"SAW 3D – Vollendung": Ritzeratze, voller Tücke!

24. November 2010, 18:55
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"SAW 3D - Vollendung", der siebente Teil der Schockerreihe - und die weiteren Filmstarts der Woche

Selbstverstümmelung für Fortgeschrittene bietet "SAW 3D - Vollendung", der bereits siebte Aufguss der Schockerreihe. Einmal mehr geht es darin primär um jene Apparaturen, in die der Killer Jigsaw und seine Komplizen seit 2004, als der erste Teil reichlich frisches Blut ins Horrorgenre brachte, ihre Opfer spannen.

Um aus diesen Maschinen zu entkommen, müssen sich die Gefangenen in der Regel von Angehörigen oder Gliedmaßen trennen. Das Ziel von Jigsaw, dem Paulo Coelho der Serienmörder, ist es dabei, Menschen neue Freude an ihrem Leben zu schenken. Eine schwarze Pädagogik, wie man sie ähnlich von Kafkas Strafkolonie kennt.

Neben den exotischen Foltermechanismen haben sich die Autoren im Lauf der Jahre ein allzu kompliziertes Handlungsgeflecht ausgedacht, das die nerdigeren Zuseher fesseln und jetzt zu seiner Vollendung kommen soll.

Das von James Greutner inszenierte Finale ist allerdings einerseits wirklich nur für Fans interessant, welche andererseits, so sie auf eine große Schlusspointe hoffen, wohl enttäuscht werden. Zwar tauchen alte Bekannte wieder auf, doch dient die vermeintlich gesellschaftskritische Handlung (Stichwort: Voyeurismus), welche auch durch den erstaunlich wenig plakativ eingesetzten 3-D-Effekt keine Tiefe bekommt, nur als Kitt für die grausigen, letztlich jedoch ermüdenden Folterszenarien.

Außerdem neu: der Politthriller "Fair Game" mit Naomi Watts und Sean Penn, die Familienkomödie "Reine Fellsache" sowie die Synchronschwimmerkomödie "Männer im Wasser". (wall/ DER STANDARD, Printausgabe, 25.11.2010)

 

  • Wo gesägt wird, da fallen bald Gedärme: gewohnt blutige Spiele in "SAW 3D".
    foto: emw

    Wo gesägt wird, da fallen bald Gedärme: gewohnt blutige Spiele in "SAW 3D".

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