Wirtschaftskammer warnt vor Wiener Verkehrsplänen

25. November 2010, 11:29

Jank kritisiert, die Stadtregierung würde den Aufschub der S1 hinnehmen

Wien - Die Wiener Wirtschaftskammer sieht der neuen rot-grünen Stadtregierung mit Skepsis entgegen - jedenfalls in Verkehrsfragen. Kammerpräsidentin Brigitte Jank warnt in einem Kommentar für die Kammerzeitung "Wiener Wirtschaft" vor den bereits bekanntgewordenen Plänen, also etwa die beabsichtigte Reduzierung des Autoverkehrs, die Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung und die Sperre des Rings für weitere Großveranstaltungen.

Demonstrationen schlecht fürs Geschäft

Gerade letzterer sei durch die "Vielzahl an Demonstrationen" ohnehin bereits stark beeinträchtigt, kritisierte Jank. Zusätzlich zu den Unternehmen, die den Ring als Verkehrsweg nutzten, seien hier die Betriebe der Innenstadt und der angrenzenden Bezirke erheblich betroffen. "Es kann nicht das Ziel der Stadtregierung sein, den Druck auf diese Betriebe noch weiter zu erhöhen", befand die Kammerpräsidentin.

Die Verkehrskonzepte müssten sich daher auch an den wirtschaftlichen Notwendigkeiten orientieren. Deutlich "mehr Engagement" als bisher wäre von der neuen Stadtregierung zudem im Bereich der hochrangigen Verkehrsinfrastruktur angebracht, forderte Jank. Dem Verkehrsministerium die Streichung bzw. den Aufschub wichtiger Projekte wie dem Lückenschluss der Umfahrung S1 "unwidersprochen durchgehen zu lassen", sei nicht zu akzeptieren. (APA)

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ich kann mir nicht vorstellen ...

... dass ein zurückdrängen des PRIVATEN kfz-verkehrs sich negativ aufs gewerbe auswirken könnte - z.b. mehr zustellfahrten, mehr ausleihe von mietwagen und dgl ...

Und auf Konsumentenseite gibt's eine Geldverbrennungsmaschine weniger, also mehr Kaufkraft.

Starkes Stück, aber nur konsequent.

Die Klientel der WK haben kein Interesse an den Lebensumständen in Wien. Sie wollen mit uns + der Stadt Geld verdienen, fertig.

Sie selbst leben in der Grünruhelage und wollen mit ihrem Q7 so schnell wie möglich zu ihren Büros oder Geschäften gelangen.

Leider lassen sich die Stadtplaner von diesem Gesindel alles mögliche einreden. Und die meisten Planer spielen eben gerne mit Bauklötzchen. So sehen ihre Produkte dann auch aus.

Diese Stadt braucht 50% weniger Autofahrten im Innenstadtbereich und mindestens 100.000 neue Bäume in den Strassen.
Und bitte, ich will nicht das alles so bleibt wie es ist, nur keiner mehr Autofahren darf.

Ich fände es toll, wenn ich mir in der Nähe meiner Arbeit eine Grünruhelage mit guter Schule leisten könnte.

Ich gehöre zum Klientel, wohne weder in grüner Ruhelage, noch bin ich desinteressiert an den Lebensumständen in Wien.

Was soll die bescheuerte Verallgemeinerung inkl. Beschimpfung als Gesindel?

Außer Klugscheisserei.

"Demonstrationen schlecht fürs Geschäft"

?!

Demonstrationen sind ein Grundrecht, Sie Trampel!

Und in der Regel auch angemeldet, also auch angekündigt.

Manche Dinge verlangen eine kurze klare Antwort.

Danke dafür!
Sie haben ja so recht!
Und "Trampel" gefällt mir als Bezeichnung hier ganz außerordentlich.

wirtschaftskammer? weg damit!

gott sei dank haben die schwarzen (und blau) in wien nichts mehr zu reden. Kein wunder mit ihrer verkehrspolitik von vorgestern (mehr strassenausbauten, keine weiteren belastungen für pkw und lkw), dass sie im städtischen bereich immer wähler verlieren. Gott sei dank ist die wk nicht wahlentscheidend!

Dieser Aufschrei....

....der WK war zu erwarten. Hoffe dass sich diese Befürchtungen nicht bewahrheiten...

Detto Energiepolitik.

Was kümmert es die Grünen, dass das wasserreiche Österreich vom großen Stromexporteur der 60er Jahre zum Importeur geworden ist, weil Grün&Kronenzeitung praktisch jedes Wasserkraftwerk verhindert haben?

lernens (wirtschafts)gechichte

1.) der energieverbrauch vor 50 jahren war nicht so hoch wie jetzt.
2.) gab es damals noch einige kalorische kraftwerke. die wurden zum glück abgeschaltet. nicht wegen der umwelt sondern wegen der wirtschaftlichen rentabilität.
3.) sollen also die letzten noch halbwegs naturnahen auen und bergtäler zerstört werden?
4.) werden alternativenergien zum wohle der stromkonzerne zu wenig gefördert.
was aber ihr post mit der üblichen suderei der WK zu tun hat ist mir schleierhaft.

Wirtschaftskammer ist der Verein, der flexible Arbeitszeiten fordert. Nun, zwischen 11 und 14 Uhr sind die Damen und Herren zu Tisch. Und schon mal nach 16 Uhr angerufen?, ja die haben flexible Arbeitszeiten. Schon schön in einer geschützten Werkstätte zu arbeiten...

jedes Auto weniger in dieser Stadt

steigert die Lebensqualität. Auch wenn die WK das noch so negiert. Überlegen wir mal kurz, heute ist Fahrverbot auf der Mariahilferstrasse, u. es werden soviele Menschen wie noch nie erwartet ?

Im Gegenzug muss die Stadt natürlich die Öffis massiv ausbauen, mit neuen Parkpickerln, etc. sollte da einiges an Geld in die Kassa kommen.

Es ist, wie es ist, die Autos werden mehr u. länger u. öffentlicher Raum ist nun mal knapp.

Aber es kann sehr wohl funktionieren, Zürich ist da z.B ein schönes Vorbild, da kommen die Pendler mit Doppelstock Wiesel im 10min Takt am HBF an von bis zu 50 km entfernt. Die haben aber auch einen See in der Mitte, der den Autoverkehr in dieser Quantität sowieso nicht zulässt.

@parkpickerln

ich stimme Ihnen fast vollständig zu, bis auf ein kleines detail:
parkpickerln sind nicht als einnahmequelle geplant. sondern um MIV-verkehr zu reduzieren! (beides gleichzeitig schließt sich allein schon aus marktwirtschaftlcihen gründen aus)
woher das geld kommen soll kann man am besten an einer stadt namens hasselt demonstrieren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Pers... in_Hasselt

weniger autos heißt weniger straßen heißt weniger kosten für diese. und straßen(erhaltungs)kosten sind astronomisch!

Okay,,

Maurer drum rum, keine Autos, LKWs mehr reinlassen. Und schon ist es eine super Stadt.

Gehts der Wirtschaft gut,

dann gehts der Wirtschaft gut!

ja, die müssen mal behirnen:

Geht's den Menschen gut,
geht's auch der Wirtschaft gut.

Gehts der Wirtschaft schlecht..

gehts nur(?!) der Wirtschaft schlecht?

also dem mirko kovacs gehts durch die atec pleite nicht schlechter

sein privatvermögen ist sicher in einer stiftung

Es wird ihm nicht schlechter gehen

aber nicht weil sein Geld in der Stiftung ist (dann ist es nämlich nicht mehr sein Geld), sondern weil er sichlich eine Rechtsform gewählt hat, sodaß ein Zugriff auf sein Privatvermögen nicht möglich ist. Er wird nur GF sein, und das ganze ist wohl eine Aktiengesellschaft, die somit niemand persönlich gehört sondern den AKtieninhabern.

Seit Leitls Dummspruch unter dem schmallippigen Lügenpolitiker (ehemals Lügenkanzler)

"Geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut", weiß man, was von der WK zu halten ist.

Ich warne vor der Wirtschaftskammer

Pures Lobbying der WK.

Vor allem des (ÖVP-nahen) Wirtschaftsbundes. Nicht alle bei der Wirtschaftskammer sind so drauf.

Wer mit einem Lauda und einem pensionierten ORF-ler

primitivste Werbung für Umverteilung von unten nach oben macht, dem muss man Authenzität zugestehen.
Sie zeigen sich so zynisch und dumm wie sie das Volk einschätzen.
Widerlich, einfach widerlich!

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