"Eine Aktion gegen Dummheit"

26. November 2010, 12:23
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Gabriele Heinisch-Hosek initiiert "Diese Hände schlagen nicht" im Rahmen der "16 Tage gegen Gewalt an Frauen"

Wien - Im Rahmen der Aktion "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" machte Frauenministerin Heinisch-Hosek am  Freitag gemeinsam mit der Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger und prominenter männlicher Unterstützung auf ein Thema aufmerksam, das nach wie vor stark tabuisiert wird. "Gewalt gegen Frauen passiert noch immer viel zu oft und wir sind hier, um ein deutliches Zeichen dagegen zu setzen", unterstrich die Frauenministerin ihr Anliegen.

"Gesetze allein genügen nicht"

Bei der heutigen Aktion vor dem Einkaufszentrum "Arcade Meidling" ging es darum das Statement "Diese Hände schlagen nicht", mit einem bunten Handabdruck zu bekräftigen. Frauenministerin Heinisch-Hosek erklärte in diesem Zusammenhang, wie wichtig es sei, mit Mut und Zivilcourage gegen Gewalt an Frauen aufzutreten. "Wir haben zwar gute Gesetze zum Schutz der Frauen, aber das allein genügt nicht. Die betroffenen Frauen müssen ermutigt werden, Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen. Aber auch jene Menschen, die Zeugen von Gewalt gegen Frauen werden, sind gefordert, Zivilcourage zu zeigen und mutiger zu werden", bekräftigte die Frauenministerin die Rolle jedes/r Einzelnen.

Männerbekenntnisse

Bei der heutigen Aktion setzten auch zwei prominente Männer mit ihrem Handabdruck ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Adi Hirschal und Profiboxer Gogi Knezevic unterstützten die Aktion der SPÖ Frauen. "Ich bin hier, weil ich glaube, dass man Frauen vor der Unvernunft und vor allem vor der Argumentlosigkeit der Männer schützen muss. Ich begreife diese Aktion als eine Aktion gegen Dummheit, denn das ist der Auslöser für Gewalt an Frauen", erklärte Adi Hirschal sein Engagement. Profiboxer Gogi Knezevic betonte, dass Boxen ein regelgeleiteter Sport sei, der nichts mit Gewalt zu tun hat und es ihm in dieser Rolle sehr wichtig ist, "ein ganz starkes Bekenntnis gegen Gewalt abzugeben". Unter dem Motto "Diese Hände schlagen nicht" machen die SPÖ Frauen zwischen dem 25. November (Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen) und dem 10. Dezember (Internationaler Tag der Menschenrechte) mit Straßenaktionen in ganz Österreich darauf aufmerksam, dass jede fünfte Frau in Österreich zumindest einmal in ihrem Leben von Gewalt in ihrem direkten Umfeld betroffen ist. (red)

  • Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, Profiboxer Gogi Knezevic, Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Adi Hirschal, SPÖ Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz.
    foto: astrid knie

    Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, Profiboxer Gogi Knezevic, Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Adi Hirschal, SPÖ Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz.

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