Riechen wie eine gesengte Sau

30. November 2010, 15:37
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Die Parfum-Industrie könnte eine neue Marktlücke gefunden haben

Aus der Rubrik "Was es nicht alles gibt" erreichte uns via Agenturmeldung heute ein ganz besonderes Novum aus der Welt des (guten) Riechens und der formvollendeten Flacons: Freunde des Motorsports können auf das Auftragen von Maschinenöl verzichten und sich mit "Eau de Engine" einduften. Die australischen Macher des Duftwässerchens versichern, es rieche nach verbranntem Gummi. Für echte Männer. Für harte Jungs. Auf jeden Fall nichts für Weicheier.

Der Parfum-Industrie öffnet dieser mutige Vorstoß der australischen Buben auf jeden Fall Tür und Tor zu ganz neuen Ufern in der Riechkultur. Worauf die holde Weiblichkeit als Pendant zum Maschinenduft wohl nicht verzichten wird können, wäre ein "Eau de Kuchl", wahlweise in der Minimalvariante mit Geruch von gerösteten Zwiebeln oder mit dem All-In-Produkt "Großküche".

Wer braucht da noch Maiglöckchen, Sandelholz oder Rosen? Nix da, die Möglichkeiten scheinen schier unendlich, eine enorme Marktlücke ist zum Greifen nah. Für die Workaholics schlagen wir ein "Eau de verrauchte Bude" vor. Auf dass zumindest die Idee eines Feierabends mit Alkohol und Rauchwerk noch durch das Büro wehe. Auch für den geplagten Stadtmenschen könnten wir uns gut ein "Eau de Stall" vorstellen. Ein bisschen Stallgeruch hat schließlich noch nie geschadet. (rom, derStandard.at, 30.11.2010)

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