Die verwandelte Au und ein Panoramaweg

    26. November 2010, 16:56
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    Eine Runde zwischen Rossatz und St. Lorenz in der Wachau auf einem neuen Weg

    Die vor drei Jahren begonnene Vernetzung der teilweise schon verlandeten Altarme und deren Anbindung an den Strom hat zu einer sichtbaren Veränderung des schmalen Au-Streifens am südlichen Ufer der Donau zwischen Rossatz und St. Lorenz geführt. Die Nebenarme sind nun ständig von Wasser durchflossen und haben sich zur Heimstätte seltener Fischarten wie Huchen, Nase, Schrätzer oder Zingel "gemausert" , die durch Hochwasser gebildeten steilen Uferböschungen bilden für den Eisvogel ein ideales Brutgebiet, was die bunt gefiederten Vögel offensichtlich zu schätzen wissen. Auch der Biber ist bereits in das ökologisch wertvolle Gebiet eingewandert, da die Nebenarme bei Niederwasser nicht trockenfallen.

    Das Aushubmaterial diente zur Verflachung des Donauufers, um auch am Strom naturnahe Verhältnisse zu schaffen. Der frühere Weg direkt am Ufer entlang ist nun unterbrochen, die Donau kann aber über zwei neue Brücken erreicht werden.

    Das Schutzgebiet liegt am Rande einer Wanderroute, die sich durch den neuen Panoramaweg zu einer Runde erweitern lässt. Dieser Panoramaweg verdient seinen Namen völlig zu Recht, denn er verläuft am oberen Rande der Weingärten und bietet von vielen Stellen aus eine herrliche Sicht auf das idyllische Dürnstein und dessen Umgebung. Vor allem das "Smaragdplatzl" oberhalb von Rossatz lädt zum Verweilen ein. Eine Mosaikplastik der Smaragdeidechse weist darauf hin, dass dieses Reptil zu den typischen Bewohnern des Gebiets gehört, aber natürlich nur in der warmen Jahreszeit beobachtet werden kann. Allein der Panoramaweg ist einen Besuch wert, denn von etlichen Stellen aus genießt man auch Sicht auf das Stift Göttweig und die Wetterkreuzkirche oberhalb von Hollenburg an der Donau.

    Die Runde fordert wenig Anstrengungen, denn nur der Panoramaweg weist einige Steigungen auf, die aber kurz und nicht besonders steil sind. Die Beschilderung und teilweise Markierung reicht zum Finden des richtigen Weges völlig aus. In den meisten Karten ist der Panoramaweg noch nicht eingezeichnet, auch die Veränderungen an den Altarmen konnten noch keine Berücksichtigung finden.

    Die Route: Vom Parkplatz beim Musikheim in Rossatz wandert man auf der "Marillenmeile rot" stromaufwärts und nähert sich bald dem Altarm. Wo sich ein Abstecher zum Ufer des Stromes anbietet. Zurück zur "Marillenmeile" , die dann auf den Wegweisern blau bezeichnet ist, bis Rührsdorf, wo man wieder zur Donau gelangen kann. Gehzeit eine Stunde.

    Auf dem Radweg erreicht man in einer weiteren Viertelstunde St. Lorenz, dort wählt man die rote und blaue Markierung, die nach rechts zum Waldrand führt und dann zum Panoramaweg wird. Auf diesem geht es vorbei an Rossatz bis zu einer blauen Markierung, die nach links zurück zum Ausgangspunkt führt. Gehzeit ab St. Lorenz knapp zwei Stunden. (Bernd Orfer/DER STANDARD/Printausgabe/27.11.2010)

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    • Gesamtgehzeit drei Stunden, Höhendifferenz unter 100 Meter. Gasthaus 
und Heurige in Rührsdorf. Plan im Prospekt "Marillenmeile"  und 
Wanderkarte Wachau, Maßstab 1:35.000.
      foto: österreich werbung/graner h.p.

      Gesamtgehzeit drei Stunden, Höhendifferenz unter 100 Meter. Gasthaus und Heurige in Rührsdorf. Plan im Prospekt "Marillenmeile" und Wanderkarte Wachau, Maßstab 1:35.000.

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      grafik: der standard
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