Irland geht Betrugsverdacht bei Banken nach

2. Dezember 2010, 10:33

Dublin - In Irland gehen die Behörden Betrugsvorwürfen gegen Banken nach. Wie die Regierungspartei Fianna Fail erklärte, sollen die Geldhäuser irreführende Informationen verbreitet um, um das wahre Ausmaß ihrer Verluste zu kaschieren. Polizei und Finanz-Regulierungsbehörden seien in Kontakt mit der Behörde für Vermögensverwaltung. Namen von Instituten wurden jedoch nicht genannt.

Die Kosten für den angeschlagenen Bankensektor haben Irland zur Annahme milliardenschwerer Hilfen der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds gezwungen. (APA/Reuters)

Share if you care
3 Postings
Ich war ein Risiko-Manager für eine große mitteleuropäischen Bank in Irland

"Die Krankheit des keltischen Tigers" - Süddeutsche Zeitung - Archiv, 23.04.2010:

"Wie der Risikomanager eines europäischen Finanzkonzerns in Irland gegen die Misswirtschaft kämpfte und was das über die Probleme des Finanzplatzes Dublin sagt - Von Martin Hesse

München - Im Sommer 2007 hat Ronald K. den Glauben an die Seriosität der irischen Finanzwirtschaft verloren. Der Risikomanager eines europäischen Finanzkonzerns, der seinen richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, erlebte, wie lax seine Bank mit wichtigen Vorschriften umging."
http://archiv.sueddeutsche.apa.at/sueddz/index.php

Ich bin "Ronald K. ' aus dem Artikel oben!

Fortsetzung im nächsten Kommentar....

Ich war ein Risiko-Manager für eine große mitteleuropäischen Bank in Irland

Fortsetzung -

Der irische Finanzminister veröffentlichte eine Erklärung über diesen Skandal am vergangenen Donnerstag (25. November 2010). Ich wurde von der stellvertretenden Joan Burton gebeten, zu der Erklärung des Ministers Stellung zu nehmen. Ich habe beschlossen, dies öffentlich zu tun:
http://whistleblowerirl.blogspot.com

Ich bin überzeugt, dass dies von großem Interesse für die Deutsche Öffentlichkeit ist.

PS
Dieser Skandal wurde auch auf dem folgenden Blog diskutiert. Aus rechtlichen Gründen kann ich die Fakten in diesem Artikel weder bestätigen, noch dementieren:
http://golemxiv-credo.blogspot.com/2010/11/e... ithin.html

Man wird doch nicht etwa glauben dass Banken betrügen!

Ein schier unglaublicher Verdacht, da sind doch (fast!) nur Ehrenmänner am Werk!;-)

Ob die "Bangster" bei uns anders sind will ich gar nicht zur Diskussion stellen, es hat auch hier die Unschuldsvermutung zu gelten...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.