Auch die Tiere werden dicker

24. November 2010, 18:21

In den Industrieländern werden nicht nur wir Menschen immer runder - US-Forscher schließen daraus, dass die Ursachen für Adipositas komplexer sind als gedacht

London - Menschen in den Industrieländern sind in den vergangenen Jahren drastisch dicker geworden. Schuld daran trage eine ungesunde Ernährungsweise und mangelnde Bewegung, heißt es. Doch nun vermuten US-amerikanische Forscher, dass dahinter mehr stecken könnte.

Yann Klimentidis von der University of Alabama in Birmingham war mit Kollegen auf Hinweise gestoßen, die auch Labortieren fetter würden. Sie gingen der Sache nach und werteten letztlich 24 Fachpublikationen mit insgesamt über 20.000 Tieren aus - darunter waren Schimpansen, Makaken und Mäuse ebenso wie Hunde und Katze.

Das einheitliche Ergebnis all dieser Studien: Auch Tiere, die in der Industriegesellschaft leben, werden immer dicker. Dabei spielt es laut Klimentidis offenbar keine Rolle, welche Nahrung sie zu sich nehmen, in welcher Umgebung die Tiere leben oder wie viel Bewegung sie haben.

In ihrer eigenen Publikation, die in den "Proceedings B" der britischen Royal Society erschien, vermuten die Wissenschafter hinter dem Phänomen Fettleibigkeit weitere Faktoren: So könnten bestimmte Viren Mensch und Tier krankhaft fett machen. Auch andauerndes Licht als Folge der modernen Lebensweise sei ein möglicher Faktor, zumal Studien zeigen, dass schon kleinste Änderungen der Lichtintensität das Essverhalten beeinflussen.

Epigenetische Fett-Effekte

Eine weitere mögliche Einflussgröße sehen die Wissenschafter in sogenannten epigenetischen Effekten - also Beeinflussungen der Aktivität von Erbanlagen, die ihre Ursachen in Umweltfaktoren haben und an nachfolgende Generationen weitergegeben werden können. Stress oder veränderte Klimabedingungen könnten hierfür beispielsweise mögliche Auslöser sein.

Das Fazit der Forscher: Fettleibigkeit ist kein simples Resultat falscher Gewohnheiten. Sie hat wahrscheinlich viele Ursachen, die folglich ebenso viele Lösungen verlangen. (APA, tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 25. 11. 2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 59
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ente,ente,ente,ente,ente,ente,ente,...
00
28.11.2010, 16:52

was glaubt ihr, warum softdrinks eiskalt und mit kohlensäure versetzt sind?

oder warum tabak mit zucker und ammoniak "gestreckt" wird?

damit wir nicht merken, welchen dreck wir konsumieren...kein normaler mensch würde diese zuckerbomben bzw. diesen minderwertigen tabak runterkriegen, wenn das nicht kaschiert würde...und wozu ist das gut?

damit wir süchtig werden! wo kommen wir denn hin, wenn wir frei und bewusst entscheiden könnten, was wir konsumieren?

joergipoergi
00
26.11.2010, 04:39
erschreckend

Was für ein Wissenschaftsverständnis hier im Forum herrscht.
Ich, mit meinen 1:83 und 66 Kilo, finde die Vorstellung, dass es, neben den Hauptgründen für Übergewicht (sprich überzuckertes Essen und Getränke, zu wenig Bewegung) auch noch ein anderes, komplexes zusammenspiel der Epigenetik geben könnte, schlichtweg faszinierend.
Aber nein, wenn man das Scheckbuch ausgleicht, dann ist ja alles in Ordnung.

phaidros
00
26.11.2010, 12:53
naja typisch oesterreich halt.

eh grad gestern hier zu lesen gewesen:

http://derstandard.at/128960860... uch-ma-net

joergipoergi
00
26.11.2010, 14:15

:(

MondXicht
00
25.11.2010, 19:05

Komisch dass die Sportler nicht adipös werden...liegt sicher nicht an der Bewegung oder daran, dass sie nicht täglich bei McDonalds essen gehen.

phaidros
00
26.11.2010, 12:46

es geht in dem artikel NICHT um bewegung, oder glauben sie im ernst, dass pferde, affen, ratten etc sich heute auch weniger bewegen als vorher?

MondXicht
00
26.11.2010, 14:23

Hab nix davon gehört dass Pferde und Affen so besorgniserregend dicker geworden sind in den letzten Jahren

phaidros
00
28.11.2010, 18:50

genau davon handelt dieser artikel aber :-) offenbar gibt es eben den trend zur gewichtszunahme auch bei domestizierten sauegetieren.

MondXicht
00
28.11.2010, 19:22

Ich denke das bezieht sich vorallem auf Hunde und Katzen. Affen sind nur bedingt domestizierbar und von fetten Pferden hab ich bisher noch nix gehört - von bladen hätschel-Hundis und Katzen aber mehr als genug.

phaidros
00
1.12.2010, 15:15

nein, das ist falsch. die studie handelt von tieren in menschlicher umgebung, dabei vor allem von tieren, die unter laborbedingungen gehalten werden - also affen, maeuse etc.

erstaunlich ist dabei, dass klassische haustiere, wie etwa katzen und hunde, von denen man aufgrund der sheba-whiskas diaet verfettung annehmen wuerde, davon weniger betroffen sind als schimpansen und makaken, die seit jahrzehnten unter denselben ernaehrungsbedingungen gehalten werden.

ich kann nur empfehlen, das verlinkte originalpaper zu lesen.

Heiße Luft
02
25.11.2010, 18:04

so ein schwachsinn! also manche forscher sind sowas von realitätsfremd, und wolen uns den müll dann auch noch auf auge drücken.

phaidros
00
26.11.2010, 12:49

na, dann erklaeren sie uns mal, was an dieser studie, erstellt mit 20000 individuen aus 24 tierpopulationen, genau realitaetsfremd sein soll.

wenn sie fehler im artikel finden sollten, dann legen sie es dar, argumentativ und treten den gegenbeweis an.

ansonsten verkriechen sie sich doch einfach zurueck in ihre hoehle und halten die klappe bei themen, die ihnen zu hoch sind.

Heiße Luft
00
26.11.2010, 16:06

lesen sie die postings über mir und unter ihnen. das denken der leute über diesen artikel ist beweis genug. zudem sind postings da, dass man seine meinung bringt und nicht zwingend wissenschaftliche gegenargumente oder zustimmungen liefert. wenn´s gefällt, dann wohl ok. mir ist der artikel und vor allem IHR aggressiver ton zu blöd um mich auf eine disskusion einzulassen, sie schwachkopf.

wie ich sehe haben sie ihr posting wohl schnell in der mittagspause geschrieben. hat´s essen nicht gescheckt, oder hat sie der chef genervt? egal, sparen sie es mir, sich ihren frust bei mir abzuladen!

phaidros
00
28.11.2010, 19:01

"schwachsinn", "muell", "realitaetsfremd" und "aufs auge druecken" waren die besonders feinen worte, die sie gewaehlt haben - wie man in den wald hineinruft, kommts halt zurueck - sie scheinens selber gern kernig zu wollen, also warum ploetzlich so zimperlich?

was mich generell nervt hier ist, dass leute wie sie sehr offensichtlich die artikel nicht mal gelesen haben, zu denen sie eine abfaellige meinung posten. welchen sinn das haben soll, ist mir unklar.

Heiße Luft
00
28.11.2010, 20:29

Das Stress zu Stoffwechselstörungen führt und dadurch zu Übergewicht, ist mir klar – dazu brauch ich die Studie nicht. Viele Tierarten (Füchse, Waschbären etc.) haben sich auch schon an den Lebensraum (Stadt) der Menschen angepasst. Die Nahrungsbesorgung dieser Tiere hat sich enorm verändert und ist größten teils leichter geworden. Sie leben vom Abfall und wissen wo sie einen sicheren, warmen Schlafplatz finden. Aber sie sind mit Sicherheit auch mehr Stress ausgesetzt (Lärm, Autos, Menschenmassen etc.). Bei diesen Tieren Fettleibigkeit zu finden wäre denkbar! Zu Labortiere: Labor ist ein ungewohnter Lebensraum und heißt Stress, keine o. kaum Bewegung...

(zweiter Teil folgt!!!)

phaidros
00
1.12.2010, 15:17

dass labor stress bedeutet - ok - aber warum soll der heute groesser sein als in den 90ern?

Heiße Luft
00
29.11.2010, 01:49

(II Teil) …Labortiere sind auf Grund ihres stark eingeschränkten Lebensraums meist auch verhaltensgestört (nicht grad optimal für diese Studienzwecke, oder?). Dies alles deckt sich für mich nicht mit der Aussage (Zitat): „laut Klimentidis offenbar keine Rolle, welche Nahrung sie zu sich nehmen, in welcher Umgebung [!!!] die Tiere leben oder wie viel Bewegung sie haben. Zudem habe ich noch NIE, weder real noch vom Fernsehen her, ein fettleibiges FREILEBENDES Tier gesehen! Winterspecksammler und Populationen bei denen dies so veranlagt ist, als auch vllt. Tiere die keine natürlichen Feinde mehr haben, ausgenommen. Ich sehe aber täglich viele dicke Herrlis mit ihren dicken Tierlis. Wollen sie noch einen III Teil?

phaidros
00
1.12.2010, 15:21

ich hab die studie zwar nicht erstellt, aber wenn man deren statistik trauen darf, neigen katzen u hunde eben (auch wenn ich, wie sie ja auch, es fuer wahrscheinlicher halten wuerde) weniger zur gewichtszunahme als die unter strenger gleichbleibender diaet stehenden affen, denen wir evolutionaer naeher stehen.

metalwoman
00
25.11.2010, 17:56

Erklärung: wenn Frauli/Herrli futtert, kriegt das liebe Hundi/Katzerl auch immer etwas, weil allein essen macht keinen Spaß und das Viecherl ist eh soo mager und/oder bettelt ständig um Futter.

phaidros
00
26.11.2010, 12:51

und das trifft auch auf pferde zu, die auf der wiese weiden?
das gras voller transfette?

hinweis: die studie wurde mit labortieren erstellt, die seit jahrzehnten immer dieselbe diaet bekommen. nix mit herrli und frauli und viel fressi.

Kokoskalif
22
25.11.2010, 16:54

Die Anstieg des Durchschnitts-BMI in Industrieländern geht, wie der Klimawandel, ausschließlich auf unbeeinflussbare Faktoren wie der Sonnenaktivität zurück, daher ist eine Verhaltensänderung des Menschen keine sinnvolle Maßnahme.

So Nina
01
25.11.2010, 16:23
Gute Ausrede...

...für die Dicken. Ich bin nicht fett, mein Hund ist auch nicht fett. Das Geheimnis? Täglich viel Bewegung (joggen, schwimmen,...) und einfach weniger fressen. auch wenn es manchmal nicht lustig ist, aber ehrlich: ich genieße es, dass ich von Zeit zu Zeit wirklich Hunger spüre und nicht ständig meinen ohnehin überfüllten Magen weiter anfülle...
Und mein Hund? Der bekommt Hundefutter aus Fleisch und selbstgekochten Beilagen. Kommt billiger und ist gesünder...

molekühl
07
25.11.2010, 16:06

Möpse werden immer dicker.
Wenigstens mal eine positive Nachricht.

Lukas Chen
03
25.11.2010, 14:07
Bewegung ist der Hauptgrund

Ein Eichhoernchen bewegt sich gern den ganzen Tag und sammeln Nuesse. Man hat niemals ein fettes Eichhoernchen gesehen. Ein Schwein bewegt sich nicht gern, und alle Schweine sind immer fett.

phaidros
00
26.11.2010, 12:53

nein, bewegung ist, wie diese studie zeigt, nicht der hauptgrund.

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