Vassilakous Verkehrspläne

Wiener SPÖ sieht noch Diskussionsbedarf

2. Dezember 2010, 14:34

Etwa bei Kernzonenausweitung und stadtweitem Parkpickerl - Skepsis und Ablehnung von FPÖ und ÖVP

Wien - Die Wiener SPÖ sieht hinsichtlich der angekündigten Verkehrspläne der grünen Neo-Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou in einigen Punkten "noch durchaus Diskussionsbedarf", wie SP-Gemeinderat Karlheinz Hora in einer Aussendung am Donnerstag wissen ließ. So bedeute etwa eine Überprüfung des VOR-Zonierungssystems nicht automatisch eine Ausweitung der Kernzone über die Stadtgrenze hinaus. Zudem sei eine wienweite Ausweitung des Parkpickerls "kein Bestandteil des Koalitionsabkommens".

Grundsätzlich seien jedoch Vassilakous Zielsetzungen im Verkehrsbereich zu begrüßen, fand Hora dennoch löbliche Töne. Diese würden "über weite Strecken" den Vereinbarungen im rot-grünen Regierungsübereinkommen entsprechen.

Ablehnung der Opposition

Mit Skepsis bis Ablehnung reagierte hingegen die Wiener Rathaus-Opposition. "SPÖ und Grüne wollen die S1 (Nordost-Umfahrung) offenbar sturmreif schießen", analysierte FP-Verkehrssprecher Anton Mahdalik. Zuerst hätten Infrastrukturministerin Doris Bures und "die rote Asfinag" den Baubeginn für das Tunnelvorhaben verschoben, "jetzt will die grüne Verkehrsstadträtin Vassilakou das beschlossene Projekt nachträglich einer Volksbefragung unterziehen", kritisierte Mahdalik.

Die ÖVP warf der Neo-Ressortchefin vor, den Autoverkehr gegen die Öffis auszuspielen. Das Auto als Auslaufmodell zu bezeichnen, sei mehr als naiv, stellte VP-Verkehrssprecher Wolfgang Gerstl fest. Zudem solle sich Vassilakou darum bemühen, dass die Öffis reibungslos funktionieren, anstatt sich auf eine Ausweitung des Parkpickerls auf ganz Wien zu versteifen. Eine Volksbefragung zum Lobautunnel sei "nicht notwendig und teuer", eine weitere Verzögerung beim Autobahnring bedeute wirtschaftlichen Schaden. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 30
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Andrea Eccolo
10
3.12.2010, 16:43

Parkpickerl für NÖ!
In Wien dafür abschaffen.

mr. kawumman
10
3.12.2010, 10:34

Bitte auch Parkpickerl im 21. Bezirk .

Dafür aber auch die Öffis teurer machen, wie schon seit Jahren. Und natürlich keine eigenen Strecken für den Bus, der soll gefälligst mit dem Rest vom Verkehr im Stau stecken.

Ihr Stadtpolitiker wollt ja auch einen Anteil an unseren Steuern, so wie der Bund

Lageos
12
2.12.2010, 21:47

"Das Auto als Auslaufmodell zu bezeichnen, sei mehr als naiv,..."
Genau das Gegenteil trifft zu wenn nicht mittelfristig auf Elektro-Autos umgestiegen werden kann.

iohui
32
2.12.2010, 18:23

was ist denn so schlecht an einer umfahrungsstrasse?

Erisian Liberation Front
00
3.12.2010, 10:39
Es ist keine Monorail

Gerhard Grabner
01
3.12.2010, 00:52
Schlecht daran ist...

..dass rund um die Umfahrungsstrasse immer mehr Super- und Baumärkte, Industrieunternehmen und sonstwas in die grüne Wiese ziehen, die fläche zersiedeln udn die Umfahrungsstarsse über kurz oder lang auch übergeht....

iohui
10
3.12.2010, 07:03

ist doch gut?
wir brauchen mehr arbeitsplätze und in der innenstadt sind die industriebetriebe nicht gerade willkommen, abgesehen davon, dass die dort ohnehin keinen platz finden.

wenn die wiener bevölkerung wachsen will und die wirtschaft wachsen will muss auch die fläche wachsen sonst wird es zu eng für uns alle.

znut78
00
10.12.2010, 12:40

das problem ist nur, dass nicht neue arbeitsplätze entstehen, sondern nur arbeitsplätze aus der innenstadt an den stadtrand verdrängt werden (siehe greißlersterben)
das führt dazu, dass die wege zur arbeit länger und die bevölkerungsdichte geringer wird, was wiederum den MIV gegenüber öffis bevorzugt. und MIV will immer neue straßen, womit wir wieder am anfang wären, ergo handelt es sich um einen (teufels-) kreis.

ob "teufel" oder nicht, hängt jetzt nur davon ab, was man vom bau von teueren straßen, die a priori NICHT notwendig für eine florierende wirtschaft sind, hält.

iohui
00
17.12.2010, 17:41

ist doch gut wenn arbeitsplätze am stadtrand entstehen.
dort werden sie offensichtlich gebraucht, weil dort viele menschen leben, und dann müssen die nicht mehr alle mit enormem zeit- und geldaufwand in die innenstadt pendeln und sich dafür auch noch beschimpfen lassen.

auch eine geringere bevölkerungsdichte ist gut,
sowohl in der tierhaltung als auch in der menschenhaltung,
aus gesundheitlichen und ethischen gründen,
auch wenn massenlegebatterien mit hochrationalisierter automatisierungstechnik natürlich wirtschaftlich wesentlich effizienter und profitabler sind. für die reiche elite.

graviton
34
2.12.2010, 20:33

Weil eine Umfahrungsstraße den Verkehr allenfalls kurz reduziert, nur damit dann auf beiden Routen zusammengenommen weit mehr Fahrzeuge als vorher unterwegs sind.

Gib dem Autoverkehr Platz und er wird ihn ausfüllen. Umgekehrt kann man ihm problemlos Platz wegnehmen und nach kurzer Zeit wird dort auch weniger los sein.

Gimli
45
2.12.2010, 21:45

Dann fragen Sie sich dch mal, wieso das so ist.
Weil Mobilität nämlich ein menschliches Grundbedürfnis ist. Und an Verkehr ist nicht schlechtes, wenn er sauber ist. Daher alle Kraft in noch sauberere Motoren oder am besten Elektroautos.
Aber Verkehr unisono zu verbieten (oder zu ruinieren), nur weil er individuell ist, ist steinzeitkommunistisch, asozial und unverantwortlich. Es zeigt aber, wie grüne Politiker offenbar denken - in Herden in Öffis. Die kann man dann irgendwo hinführen. Das letzte.

graviton
12
3.12.2010, 08:07

Mobilität ist ein künstlich geschaffenes Grundbedürfnis. Noch vor wenigen Jahrzehnten lebten und arbeiteten die Menschen in demselben Grätzel und kamen auch innerhalb der Stadt nur selten weiter herum als über ihre Bezirksgrenze. Und es ging auch.

rmax
11
3.12.2010, 09:43
vor wenigen jahrzenten

schiss man auch noch in plumsklos. ....und es ging auch.
hervorragende argumentation, nicht?

graviton
01
3.12.2010, 19:09

Im Unterschied zu Plumpsklos betrachte ich es eindeutig als Vorteil, nicht jeden Tag 1 Stunde zur Arbeit und wieder nach Hause fahren zu müssen, wie es so viele offenbar hier tun müssen oder glauben, es tun zu müssen, damit sie sich ihr Auto (zu)rechtfertigen ;-)

mr. kawumman
01
3.12.2010, 10:39

Heute gibts aber keine Argumentation mehr

Totale Ausbeutung der Erde für den "Individualverkehr"

Damit Idioten wie Du und ich auf einer nach außen abgesperrten Strasse das Gefühl von "Freiheit" haben.
Darfst mit dem Auto nur auf markierten Wegen fahren.

"Fortschrittdenken" ja ja ja sieht man eh seit 10 Jahren wohin das führt

Gimli
00
3.12.2010, 23:16

Die "Freiheit" ist nicht auf den "nach außen abgesperrten Strasse" (was immer das ist) zu finden, sondern in der Distanz-Verminderung von A nach B. Ausdehnung des erschliessbaren Gebietes. Sozial und natürlich auch Wirtschaftlich ein Vorteil. Eine erfolgreiche Volkswirtschaft ohne guten Individualverkehr gibt es nicht. In Ländern mit schwachen Volkswirtschaften finden Sie den Individualverkehr, der Ihnen und ihren grünen Freunden vorschwebt. Nur dass die dort trotzdem den 3-fachen Schadstoffausstoß haben.
UND wenn Sie glauben, dass wir im Land, das soundso schon Umweltstandard-Musterschüler ist noch den Verkehr vermindern müssen um den Ausstoß einer Kleinststadt in China zu kompensieren, schiessen sie sich bitte selbst ins Knie, nicht uns.

byron sully
13
2.12.2010, 19:37

weil ein naturschutzgebiet davon betroffen ist. sinnvoller wäre es, die a22 südwärts bis zum ölhafen zu verlängern und dann über die donau nach schwechat rüber. damit wäre eine lobauquerung hinfällig.

iohui
10
2.12.2010, 19:42

wieso ist die s1 nicht gleich so geplant und gebaut worden?

byron sully
10
2.12.2010, 19:47

das frag ich mich auch...

iohui
10
3.12.2010, 07:05

und inwiefern stört ein tunnel das naturschutzgebiet?

byron sully
01
3.12.2010, 15:43

also ich war zwar in der schule in biologie nicht besonders gut bzw. hab von geologie u.ä. eigentlich wenig ahnung, aber daß die natur auch unterhalb des bodens weitergeht, so viel wissen hab ich (offenbar im unterschied zu ihnen) schon noch.

iohui
00
9.12.2010, 00:40

aha. und weil du keine ahnung hast, hast du angst fragen zu stellen, oder meinst du einfach, das gehört sich nicht?

mr. kawumman
01
3.12.2010, 10:39

Das Naturschutzgebiet endet 1cm unterhalb des Meeresniveaus.

Oder was?

iohui
00
9.12.2010, 00:43

dieses endet mit sicherheit weit oberhalb des meeresspiegels.

EN ISO 9000
 
04
2.12.2010, 18:01

Noch vor einem Jahr forderte FPÖ-GR Mahdalik einen Baustopp für die Seestadt Aspern, bis die Autobahnanbindung ausfinanziert ist. Wer übernimmt nun die Finanzierung der Milliardenprojekte S1 und Spange Aspern? Die FPÖ?

http://www.vienna.at/news/wien... 0-04021522

Seltsam, 2004 sprach sich FPÖ-Planungssprecher Madejski gegen den Lobau-Tunnel aus. Hat die FPÖ nicht mehr zu bieten als den ehemaligen Profifußballer Mahdalik, der von Verkehrspolitik keine Ahnung hat?

http://www.fpoe-wien.at/index.php... 68bbb1cddd

Wenn eine ÖVP eine Lobauautobahn samt zusätzl. Autobahnen für wirtschaftlich hält, dann versteht sie nichts von Wirtschaft.

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