John Evers 1939-2010

2. Dezember 2010, 13:43
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    foto: standard / newald

    John Evers 2006

Der Wiener Jazz-Trompeter trat seit 1966 mit seinem "Blue Note"-Ensemble auf und war bis zuletzt auch als Radiomoderator aktiv

Wien - John Evers konnte sich Ehrenbürger der Jazz-Metropole New Orleans nennen und stand bis zuletzt auf der Bühne, im Tonstudio und hinter dem Radiomikrofon: Am 26. November starb der Wiener Trompeter und Radiomoderator überraschend im Alter von 71 Jahren, teilte sein Sohn am Donnerstag mit. Bis zuletzt zählte Evers zu den Größen der heimischen Jazzszene und trat weltweit mit seinen beiden Bands, den "Blue Note Six" und dem "John Evers Swingtett", auf. Seit 1999 moderierte er zudem regelmäßig die Ö1-Radiosendung "Jazztime mit John Evers".

Die Anfänge des vormals "Blue Note Seven"-Ensembles reichen bis ins Jahr 1966 zurück, zahlreiche Auftritte bei internationalen Jazzfestivals in Europa und den USA folgten. So waren sie die erste Wiener Jazzband, die Anfang der 80er im "Mutterland des Jazz" beim größten Dixielandfestival der Welt in Sacramento im US-Bundesstaat Kalifornien neben 86 anderen Bands auftraten. Im Laufe seiner Karriere arbeitete der 1939 geborene Evers mit Künstlern wie Jimmy Smith, Arvell Shaw und Benny Waters zusammen, arbeitete als Autor und nahm zahlreiche Alben auf, zuletzt die selbstproduzierte CD "John meets Horn".

Bereits zum siebenten Mal gastierte Evers mit "Blue Note Six" heuer bei der europäischen Ausgabe des Dixielandfestivals in Dresden, das 40-jähriges Jubiläum feierte. Auf ihrer Website huldigt die Festivalleitung "dem großgewachsenen, immer freundlichen Wiener mit dem markanten weißen Bart", den man stets nur mit seiner Trompete oder einer Videokamera in der Hand sah. "Es gab wohl kein Konzert, bei dem er nicht seinem großen Vorbild Louis Armstrong huldigte", heißt es auf der Seite weiter, "Armstrong-Stücke mit Hingabe blies und mit ebenso rauchiger Stimme sang. All das wird uns fehlen!"

In memoriam widmet ihm der Radiosender Ö1 am Samstag, den 4. Dezember, die "Jazznacht" ab 23.30 Uhr. (APA)

SandraRose1020
01
8.12.2010, 18:24
und WO

bleibt, bitte, auch ein tatsächlich wohlwollender Kommentar?- Mag sein, dass Johns Nische nicht die "unsrige" ward, aber DIE vermocht´ er stets smart & kompetent zu vermitteln. Was man hierzulande nicht von vielen Mitstreitern behaupten kann. Und, Preger, halten´s doch einfach mal den impertinenten Rand...nix für ungut, aber DERLEI muss hier nicht sein.

Die Grinsekatze hinterm Fliederbusch
119
6.12.2010, 21:06

man soll über tote nichts schlechtes sagen. na bitte sehr, soll mir recht sein. etwas wirklich gutes fällt mir zu john evers aber auch nicht ein.

Preger
81
2.12.2010, 16:57
Tja,

nicht nur John hatte einen weissen Bart. Auch seine Sendungen...

deja vu
00
6.12.2010, 22:39

Sparen Sie sich ihre dummen nichtssagenden Sprüche!

jexenflicker
05
2.12.2010, 15:55

in einer sendung erzählte evers folgenden witz: ein jazzfan und ein countryfan sitzen gemeinsam auf dem rücksitz eines taxis. plötzlich dreht sich der fahrer um - es ist der tod persönlich. "das auto wird jetzt gleich verunglücken und ihr beide sterben.", so der tod, "zuvor habt ihr aber noch einen wunsch frei." der countryfan überlegt kurz und meint: "ich würde gern noch einmal ring of fire von johnny cash hören." darauf der jazzfan: "lass mich zuerst sterben."

Lou Beireed
20
2.12.2010, 22:25

John war ein ganz Feiner. Sehr zurückhaltend und immer einen Witz auf den Lippen....
...."Sie wissen eh, wie man als Jazzmusiker zu 1 Million kommt: Man fängt mit 2 an....
Danke John!

Andreas Baader
02
11.12.2010, 09:41

Evers war weder ein Feiner noch zurückhaltend und seine Witzchen gingen zumeist auf Kosten Anderer

Der Große von Gegenüber
00
3.12.2010, 08:13

2 Jazzmusiker gehen an einer geöffneten Kneipe vorbei ...

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