Wikileaks auch im Schweizer "Exil" blockiert

03. Dezember 2010 20:11

"Es werden alle technischen Register gezogen, um Wikileaks mundtot zu machen"

Das Katz- und Maus-Spiel um die Sperrung der Wikileaks-Website geht weiter: Eine amerikanische Internet-Firma hat am Freitag auch die Schweizer Website mit den Wikileaks-Dokumenten aus ihrer Datenbank gelöscht und damit den Zugang unmöglich gemacht. Zuvor hatte der Domain-Name-Provider EveryDNS auch schon wikileaks.org als Hauptadresse der Enthüllungsplattform entfernt.

wikileaks.ch war am Abend nicht mehr erreichbar

Die Adresse wikileaks.ch war am Abend nicht mehr erreichbar. Eine Online-Recherche (Nameserver-Lookup) ergab, dass der Nameserver diese Adresse nicht mehr kennt. Die Schweizer Piratenpartei hatte wikileaks.ch bereits vor mehreren Monaten angemeldet - bei der Firma EveryDNS, die ihren Sitz in den USA hat. Wikileaks hatte am Freitag über Twitter mitgeteilt, dass man nun in Schweiz "übersiedelt" sei.

Angriffe

EveryDNS begründete die Entscheidung zur Löschung von wikileaks.org mit "massiven" Hacker-Angriffen auf diese Adresse. Nach Angaben von Internet-Experten dürften solche "Denial-of-Service"- Attacken allerdings kein Grund sein, um eine Domain zu löschen.

Die Inhalte von Wikileaks sind allerdings nach wie vor unter anderen Adressen zu erreichen. Dazu gehören neben der direkten IP- Adresse 213.251.145.96 auch mehrere Web-Anbieter, die die Daten auf ihrem eigenen Server "spiegeln".

Die Betreiber von Wikileaks informieren via Twitter über den Stand der Dinge.

"Es werden alle technischen Register gezogen, um Wikileaks mundtot zu machen"

Die Piratenpartei Deutschlands brachte Wikileaks ebenfalls auf ihren Servern unter. "Es werden alle technischen Register gezogen, um Wikileaks mundtot zu machen", erklärte Wolfgang Dudda vom Vorstand der Partei.

Wikileaks-Gründer Assange ist nach eigenen Angaben Todesdrohungen ausgesetzt. Er treffe entsprechende Vorkehrungen, um sich zu schützen, soweit dies in der Auseinandersetzung mit einer Weltmacht möglich sei, erklärte Assange am Freitag auf der Internetseite des britischen "Guardian". Auch andere Mitarbeiter der Enthüllungsplattform hätten Todesdrohungen erhalten.

Neuer Haftbefehl

Assange wies Vorwürfe zurück, dass die Enthüllungen im Internet Dissidenten oder Informanten schaden könnten. "Nicht einmal das Pentagon" habe dafür bisher einen glaubwürdigen Beleg geliefert.

Assange wird in Schweden unter anderem der Vergewaltigung verdächtigt. Er hat die Vorwürfe bestritten. Nach einem Bericht der britischen Zeitung "Independent" hält er sich in Südostengland auf und gab der Polizei seine Kontaktdaten. Die schwedische Justiz musste am Freitag wegen Formfehlern einen neuen Haftbefehl an die Behörden in Großbritannien übermitteln.

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ragna
05.12.2010 15:53
was mich wundert..

.. jedes unternehmen dass hier und heute öffentlich für wikileaks eintreten würde (nehmen wir an google als neuer host für wikileaks) könnte so unendlich viele sympathiepunkte sammeln, wie es werbung nie machen könnte..

es halten sich alle noch betucht und wollen nicht farbe bekennen..

ich garantiere aber, unterstützt irgendein unternehmen öffentlich wikileaks, dann kaufe ich meine packerln dieses jahr dort..

Dagmar Rehak Wien
 
05.12.2010 19:57

bedeckt
betucht heißt reich

Dr. Seltsam
 
05.12.2010 11:38

Sollte man nicht eher die Leute suchen, die Assange und Mitarbeiter mit dem Tode bedrohen, als nach Assange wegen mehr als zweifelhafter Vorwürfe wegen Vergewaltigung geringeren Grades zu fahnden?

Lauras Liebling Waldo
04.12.2010 16:04
Und, wer steckt hinter den Vergewaltigungsvorwürfen?

Ein Ohneglied der "Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Schwedens".

Wer hat Euch verraten? Die Sozialdemokratie, Feind aller Werktätigen!

Dr. Seltsam
 
05.12.2010 11:36

Ist das nicht ein bisschen weit hergeholt, aus Vergewaltigungsvorwürfen von 2 Frauen in Schweden einen Vorwurf gegen die Sozialdemokratie zu zimmern?

estewe
04.12.2010 15:39
Wie bitte

"EveryDNS begründete die Entscheidung zur Löschung von wikileaks.org mit "massiven" Hacker-Angriffen auf diese Adresse."

Bin ja jetzt kein PC-Experte, aber jemand der einen Angriff auf die Website plant, lässt sich doch von einem gelöschten Domainname nicht abschrecken? Die IP-Adresse ist ja noch immer die gleiche.

Oder liege ich da falsch?

hilde peymann
04.12.2010 14:54

erleben wir gerade die offene diktatur ?

Animation
 
04.12.2010 20:54
was meinst du mit "GERADE"? die letzten jahre deines lebens ist dir nichts aufgefallen? - versuch mal in österreich auf ne staatskritische demonstration zu gehen und schau was die polizei mit dir aufführt...

es_gilt_die_Unschuldsvermutung
04.12.2010 15:30

offensichtlich!

werwolfi
04.12.2010 14:27

im moment (SA 4.12., 14:26) geht wikileaks.ch interessanterweise (wieder?)

ansonsten: alle den link mit der IP speichern/bookmarken der im artikel steht und bei bedarf verbreiten :o)

werwolfi
04.12.2010 14:25

"EveryDNS begründete die Entscheidung zur Löschung von wikileaks.org mit "massiven" Hacker-Angriffen auf diese Adresse."

verd*mmte schweinerei sowas.

wird die domain einer firma oder einer regierungsstelle etwa auch gelöscht, wenn es einen "hacker-angriff" (wohl am ehesten eine DOS-attacke) gegeben hat?

wohl eher nicht...

.MS.
04.12.2010 14:42

Nach EveryDNS-logik düfte die IFPI zum Beispiel schon längst keinen DNS-Eintrag mehr haben. - Die sind wegen dem Pirate Bay Prozess schließlich auch ständig DOS-Attacken ausgesetzt.

Eure Erlauchtheit
04.12.2010 13:55
Macht der Konsumenten

paypal u. ebay konten sind gelöscht,
amazon folgt am montag - geh ich halt wieder bei thalia u. co einkaufen.

f**k you sag ich nur :)

Borat S.
05.12.2010 02:11
Kann man übrigens auch per Internet

Sonstwer
04.12.2010 14:49
wieso ebay und paypal ?

von Amazon wusste ich,

aber spiele Ebay und Paypal auch eine Rolle dabei?

Eure Erlauchtheit
04.12.2010 14:57

Paypal hat das Konto der Wauland Stiftung (wauland.de), die Spenden für Wikileaks sammeln, dauerhaft gesperrt (http://bit.ly/f9loFW).

Paypal gehört Ebay.

Zermalmt die Niederträchtige!
04.12.2010 14:54

PayPal hat das (Spenden!-)-Konto von WikiLeaks gekündigt und ist eine Konzerntochter von ebay!

n.e.r.d.
04.12.2010 13:50
amazon abmelden

geht sehr einfach per telefon. auf der website auf 'hilfe' -> 'kontaktieren sie uns' -> 'telefon'. man wird dann von amazon sofort zurück gerufen und kann die löschung beantragen. WICHTIG: vorher den wunschzettel löschen sonst halten sie einen damit hin. anschrift, und die letzten 4 stellen der kontonummer bereit halten!

nachdem ich den grund der löschung genannt hab war ein paar sekunden pause :-D

kibi
04.12.2010 16:03
danke für den tipp!

war ganz schnell erledigt und ein gutes gefühl - in der tat! :-))

Schwedenbåmbe
 
04.12.2010 13:33

Also bei mir geht wikileaks.ch

element of crime
04.12.2010 13:49
Ja klar, bei mir auch

Weil du den DNS Eintrag *vor* der Löschung bezogen hast.

kidjo
04.12.2010 13:29
Doppelmoral

Die Amis weigern sich Seiten wie kreuz.net den Gar auszumachen und pochen auf die Meinungsfreiheit. Gleichzeitig werden aber alle Hebel in Bewegung gesetzt um eine Seite die den Amis unangenehm ist abzudrehen. Das ist doch ziemlich heuchlerisch...

Animation
 
04.12.2010 20:56
natürlich, nur die bösen amis, wir österreicher sind ja ganz brav, allerdings sind alle einen mm über der staatsgrenze gleich wieder GANZ andere menschen.............. deutsch, deutschere, deutscheste...

BioHorst Schlemmer
04.12.2010 13:29
nerdfan

Auch in Schweden ist der Gesetzesparagraf der Vergewaltigung weltfremd und
widerspricht jedem normalen Verständnis. Dort ist einvernehmlicher Sex
auch dann eine Vergewaltigung scheinbar, wenn kein Kondom benutzt wird,
eine strafbare Handlung des Mannes, die mit einem Minimum von zwei Jahren
bestraft wird. Klingt vÃllig lächerlich, aber diesem Vorwurf ist Julian
Assange ausgesetzt und er wird deshalb weltweit mit Haftbefehl gesucht.
In Schweden ist die Rechtslage so absurd, eine Frau kann nicht wirklich
sagen ob sie vergewaltigt wurde, sondern das bestimmt der Staatsanwalt.
Man muss nämlich Jura studiert haben um zu wissen ob man das Opfer einer
Vergewaltigung ist. Das ist jetzt kein Scherz.

seed
04.12.2010 13:18
cant win vs tcp/ip

wikileaks.nl

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