UPC: "Geben keine Kundendaten weiter"

Zsolt Wilhelm, 1. Dezember 2010, 11:58
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    UPC-Chef Thomas Hintze

Trotz Klage des Vereins für Anti-Piraterie bleibe man "netzneutral" - Keine Datenweitergabe an Dritte

Nach einer Klage des Vereins für Antipiraterie (VAP) und der umstrittenen Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen bemüht sich der Internetprovider UPC nach einer Serie von Kundenbeschwerden um Schadensbegrenzung.

Keine Herausgabe von Kundendaten ohne richterlichen Beschluss

Im Fall der Klage der VAP weist das Unternehmen darauf hin, dass man als einer von vielen österreichischen Providern herausgepickt wurde. Wie berichtet, will der VAP UPC mit einer Unterlassungsklage dazu zwingen, die Film-Streaming-Seite Kino.to zu sperren. Der Musterprozess sei gerechtfertigt, "da die Seitenbetreiber nicht festgestellt werden können" und daher "die Internet Service Provider in die Pflicht" genommen werden müssten.

In einer aktuellen Stellungnahme gegenüber derStandard.at wies Unternehmenssprecherin Anja Lenhart zwar darauf hin, dass man zu einem laufenden Verfahren keinen Kommentar abgeben könne. Allerdings betonte Lenhart, dass UPC "für Netzneutralität" stehe. Dementsprechend ermöglicht UPC als Provider "seinen Kunden den Zugang zum Internet, hat allerdings keine Verpflichtung und kein Recht auf Selektion oder Prüfung der darin angebotenen Inhalte." Man sei allerdings weiter bemüht, mit Partnern und Rechteinhabern "Wege zu finden, das Problem der Piraterie aufzuzeigen". Dementsprechend unterstütze man auch "keine illegalen Aktivitäten im eigenen Netzwerk" und werde "alle notwendigen Schritte, die das Gesetz verlangt", umsetzten, um Rechtsvergehen zu bekämpfen. Dabei sei jedoch betont, dass "ohne richterlichen Beschluss keine Kundeninformationen herausgegeben werden".

Widerrufsrecht bei AGB-Änderungen

Auch in Bezug auf die neuen AGBs betont UPC, dass man Kundeninformationen nicht für Marketingzwecke oder neue Angebote herausgeben werde. Wie berichtet, sehen die Neuerungen der Geschäftsbedingungen unter anderem vor, dass Stammdaten (Namen, Adresse, Kontaktdaten) zur "Durchführung von Meinungsumfragen im Rahmen unserer Marktforschung" verwendet werden können. Lenhart betont, dass diese Daten aber nur für interne Zwecke genutzt und nicht an Dritte weitergegeben werden. 

Des Weiteren könnten Bestandskunden alle Änderungen widerrufen. "Bei jedem dieser Punkte hat der Kunde die Möglichkeit eines Widerrufs. Ein Widerruf hat keine wie immer gearteten Auswirkungen auf das Zustandekommen eines Vertrages mit UPC auf Basis der AGB. Sollte ein Kunde diesen Punkten widersprechen, so wird dies vermerkt, wir halten uns strikt an diesen Kundenwunsch", so die Unternehmenssprecherin. Bestandskunden, die mit den neuen AGBs nicht einverstanden sind, können noch bis zum 1. Jänner per Fax oder Email Widerspruch einlegen. Danach treten die neuen Bestimmungen automatisch in Kraft.

Entgelt für Papierrechnung

Eine weitere Regelung der AGBs sieht vor, dass künftig Rechnungen nur noch per Email kostenlos ausgestellt werden. Allerdings überlege man momentan noch, "ob und ab wann ein Entgelt für Rechnungen in Papierform" verrechnet wird. "Bei speziellen Fällen (Kunde/in hat zum Beispiel einen TV- aber keinen Internet-Anschluss) werden wir - wie auch schon in der Vergangenheit - gemeinsam mit Kunden eine individuelle Lösung finden."

Darüber hinaus hält UPC fest, dass man sich "strikt an das Datenschutzgesetz" halte. "Wir dürfen Kunden versichern, dass die Änderungen der AGBs keinen Einfluss auf die hohe Datensicherheit bei UPC haben", so Lenhart.

(Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 1.12.2010)

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00

UPC jagt hauptsächlich im Revier der Nicht-deutsch-sprachigen. Das macht auch absolut Sinn, weil es immer mehr in Richtung "noch mehr Sender" geht, die es aber auf Deutsch nicht gibt. Nutznießer sind eben vor allem Süd- und Osteuropäer.
Ein "Nebeneffekt" dabei ist natürlich, dass AGB von der Zielgruppe nicht gelesen bzw. verstanden werden. Ein Unternehmen nutzt natürlich seine Vorteile wo es geht.

Es hat auch keinen Sinn, hier zu protestieren. Die serbischen Videos laufen übers selbe Kabel wie Duden-Online. So ist das eben. Wer keine Engpässe will, muss woanders hingehen.

Politgewissen
00
17.12.2010, 17:43
Ich habe gelesen, UPC wurde schon abgemahnt!

Warum sind die nicht froh, daß ihr Image langsam besser wurde.

Deren Technik ist schneller überholt als sie glauben - dann wird sich diese Art rächen.

woobdidu
00
14.12.2010, 10:12
Vertrauen verloren

nun hat der Konsumentenschutz aufgrund einiger Punkte in den AGBs mit einer Verbandsklage gedroht schriebt die Presse.

Ich komme mir als Kunde vor als bin ich eine lässtige Notwendigkeit die ruhiggestellt werden soll....

Alleine das ich für einen Techniker zahlen soll wenn sich herausstellt dass das Problem doch irgendwie durch mich verursacht wurde - ich bin kein Speziallist und habe keine Ahnung worans liegen kann wenn ein Fehler auftritt..... und aus dem Grund könnte es auch passieren das die UPC mir dann fast jedesmal versuchen wird zu erklären es sei meine Schuld.

Ich kündige jedenfalls - Vertrauen ist weg in das Unternehmen

Markus
 
02
5.12.2010, 14:53
"ob und ab wann ein Entgelt für Rechnungen in Papierform"

Also in den AGB Änderungen die ich am 25.11. erhalten habe steht drin:
"Wenn Sie Ihren Vertrag vor dem 01.11.2010 mit uns abgeschlossen haben und Ihre Rechnung in Papierform zugesendet bekommen, dann sind wir berechtigt, Ihnen ab 01.01.2011 pro Rechnung bis zu EUR 2,- zu verrechnen."

Gut daß sies erst vereinbaren und dann überlegen.

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10
5.12.2010, 20:01
2 Euro? Lächerlich!

Ich bezahle seit einiger Zeit (Urlaub - da war ich mal nicht da) monatlich 10,- mehr Mahnspesen für Mahnspesen für Mahnspesen! (Die Rechnungen selbst zahle ich, aber die Mahnspesen rechne ich immer raus)

Mittlerweile 60 Euronen - Nur Mahnspesen für Mahnspesen. Demnächst: 70 Euro. Zum Jahresende: 80 Euro. Bald 100 Euro.
Wer regt sich da über 2 Euro auf?

Und: Wer kann nachweisen, dass die Rechnung überhaupt verschickt wurde, und nicht gleich die Mahnung dafür?

Einfache Rechnung: Verschicke 10% aller Rechnungen NICHT (spart Porto) - aber dafür verrrechne 10 Euro Mahnspesen.
SO geht das. Von UPC kann man lernen.

nino808
00
15.12.2010, 12:32
ganz im pivaten: sie sind sicherlich extrem paranoid

Kiki Novak
00
3.12.2010, 19:34
UPC-Chef Peter W 1

Kiki Novak
02
3.12.2010, 19:32
Noch einer, den sein Friseur hasst

tomtomc2010
17
3.12.2010, 12:05
ich mag nicht oberflächlich sein,...

... aber wo bitte kriegt man solche hübschen, sympathischen Geschäftsführer wie den Thomas Hintze her? Geisterbahn? Rot Licht Milieu?
So freundlich wie der schaut, vertrau ich dem gern meine Daten an, haha....

safnsiada
00
Das ist doch der Vigo...

...den die Ghostbusters im zweiten Teil eliminiert haben, oder?

0Stoney0
01
21.12.2010, 07:18
Poste ein Bild von dir

Und was hat aussehen mit Kompetenz zu tun?

Noxventa
04
3.12.2010, 11:43
Hahaha

Super! Grad eben bei UPC angerufen warum ich noch keine Bestätigung bezüglich meiner Kündigung vom 23. November hab.

Antwort: Sie kommen mit dem Bearbeiten der Kündigungen nicht mehr hinterher und sind grad beim 22. November!

:)))

DerSelberDenker
00
15.12.2010, 23:04

Bei mir hat es auch eine Ewigkeit gedauert bis ich eine Antwort bekommen habe.
Zum Glück lassen sich die Verbraucher nicht so leicht verar***en, wenn sie richtig informiert werden.

Jonny aus dem Holzdübel
 
00
5.12.2010, 10:31

Na da werden sicher ein paar 1000 Leute den Hut drauf schmeissen !

Luager
00
3.12.2010, 13:18
Wie hast es Formuliert ?

Betreff: angegen? wenn net kommst in die zweite reihe meine bestätigung kam in 4min.- Ich mag bei UPC nur net das Callcenter - das ist wirklich..."FRAGE" -- "wie ist ihre Kundennunner ? "WOZU? Ich mochte nur eine generelle Auskunft!-sonst bin ich zufrieden - die umstellung (1170) zu 100mbit funzt auch - es funtzt immer alles,ausser ich muss mich mit den Leuten dort auseinander setzen! net oft aber immer noch zuviel

Noxventa
03
3.12.2010, 11:28
Bonitätsauskünfte macht dann UPC selbst?

Oder wie soll das gehen ohne "Dritte"?

Einer wie ich wird hier dringend gebraucht
 
02
2.12.2010, 15:55

Apropos Adressen: Fast täglich bekomme ich (wohne erst seit März hier) Bettelbriefe diverser Organisationen. Woher haben die alle meine - korrekte - Adresse? An meine alte Adresse kommt, soviel ich weiß, überhaupt keine Post mehr. Das Zeug kann man nicht mal ungeschaut in den Papiercontainer hauen, weil irgendwelche Marketing-Wuzzis seit neuestem meinen, man müsse irgendwas aus einem anderen Material als Papier in das Kuvert geben, eben, damit man das Kuvert auch aufmacht und so ... Nervt entsetzlich.

¦¦¦¦?
03
3.12.2010, 22:37
Retour draufschreiben,

aufmachen, was Schweres rein, wieder zukleben und ab in den nächsten Briefkasten damit. Unfrankiert.

Bastian Balthasar Bux
00
15.12.2010, 19:33

haha. das mach ich.
scheint mir am sinnvollsten und wirksamsten.

Dazu folgendes:
05
2.12.2010, 15:19

Der "Verein FÜR ANTI-Piraterie entlockt mir aufgrund des unfassbar idiotisch gewählten Namens jedesmal ein Lächeln.

Hotblack_Desiato
00
18.12.2010, 19:28
hmmm, stimmt

was ist anti-piraterie?

schiff entern und mit gütern beladen?

Bastian Balthasar Bux
00
15.12.2010, 19:34

me too. ;)

Nik M
00
3.12.2010, 15:04

Wahrscheinlich wollten sie nicht gegen etwas sein, sondern fuer etwas, weil das ist proaktiver.

tagessuppe
00
2.12.2010, 23:15
die spielen

in der selben Liga wie die ANTI-Antifa :-/

Bossa-Nova
03
2.12.2010, 12:05
Monopol

Das ist das Problem, wenn man in einem kleinen Land lebt. Kaum Konkurrenz, Wettbewerbsbehörde ist eine Attrappe.

Ich habe Chello Fun. Eine Zeit lang bekam ich die versprochenen 16 MB/s Download-Geschwindigkeit. Seit Monaten (!) aber nur unter 6 MB/s. Wenn ich mich beschwere, habe ich am nächsten Tag wieder 16 MB/s. Zwei Tage später aber dann wieder nur unter 6 MB/s. 16 MB/s erreiche ich nur, wenn ich mich beschwere und das muss ich jedes Mal tun. Mühsam.

Ich würde SOFORT wechseln. Aber zu wem? Zur Post?!? Oh my God!!!

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