Halsschmerzen lieber mit Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Ibuprofen behandeln
Frankfurt - Gegen Halsschmerzen gibt es in Apotheken und Drogeriemärkten allerlei Mittel zu kaufen. Die meisten dieser Präparate sind jedoch wirkungslos oder sollten am besten nicht eingenommen werden, belegt nun eine Analyse des Magazins 'Öko-Test'. Für die Überprüfung haben die Experten 20 Mittel eingekauft, darunter Tabletten, Pastillen, Sprüh- und Gurgellösungen. Das beste Produkt, die 'Trachisan Halsschmerztabletten' von Engelhard Arzneimittel, hat mit der Wertung 'befriedigend' abgeschnitten.
Alle anderen analysierten Präparate sind 'mangelhaft' (sieben Produkte) und 'ungenügend' (zwölf Mittel). Am unteren Ende der Preisskala liegen Halstabletten von Discountern zu einem Preis von 1,85 Euro pro 24 Stück. Der höchste Kaufpreis wird für eine Sprühlösung fällig, sie kostet 14,45 Euro pro 45 Milliliter. Jedoch sind die Beträge aufgrund der unterschiedlichen Darreichungsformen der Mittel nicht direkt vergleichbar.
Geringe Schmerzlinderung
Kritisch sehen es die Tester, dass die meisten Präparate keine oder nur eine geringe schmerzlindernde Wirkung entfalten und zudem die eigentliche Ursache der unangenehmen Empfindungen nicht bekämpfen. Einige Produkte enthalten sogenannte Lokalantiseptika, die den Hals an der Oberfläche betäuben. Allerdings befindet sich die Entzündung meist in tiefer gelegenen Gewebeschichten, die von den Präparaten nicht erreicht werden. Aus dem Grund raten die Tester, Halsschmerzen lieber mit Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Ibuprofen zu begegnen. Manche Inhaltsstoffe wie etwa Antibiotika können meist keinerlei Wirkung entfalten, weil Halsschmerzen in der Mehrheit der Fälle durch Viren verursacht werden. Dagegen sind Antibiotika machtlos, sie können allenfalls das Allergierisiko der jeweiligen Arzneimittel erhöhen, warnen die Tester. (sid)