Schoko-Lebkuchen schneidet "gut" ab - Gefahr von Acrylamid für Menschen noch nicht restlos geklärt
Berlin - Beim Kauf von Schokoladen-Lebkuchen können Konsumenten laut der deutschen Stiftung Warentest kaum etwas falsch machen. In einem Test schnitten zehn von 13 untersuchten Erzeugnissen "gut" ab, berichtet die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Test". Nur zwei hätten die Note "befriedigend" erhalten, ein weiterer die Note "ausreichend".
Unter den mit "gut" bewerteten Schoko-Lebkuchen seien sowohl Produkte von Discountern als auch von Markenherstellern. Teils schnitt aber auch das Gebäck großer Marken weniger gut ab. Schoko-Lebkuchen werde ohne Oblate gebacken und haben oft die Form eines Sterns, einer Brezel oder eines Herzens.
Krebserregend im Tierversuch
Bei den acht untersuchten Lebkuchen mit Oblate hätten dagegen nur drei mit "gut" abgeschnitten, vier mit "befriedigend" und einer mit "ausreichend", berichtete "Test". Zu den Oblaten-Lebkuchen gehören die Nürnberger Lebkuchen mit einem Anteil von 12,5 Prozent Mandeln oder Nusskernen, sowie die deutlich höherwertigen und feineren Elisen-Lebkuchen mit mindestens 25 Prozent Mandeln. Die besten Nürnberger Lebkuchen gibt es demnach bei Discountern. Die getesteten Elisen-Lebkuchen hätten trotz guter äußerlicher Anmutung unter anderem wegen Mängeln an der Verpackung weniger gut abgeschnitten.
Die Belastung mit Acrylamid war laut "Test" nur in einem der untersuchten Lebkuchen auffallend hoch. Jedoch sei auch hier keine Höchstgrenze überschritten worden. Acrylamid kann beim Frittieren, Backen oder Braten stärkehaltiger Produkte entstehen. Im Tierversuch löst die Substanz Krebs aus und schädigt das Erbgut. Die Gefahr für den Menschen ist noch nicht abschließend geklärt. Das deutsche Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hatte kürzlich mitgeteilt, dass der Acrylamid-Anteil in Lebkuchen in den vergangenen Jahren gestiegen sei. (APA)