprache zu formulieren.

Knochenmann
00
6.12.2010, 04:56

Weiß nicht... ich persönlich finde die Gesundheits Rubrik auf derStandard lustiger. Ist aber vermutlich Geschmackssache.

Franz Rosen
04
3.12.2010, 18:55
wenn die musi spielt

muss herr tengel & co tanzen um die seinen zu nähren.
daher ist es ihm recht wenn die musi sich regelmäßig ändert und das besetzungskarussell sich dreht und die manager reihum auf neue stühle gesetzt werden
viel netzwerk, wenig geistige forderung, aber gutes geld für die tengel's , wendtner's & co - die ja übrigens die skylinkflaschen als geeignet auserkoren hat.
aber nur nicht aufregen, dafür, dass man österreich 1918 als nicht überlebensfähig gehalten hat, hält dieses land ohnedies seitdem jede menge flaschen aus

01052004
14
3.12.2010, 18:20
"Outperformer, Overachiever"

sind das die dampfplauderer o.v (ohne verantwortungsbereich und -bewußtsein) ???

manchmal spricht denglisch eine mehr als deutliche sprache (wer derartige verbalinjurien verwendet hat wirklich massive probleme)...

got it, mr tengel - lovely...

evolution hunter
00
3.12.2010, 20:40

High Performer, Top Performer, Outperformer, Overachiever, etc.. ..der Jargon geistiger Nihilisten.

Es gab einmal eine Zeit, da machte man sich über die Anglizismen noch lustig.

Hier ein legendäres und witziges Beispiel (Franz Josef Strauß):

http://www.youtube.com/watch?v=uAbGUlJYLBA

super web checker
01
3.12.2010, 18:05
"der Kampf um Talente wird sich zunehmend verschärfen"

Das tägliche Abendgebet aller Personalisten.

Michael B
02
3.12.2010, 19:00
Das Reservoir an billigen Talenten aus irgendwelchen noch unentdeckten Entwicklungsländern

ist der heimliche Traum aller Personalisten.

Walter Tiefenthaler
00
4.12.2010, 02:51
als erstes nimmt man sich am besten...

...personalisten aus entwicklungslaendern. die koennen zwar auch nicht mehr, aber dafuer koennen sie woerter wie outperformer, overachiever und leistungstraeger wenigstens buchstabieren.

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