Kann unter die Haut gehen

25. November 2010, 17:10
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Esther Rots veranschaulicht in ihrem Spielfilmdebüt eindrücklich psychische Auswirkungen von Gewalt an Frauen

Die Trennung von ihrem Freund macht Marieke zu schaffen, doch lässt sie sich ihren FreundInnen gegenüber nichts anmerken. Ihr fragiles Gleichgewicht bricht jedoch auseinander als sie in ihrer Wohnung in Amsterdam überfallen wird. Nach dem brutalen Überfall ist ihr Leben nicht mehr wie vorher.

Marieke entscheidet sich, Amsterdam zu verlassen und in ein altes Haus aufs Land zu ziehen. Dieses Haus wird zu ihrem absoluten Rückzugsort, wo sich die schwer traumatisierte junge Frau ihrer Innenwelt und ihren intensiven Gefühlen allein aussetzt.

Der desolate Zustand des Hauses und die Renovierungsversuche werden dabei zum Spiegelbild Mariekes inner Befindlichkeit: ihre Gefühle schwanken zwischen Angst, Ohnmacht, Wut und Hass, ihr Tatendrang wird von Kraftlosigkeit, Erschöpfung und Leere abgelöst. Nur langsam entstehen Momente der Hoffnung: Mariekes Austausch via Internet mit anderen Opfern von Gewalt sowie die leise Annäherung zwischen Marieke und dem Nachbarn John.

Filmpräsentation in Innsbruck

Esther Rots' Spielfilmdebüt führt eindrücklich psychische Auswirkungen von Gewalt an Frauen vor Augen. Anlässlich der Aktionstage "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" präsentiert kinovi[sie]on den preisgekrönten Film "Kan Door Huid Heen / Can Go through Skin" am Montag, 29. November um 18:35 Uhr im Leokino Innsbruck. (red)


Links

kinovi[sie]on

Leokino, Anichstrasse 36, Innsbruck. Ticketreservierungen unter: 0512 / 560470

Mehr zum Thema auf der Schwerpunktseite Int. Tag gegen Gewalt an Frauen

  • Rifka Lodeizen ist in dem Spielfilmdebüt der niederländischen Regisseurin Ester Rots als traumatisierte junge Frau zu sehen.
    foto: filmstill kan door huid heen/kinovi[sie]on

    Rifka Lodeizen ist in dem Spielfilmdebüt der niederländischen Regisseurin Ester Rots als traumatisierte junge Frau zu sehen.

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