Lula: Cancun wird kein Ergebnis bringen

1. Dezember 2010, 20:54
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    foto: reuters/silva

    "Kein großer Staatschef geht dort hin, bestenfalls Umweltminister"

Scheidender Präsident Brasiliens: Treffen nicht hochrangig besetzt

Brasilia - Die UN-Klimakonferenz im mexikanischen Cancún wird nach Einschätzung des scheidenden brasilianischen Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva kein Ergebnis bringen. Das Treffen sei nicht hochrangig besetzt und werde daher "zu nichts führen", sagte Lula am Mittwoch in Brasilia. Seine Regierung verkündete Fortschritte beim Kampf gegen die Zerstörung des Regenwaldes im Amazonasgebiet.

"Kein großer Staatschef geht dort hin, bestenfalls Umweltminister", sagte Lula mit Blick auf die Teilnehmer der seit Montag tagenden Klimakonferenz. "Wir wissen nicht einmal, ob Außenminister hingehen. Also wird es keine Fortschritte geben." Lula selbst hatte vergangene Woche entschieden, nicht nach Cancun zu reisen.

Die Ankündigungen für den Kampf gegen die Entwaldung in Lateinamerika nannte Lula "nebulös". Beim UN-Klimagipfel in Kopenhagen im vergangenen Jahr habe er die wohlhabenden Staaten gebeten, die Kosten für die Bewahrung der Wälder zu tragen. Damit sei er aber auf Unwillen gestoßen. Brasilien werde aber an seinem Ziel festhalten, im Laufe des kommenden Jahrzehnts die Zerstörung des Regenwaldes im Amazonasgebiet um 80 Prozent zu reduzieren und seine Treibhausgasemissionen um 39 Prozent zu senken.

Wie die brasilianische Regierung am Mittwoch mitteilte, wurden zwischen August vergangenen und Juli diesen Jahres 6.451 Quadratkilometer des Regenwaldes zerstört. Dies seien 14 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum und der geringste Wert seit Beginn der Messungen. Allerdings lag die Entwaldung damit immer noch deutlich über dem Ziel der Regierung, sie auf 5.000 Quadratkilometer zu begrenzen.

"Dies ist die geringste Entwaldung in der Geschichte des Amazonas. Diese Zahlen sind phantastisch", sagte Brasiliens Umweltministerin Izabella Teixeira. Das Abholzen und Abbrennen des Regenwalds im Amazonasgebiet ist verantwortlich für 20 Prozent der globalen CO2-Emissionen. Damit ist Brasilien weltweit der viertgrößte Verursacher von Treibhausgasen. Bis zum Freitag kommender Woche verhandeln bei der UN-Klimakonferenz im mexikanischen Cancun Abgesandte aus mehr als 190 Staaten über Maßnahmen gegen den Klimawandel. (APA)

fliegendes Bettgestell
11
2.12.2010, 03:32
Natürlich wird Cancun kein Ergebnis bringen

Und das ist auch gut so.

Was nur wenige realisiert haben: wer "nein" zu fossilen Brennstoffen sagt, sagt "ja" zur Atomenergie.

Wind, Biomasse und Solarenergie tragen trotz massivster Förderung in Deutschland nur marginal zur Energieversorgung bei.

James Hansen, der wohl bekannteste und am häufigsten zitierte Klimaalarmist, ist ein Befürworter der Atomenergie.

Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass die Grünen- die ja aus der Anti-AKW-Bewegung hervorgegangen sind - sich als Steigbügelhalter der Atomindustrie erweisen.

Jürgen Rembremerding
10
1.12.2010, 21:50
wolf67
00
2.12.2010, 06:16

Oh mein Gott...

Jürgen Rembremerding
01
2.12.2010, 07:52
Siehst!

Wirkt schon!

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