Snowboardcrosserin

"Keine Ahnung, wie man da lebend runterkommt"

25. November 2010, 18:57
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    foto: markus schiller

    Maria Ramberger (24), aus Klosterneuburg, scheiterte bei den Olympischen Spielen in Vancouver im Viertelfinale. In der vergangenen Saison belegte sie im Weltcup Rang elf. (Foto: Markus Schiller )

Maria Ramberger schätzt den direkten Kampf Frau gegen Frau, ihren Helm und das Fernstudium Jus - ein STANDARD-Interview

Standard: Was macht den Reiz aus, sich zeitgleich und zu viert auf einem Hindernisparcours mit Sprüngen und Steilkurven ins Tal zu stürzen?

Ramberger: Genau das. Schon wenn man zum Wettkampfort hinkommt, ist man überwältigt. Da steht ein Riesenkurs da, und eigentlich denkt man sich: Keine Ahnung, wie man da lebend runterkommt. Dann fährt man das erste Mal. Und es geht super, und es macht Spaß. Das Gefühl am Start, wenn man zu viert in der Box steht und wartet, dass die Klappe aufgeht, ist schon einzigartig. Und es ist ein ehrlicher Sport. Wer als Erstes ins Ziel kommt, ist der Schnellste. Da gibt es kein Wenn und Aber, keine Punkte und keine Jury-Bewertung.

Standard: Wie gefährlich ist Snowboardcross?

Ramberger: Natürlich bin ich froh, dass ich einen Helm aufhabe, nachdem es mich aufgehaut hat. Ich fahre mit Vollvisierhelm, Rückenpanzer, Armschützer und Crashpanzer. Mich stört das beim Fahren nicht. Und es zahlt sich nicht aus, dass man was riskiert, nur weil man ein bisschen schlanker aussehen will in der Skihose. Die Verletzungsgefahr ist sicher da. Das Gefährlichste ist, wenn Leute einen Fehler machen, und man kracht unkontrolliert in oder über ein Hindernis. In 90 Prozent der Fälle gehen die Stürze aber glimpflich aus. Man fliegt, es staubt, man steht wieder auf und denkt sich: Alles ist noch da.

Standard: Wie hat Ihre Saisonvorbereitung ausgesehen?

Ramberger: Die letzten Wochen hat das Team in Hintertux verbracht. Unsere Trainer haben uns dort einen feinen Kurs aufgebaut. Leider hat das Wetter zuletzt nicht so super mitgespielt, und wir konnten nicht so viele Rennen wie geplant fahren. Wir sind nur mehr zwei Mädels im Team, die Susanne Moll und ich. Also haben wir uns auch gleich mit den drei Burschen gematcht. Die Stimmung war super, wir hatten fast gleich viele Betreuer wie Läufer. Da nähern wir uns den Skifahrern an.

Standard: Und der Sommer davor wird individuell gestaltet?

Ramberger: Der Saisonstart im August in Argentinien wurde abgesagt. Da habe ich mein für drei Wochen geplantes Trainingslager in der Schweiz ausgedehnt. Im Endeffekt sind es drei Monate in Saas Fee geworden, mit Radfahren, Klettern, Laufen, Skateboarden und Snowboarden. Alles, was man halt machen kann in den Bergen. Urlaub hatte ich eine Woche, ich war Wakeboarden in Spanien.

Standard: Klingt nach viel Spaß.

Ramberger: Mein Leben ist auf Training ausgerichtet, die Grenzen zwischen Ausgleichssport und Spaß verschwimmen. In die Kraftkammer gehe ich nie freizeitmäßig. Wenn mich mein Trainer nicht hinschicken würde, wäre ich da nie. Aber sonst bin ich diszipliniert. Im Juni habe ich in Mindestzeit Jus abgeschlossen.

Standard: Wie geht sich das neben dem Profisport aus?

Ramberger: Zugegeben, ich hab Jus genommen, weil es das Studium mit der niedrigsten Anwesenheitspflicht ist. Ich begreife schnell, kann selbst im Auto beim Bergauffahren auf Pass-Straßen lernen. Im Frühling beginne ich mit dem Doktor. Gerichtsjahr oder Ähnliches ist aber bis nach meinem Karriereende aufgeschoben.

Standard: Die Saison beginnt am 7. Dezember mit einem Nachtbewerb in Lech. Welche Chancen rechnen Sie sich aus?

Ramberger: Ich freue mich riesig, dass es losgeht, noch dazu vor Heimpublikum und bei Flutlicht. Der Kurs ist spektakulär, schlängelt sich im Finish direkt an Häusern vorbei. Vielleicht wird es ja ein Snowboardcross-Event, der ansatzweise mit dem Nachtslalom in Schladming mithalten kann. Sportlich gesehen habe ich keinen blassen Schimmer, wo ich stehe. Ich fühle mich wohl und vertraue darauf, kämpfe um einen Finalplatz. Und sonst? In vier Jahren bei den Olympischen Spielen in Sotschi will ich schon gewinnen.

Standard: Bei den Snowboardern gehört auch Show und Lifestyle dazu. Wie wichtig ist das den Snowboardcrossern?

Ramberger: Bei uns ist der Style nicht so wichtig. Da ist mehr Selbstironie dabei. Es ist nicht so, dass wir uns unglaublich ernst nehmen und alles bis zum Handschuh durchgestylt ist. Ich mag den Weltcup-Zirkus gerne. Gute Partys können auch wir feiern.(David Krutzler, DER STANDARD Printausgabe 26.11.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 43
1 2
so go
10
18.1.2011, 12:42
weil soeben die FIS boardercross WM übers bild flimmert

kann ich behaupten dass österreich leider nicht zu den topnationen gehört...

das war sogar eine blamable vorstellung.

Karl-Friedrich Sattmann (ehem. Tschuggi)
06
26.11.2010, 19:13
Ich find sie super-sexxy

Nimain Volbaad
00
Yeah, und im Film, in dem wir sie sehen wollen, bräuchte sie sich nicht einmal mit einer Sprechrolle belasten!

kritischer
12
26.11.2010, 17:48
Go Mary GO!

Gerichtsjahr wäre Perlen vor sie Säue werfen!

Ob Boardercross gefährlich ist?
no na net. Die Kleine ist tough.

http://www.youtube.com/watch?v=5irTsmJw_7I
http://www.youtube.com/watch?v=BXd_c9gvf6o
http://www.youtube.com/watch?v=TwWCVNcauNs

Alles Gute Maria!!!

PS: bitte mehr über Maria im Standard schreiben

forever52
73
26.11.2010, 16:32
Die gibt sich Superschlau !

"Zugegeben, ich hab Jus genommen, weil es das Studium mit der niedrigsten Anwesenheitspflicht ist."
Gibts bei Ihnen auch was Inhaltliches für was man/Frau ein Studium macht ?

El Hierro
06
26.11.2010, 19:04
'man'

bedeutet übrigens Mensch und nicht 'Mann', Sie können sich das /Frau demgemäss sparen ...

Hildegard Ramberger
01
26.11.2010, 16:54
Zuerst der Inhalt, dann das Mögliche

.. sollte wohl jedem denkenden Mensch selbstverständlich sein.

kritischer
12
26.11.2010, 23:15
klingt gscheit

versteht aber niemand

Hildegard Ramberger
03
27.11.2010, 08:10
zweiter Versuch

Aus der großen Menge von interessanten/relevanten Inhalten, sollte man die möglichen, die einem sein Talent, die Lebensumstände, etc. erlauben, wählen.
Sie tat das Mögliche und füllte es mit sehr viel Inhalt.
Die Themen ihrer Diplomandenseminararbeiten zeigen den Inhalt. Lese, wer mag.

achso?!_alles klar!
00
27.11.2010, 00:11
bin mit ihnen.

Bimpf
13
26.11.2010, 13:45

ich kann mich noch an ihre interviews bei olympia erinnern... ziemlich lustig und vor allem natürlich und ohne pr-coach - zumindest hats so gewirkt.

1.Jamaikanisches Slalomteam
 
00
26.11.2010, 12:16

Toller Sport. Schnell, dynamisch, athletisch, variantenreich und extrem spannend.

Viel Glück für die kommende Saison!

Der sich den Wolf tanzt
12
26.11.2010, 18:29
fast so spannend wie frauentennis, dressurreiten oder synchronschwimmen!

ich kanns mir solche sportarten leider nicht ansehen... der blutdruck!

1.Jamaikanisches Slalomteam
 
02
26.11.2010, 21:06
genau.

Aber Leute wie Sie finden sicher nur Formel1 spannend.wo ganz männliche Männer in ihren starken,lauten,unnötigen Vehikeln völlig sinnentleert im Kreis rasen und der Sieger nicht selten schon am Anfang feststeht...

Thomas Felder1
00
4.12.2010, 12:23

es gab auch frauen in der F1, wie auch in der F2, aber vollkommen erfolglos

achso?!_alles klar!
02
27.11.2010, 00:30
wieso ist...

formel 1 schau´n (tu ich nicht) sinnenleerter als
snowboarden?!

achso, snowboarden ist unschuldiger und irgendwie
cooler. mit betonung auf "irgendwie".

geschäftstüchtig sind sie alle (schön, wie man(n) die ganzen Sponsorenlabels auf dem Foto sieht. Frau offensichtlich nicht.
Hauptsache erfolgreich. Egal ob Formel 1 oder Snowboard /Lifestylesport. Die Helde(Inne)n für die Deppen.

Sorry.

WunzelPunzel
14
26.11.2010, 11:41
im Frühling beginne ich mit dem Doktor.

und dazwischen wir mit der Weltelite mitgefighten!
dazu sag ich nur mehr eines:

Respekt & Chapeau

ich wünsche weiter viel Erfolg.
für beides!!

mika33
08
26.11.2010, 11:09
Fesch!

misanthropie
94
26.11.2010, 10:42
Da habe ich mein für drei Wochen geplantes Trainingslager in der Schweiz ausgedehnt. Im Endeffekt sind es drei Monate in Saas Fee geworden, mit Radfahren, Klettern, Laufen, Skateboarden und Snowboarden. Alles, was man halt machen kann in den Bergen.

bitte die sportdroge auch mit gefängnisstrafe verbieten,
danke

FinalDestinati0n
28
26.11.2010, 11:08

ldiot.

misanthropie
60
26.11.2010, 12:11
"idiot"

sagte der alkoholiker, trank sein bier leer und schimpfte weiter über andere süchtige..

Aux armes, citoyens
13
26.11.2010, 13:06

bist eigentlich wo ongrennt?
was is an sport auszusetzen? der mensch hat einen natürlichen bewegungsdrang und sein körper dankt es ihm dann mit gesundheit und schönheit.
was man ja von wirklichen drogen nicht wirklich sagen kann. und ja, die dosis ist auch beim sport wichtig. nur als wahrscheinlich rachitischer couch potatoe den sport pauschal verunglimpfen ist selbstverleugnung.

Gerhard1967
10
26.11.2010, 13:06
Nicht alles was hinkt ...

... ist ein Vergleich.

Liebe Grüße

BK W. Shoyssel
01
26.11.2010, 09:37
irgendwie

Kaltenbrunner in Juniorversion

Bimpf
23
26.11.2010, 13:46

versteh ich ned..

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