17-jähriger Australier wird mit berührendem Kurzfilm zum YouTube-Star
30. November 2010, 15:28
Joshua Beattie schrieb Drehbuch, Musik und führte Regie bei "To Claire; from Sonny"
Gerade mal 17 Jahre ist er alt, und schon wird ihm eine glorreiche Zukunft als Filmregisseur attestiert: Im Rahmen eines Schulprojekts hat Joshua Beattie aus dem australischen Brisbane mit Hilfe seiner Freunde den berührenden Kurzfilm "To Claire; from Sonny" gedreht - und der wurde prompt zum YouTube-Erfolg. Mehr als 400.000 Klicks hat das Video bereits, Tendenz steigend. Denn spätestens seit Beatties Interview mit dem "Spiegel", das heute online erschien, werden immer mehr Menschen auf das Regietalent aufmerksam. Im knapp siebenminütigen Film wendet sich der Protagonist Sonny mit einem aus dem Off gesprochenen Brief an seine große Liebe, um auf diesem Weg über sie hinwegzukommen.
"Alle sagen immer: 'Es gibt noch viele Fische im Meer.' Aber ich fühle mich wie ein Fisch in einem Eimer", sagt der junge Sonny und spricht dabei so vielen anderen jungen Verliebten aus der Seele. Beattie hat nicht nur Regie geführt und das Drehbuch geschrieben, sondern auch die Musik selbst beigesteuert. Wie er dem "Spiegel" erzählte, wurde das Musikstück am Anfang des Videos vom Schulchor seiner kleinen Schwester eingesungen; die Ballade am Ende hat er mit Freunden aufgenommen. Autobiografisch ist der Film, der nach wenigen Minuten eine tragische Wendung nimmt, jedoch nicht. "Mein Ziel war es, Liebe auf realistische Weise zu zeigen, nicht als Zauberei."
Stipendium
Ohne jegliche professionelle Hilfe kreierte Beattie gemeinsam mit ein paar Freunden den beeindruckenden Film, der ihm bei einem Kurzfilmfestival für Schüler auch ein Stipendium im Wert von 58.000 Euro für eine private Filmhochschule in Queensland einbrachte. Was als Projekt in der zwölften Klasse seiner High School anfing, bringt dem 17-Jährigen nun internationale Aufmerksamkeit. Seine Lehrer hatten ihn angehalten, das Video nicht ins Internet zu stellen, da er es nun nicht mehr bei Festivals einreichen könne. Für Beattie sei es aber viel wichtiger, "dass viele Leute im Internet darauf stoßen". "Wenn der Kurzfilm ihnen gefällt", so der Schüler, "dann ist das viel mehr wert, als wenn er in einer Schublade liegt und vielleicht irgendeinen glitzernden Preis gewinnt." (APA)
ich fordere die ganzen Relativierer, Schlechtredner, Miesmacher etc. auf ihren dicken Allerwertesten vom Schreibtischsessel zu heben und ähnliches zu schaffen...
Ein handwerklich guter Film, dessen Story mich allerdings weder überraschte noch allzu starke Gefühlswallungen erzeugte. Für einen 17-jährigen ein überzeugendes Werk, allerdings ist diese Qualität in diesem Alter nun wirklich nichts noch nie dagewesenes, ad hoc fällt mir z.B. Oceania (http://www.hdehal.com/filmandvideo.php) ein.
Als die alte Schreibmaschine ins Bild kam, hätt ich mich ja schon beinah wieder weggeklickt. Abgesehen davon: Sehr fein. Bleibt zu hoffen, dass der Hype nicht alles kaputt macht, was in dem Burschen steckt.
"Alle sagen immer: 'Es gibt noch viele Fische im Meer.' Aber ich fühle mich wie ein Fisch in einem Eimer", sagt der junge Sonny und spricht dabei so vielen anderen jungen Verliebten aus der Seele.
Und was ist mit etwas älteren, jung gebliebenen???
Zur Zeit passt der Spruch perfekt zu mir... und ich bin bei nahe doppelt so alt wie der junge...und nicht mal halb so kreativ wie er.
Gratuliere. Vor allem wegen der Einstellung zu den "glitzernden Preisen".
… der junge mann hat mit 17 schon durchschaut wie die großen in hollywood emotionen erzeugen… toller spannungsbogen, und immer hart an der kitschgrenze.
Der Film hat einen guten Aufbau, tollen Schnitt, passende Musik und eine schöne Kameraführung. Wem die Story nicht gefällt weil er viel zu Cool für soetwas ist kann sich ja gerne darüber äußern, aber handwerklich ist der Film für diese Altersklasse und für einen Schulfilm wirklich exzellent.
na, hots a bankl grissen...pfff, passiert jeden tag hunderte male...bin ned sooo beindruckt mit dem streifen...vielleicht weil er erst 17 ist der "regisseur", aber ansonst...habe bessere home made movies auf youtube gesehen als das...aber das liegt natuerlich auch im auge des betrachters,
ach ja, kann selber nichts derartiges vorweisen und habe auch kein interesse etwas derartiges zu machen , bin also nicht der neider der es selber nicht geschafft hat den grossen streifen zu drehen. jaja, ich habe nicht einmal nen fernseher...
Es geht doch wohl eher nicht die Tatsache, dass das Mädchen gestorben ist.
In Dramen passiert so etwas unentwegt. Seit Jahrtausenden.
Interessant ist vielmehr die Umsetzung, die Herangehensweise des Regisseurs.
nö, man kann durchaus objektiv schnitt, grading, montage, sound usw beurteilen und dies ist für nen 17 jährigen ohne vorbildung ein sehr gutes werk.
ja, man kanns denoch langweilig finden und man muss davon auch nicht berührt sein. zu behaupten, dass es qualitativ nicht besser als das durchschnittsyoutubevideo ist zeigt aber vollkommene unwissenheit über dieses medium. aber das hast du ja eh selber auch schon geschrieben.
Cooler Film. Das Zusammenspiel von Musik, Bildern und dem gesprochenen Text hat mich ein bisschen an etwas bessere Werbefilme erinnert. (Nicht negativ gemeint; ich denke da zB. an die alten One-Werbespots)
Was ich aber wirklich beeindruckend fand, ist dass er das Video frei zugänglich macht. Da ist ein Künstler und er will, dass seine Kunst gesehen wird.
Viele Künstler machen ihre Videos frei zugänglich. Nur ab einem gewissen finanziellen Aufwand ist das nicht mehr möglich. Dann benötigt man zahlende Zuschauer - sonst ist es bald vorbei mit weiteren Filmen.
nicht schlecht, ist aber trotzdem Befindlichkeitskino
und somit abzulehnen. Außerdem kann ich mich mit der Hauptfigur nicht identifizieren, weil ich mit 17 noch gar keine (Ex-)Freundin gehabt habe. Also: völlig unrealistisch ;)
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