Hacker bekennt sich zu Cyber-Attacken auf Wikileaks

30. November 2010, 08:11
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"Leben unserer Truppen gefährdet" - F-Secure hält tatsächliche Urheberschaft für möglich

Ein Hacker namens "Jester" (Witzbold) hat sich als Urheber der Cyber-Attacke auf die Enthüllungswebseite Wikileaks bezeichnet. In einer über den Kurzmitteilungsdienst Twitter verbreiteten Nachricht schrieb der Hacker, er stecke hinter den "Distributed Denial of Service"-Attacken (DDoS) auf Wikileaks. Bei solchen Attacken werden Server gezielt mit Anfragen bombardiert, bis sie wegen Überlastung nur noch langsam funktionieren oder ganz zusammenbrechen. Wikileaks habe "das Leben unserer Truppen" gefährdet, hieß es in dem Twitter-Eintrag zur Begründung.

Einschätzung

Mikko Hypponen von der Computer-Sicherheitsfirma F-Secure hielt es für möglich, dass "Jester" hinter den Cyber-Angriffen auf Wikileaks steckt. "Er hat schon bei früheren Gelegenheiten bewiesen, dass er effektive DDoS-Attacken ausführen kann, und er hat sich auch zu dieser bekannt", sagte der Sicherheitsexperte der Nachrichtenagentur AFP. "Er hat die Mittel und die Fähigkeiten."

Auf seiner Website http://th3j35t3r.wordpress.com bezeichnet sich "Jester" als "Hacktivist" für das Gute, dessen Ziel es sei, die Kommunikationskanäle von Terroristen, verbrecherischen Regimes und "bösen Jungs" zu blockieren.

Attacke

Wikileaks war am Sonntag kurz vor der Veröffentlichung von hunderttausenden geheimen US-Dokumenten nach eigenen Angaben Ziel einer DDoS-Attacke geworden. Die Internet-Plattform war daraufhin auf eine andere Web-Adresse ausgewichen, um die brisanten Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. (APA)

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