Gericht lässt Terrorverdächtige frei

1. Dezember 2010, 15:54

"Kein hinreichender Tatverdacht"

Kampala - Im Verfahren gegen 36 mutmaßliche Terroristen hat ein ugandisches Gericht die Freilassung der Hälfte der Verdächtigen angeordnet. Ihnen war eine Beteiligung an einem Bombenanschlag auf ein Public-Viewing während des Fußball-WM-Finales am 11. Juli vorgeworfen worden. Bei dem Attentat in der ugandischen Hauptstadt Kampala kamen 76 Menschen ums Leben.

Die Beweise hätten keinen hinreichenden Tatverdacht ergeben, sagte Staatsanwalt Anguzu Lino am Mittwoch. Der Prozess gegen die übrigen 18 Angeklagten wegen Terrorismus, Mord und versuchtem Mord werde aber fortgesetzt.

Die somalische Extremistengruppe Al-Shabab bekannte sich zu dem Anschlag. Sie ist die stärkste Macht in Somalia und unterhält enge Kontakte zu Al-Kaida. Der Anschlag zur WM sei Vergeltung für Ugandas Beteiligung an der Friedenstruppe der Afrikanischen Union in Somalia gewesen, teilte Al-Shabab damals mit. (APA/dapd)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.