Weicher Gummi, harte Nägel

28. November 2010, 16:26
  • Grip ist wichtig, Sichtbarkeit noch wichtiger.
>Foto: Rike / pixelio.de 


 
    foto: rike / pixelio.de

    Grip ist wichtig, Sichtbarkeit noch wichtiger.

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Viel wichtiger als der Grip sind "die Sichtbarkeit. Beleuchtung und Reflektoren sind im Winter das Um und Auf."

Genau genommen, räumt Martin Rösner ein, sei die Sache mit den Winterreifen ein Randaspekt: "Wir verkaufen 40 Paar im Jahr." Dennoch, betont der Chef von roadbiker.at, werde die Frage, ob und wie man Fahrräder winterfest machen kann, "jedes Jahr öfter gestellt". Doch im Gegensatz zu Autos - und verstärkt auch Motorrädern - gibt es für Fahrräder kaum "echte" Winterreifen: "Den meisten Radfahrern reicht ein grobstolligerer Mountainbikereifen. Wichtig ist, dass der Stollenabstand nicht zu eng ist."

Der echte Winterreifen sei jedoch ein Nischenprodukt: "Richtige Winterreifen haben Spikes. 240 kleine Nägel, die zwei Millimeter aus dem Gummi ragen. Damit geht es wie beim Speedway in die Kurve." Hightechschnickschnack oder spezielle Gummigemische, bedauert der Radexperte, spiele es nicht: "Ein bisserl weicher, aber sonst nix Besonderes." Spikereifen (ab 60 Euro) gibt es für Mountain- und Trekkingräder - dass jemand die Dinger aufs Rennrad knallt, ist dem Händler "noch nicht untergekommen".

Breiter und weicher lautet Rösners Wintermotto: Weniger Luftdruck bedeutet mehr Grip. Viel wichtiger aber sei etwas anderes: "Die Sichtbarkeit. Beleuchtung und Reflektoren sind im Winter das Um und Auf."

An spezielle Winterpflege glaubt Rösner indes nicht: Es gäbe zwar spezielle Kettenöle, aber die übliche Wartung genüge: "Natürlich ist der Verschleiß bei Matsch und Rollsplit größer - so wie beim Mountainbiken im Gelände." Und Salz mögen Radkomponenten auch nur sehr bedingt.

Davon, das Bike nach jeder Winterfahrt zu waschen, hält der Fahrradhändler nichts: "Ein bisserl Wasser reicht." Eines aber sei tödlich: "Der Kärcher drückt Salzreste und Dreck überall rein - und macht alles nur noch schlimmer." (Thomas Rottenberg/DER STANDARD/Automobil/26.11.2010)

-> derStandard.at/AutoMobil auf Facebook.

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so einen Blödsinn kann nur wer schreiben..

der selber nicht Rad fährt.

und? wie geht es euch so die ersten tage im schnee?

bin kurzfristig aufs auto umgestiegen - mit 4 radeln und vielen packerln stürzt man weniger leicht um :-)

ps.: aber tlw. brutal rutschig - andauernd meldet sich das abs, esp usw.
lebensmüde fussgänger springen einem in völliger unkenntnis der bremswege knapp vors auto!

Genauso wie das restliche Jahr über - nur macht das Fahren im Schnee gleich viel mehr Spass :)

Mit guten Winterreifen kein Problem. Halten am Glatteis so, als würd ich auf trockenem Beton fahren.

gut, jetzt sind die beine noch fit.
die autolenker sind noch ein bissl anstrengend, da sie aus angst dass der radler vor ihnen umfallen könnt sofort ohne rücksicht auf verluste überholen müssen.

danke für diese aufklärung über die psyche der autofahrer.
jetzt wird mir manches klar, auch weshalb die abstände beim überholen nicht eingehalten werden: damit die radfahrer nicht sofort auf der straße aufschlagen, sondern sich noch kurz am rückspiegel festhalten können.

ganz offen gesagt

denke ich dieses Jahr übers Winterradfahren in Wien nach. Der Verschleiß ist schon groß, und im Frühjahr sind immer Reparaturen angefallen. Das größte Problem ist, dass man im Winter keine preisgünstigen Ersatzteile bekommt. Letzten Winter wurden mir 3 mal das Licht vorne gestohlen. Da bekam ich dann leider nur die klotzigsten Batteriefresser nicht unter € 30,00 nachzukaufen. Die Plastikhaut des Sattels vertrug scheints die Kälte und nicht platze auf (wie auch die Jahre davor passiert) und man bekommt unter € 50,00 keinen nach.

Im Frühjahr war die Schaltung hinüber und das Lager der Tretkurbel vom Salz zerfressen - und Salz wird seit Jahren ohne Hemmung und Proteste der Grünen bei geringsten Schneefall gestreut.

Licht:
kauf dir eines zum Abnehmen, bin mit dem Busch + Müller IXON IQ LED Front Light ganz zufrieden, leuchtet sehr gut, ist im nu von der Halterung gelöst und passt zur not sogar in die Hosentasche

Sattel:
Es gibt immer wieder Werbe-Aktionen, bei denen Bezüge aufgesteckt werden. Hatte einen von Orange, leider nach rund 100km Schrott.
Die Grünen haben vor der Wahl auch solche verteilt, konnte mir letzte Woche ein übriges Exemplar holen.

Vorteil: Wenns mal nass ist, einfach Bezug runter und der Sattel ist trocken

Zu den Komponenten:
Ja, das Salz ist echt schlimm, aber Kopf hoch - Ersatzteile fürs Auto kosten dann doch nochmal mehr.

So, muss jetzt weiter arbeiten damit ich mir eine neue Kette leisten kann :-)

rih, praterstrasse - da bekommen sie auch einzelteile - kugeln werden stückweise verkauft, konen mit etwas glück auch alte zu bekommen, und bestellen tut er auch.

wichtig: hochwertige teile kaufen. meine xt-naben sind die letzten sieben jahre das ganze jahr im einsatz und laufen noch immer, sattel,... das gleiche.

in eine radgschäft auf der gumpendorfer habens oft einen karton mit sättel um die 10 bis 20,- rumstehen.
meine platzen immer wegen dem asphalt, nie wegen kälte, aber selbst das vermindert den komfort eines 10eurosattels nur marginal.

sachen nachkaufen ...

kennst du den laden:
bikestore(punkt)cc
??

kennen Sie den Shop im Winter?

das nenn ich ein Angebot:
http://tinyurl.com/3xhxbhj

den kärcher

muss man ja nicht in 5 cm abstand draufhalten. mit einiger entfernung das rad absprühen, das ist absolut ok.

dann können sie gleich den gartenschlauch oder kübel nehmen. radpflege/waschen ist handarbeit.
etwas dreck aussen drauf ist besser als alles sauber und dreck in lagern.
hin und wieder mit einem lappen und seifenwasser alles händisch waschen - danach mit einem kübel abspülen.
danach sprühwachs auf einen lappen und alles damit pflegen. hab keine probleme mit kaputten lagern korrosion ect.

jeder wie er meint...
die vollpflege bekomme ich beim rad eh beim service.

ich denk nicht - das wäre unbezahlbar - auf jeden fall mehrmals im jahr nötig

ok, den gröbsten dreck wasche ich auch mit der hand weg. aber bei jedem spritzer gleich zum radl putzen anfangen, ist mir zu peinlich, habe ja keine phobie.

im schnee -

winterreifen sind tatsächlich nur ein, sicherheitsrelevanter zwar, Aspekt. Bei einer geschlossenen Schneedecke funktioniert der Antrieb nicht lange, weil der Schnee die hintere Kasette bzw. den Umwerfer blockiert. Würde mal behaupten der Autor ist noch nie im Schnee geradelt ;-)

Das kommt ganz drauf an, wie der Antrieb genau aussieht. Es ist auch möglich den Antrieb von vorne herein komplett Winterfit zu gestalten. Braucht nur eine Nabenschaltung mit geschlossener Kettenführung zu sein.

? wie soll schnee blockieren - vor allem durch welche schneewächten fahren sie?
wenn ihnen in wien die schaltung beim fahren einfriert, sind sie eindeutig zu langsam unterwegs :-)

Doch doch, das kann es schon geben, dass ein Ritzelpaket so überfriert, dass nix mehr geht. Ist aber aus meiner Erfharung weniger ein Problem von Schneewächten, egal wie gross diese sind. Das tritt eher bei nassen matschigen Zeug auf, das dann festfrieren kann. Schneewächten sind meist Pulverschnee und trockener, das friert nicht so leicht zum Eisklotz fest an!

Ansonsten kann man mit passender Wahl der Radausstattung fast allen technischen Winterproblemen aus dem Weg gehen!

draufpinkeln und geht scho weiter

hatte ich zum glück noch nie - trotz regelmässiger schneeausfahrten im gelände. schlimmer hab ich lehm in erinnerung - das kann soweit gehen dass die räder derart verlegt sind dass man nimmer treten kann.

hatte ihre probleme noch nie. funktioniert alles ein bisschen verzögert aber es funktioniert.

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