Verhandlungen um Online-Rechte für die insgesamt 700 Titel umfassende Miramax-Filmbibliothek
Google will laut Medienberichten Filme
des Hollywood-Studios Miramax wie "Pulp Fiction", "Kill Bill" oder
"Shakespeare In Love" auf YouTube bringen. Der Internet-Konzern sei
in Verhandlungen um Online-Rechte für die insgesamt 700 Titel
umfassende Miramax-Filmbibliothek, berichtete unter anderem das "Wall
Street Journal" am Mittwoch. Es sei noch offen, um wie viele Filme es
am Ende gehen werde.
Inhalte für Google TV
Google könnte mit den Miramax-Streifen unter anderem das Angebot
der Video-Website YouTube aufbessern, auf der Filme neuerdings auch
vermietet werden. Noch dringender ist allerdings die Plattform Google
TV, mit der der Suchmaschinen-Riese traditionelles Fernsehen und
Internet-Video miteinander verschmelzen will, auf hochwertige Inhalte
angewiesen. Die großen US-Fernsehsender sperrten Google TV kurz nach
dem Start aus, da sie um ihre Werbeeinnahmen fürchten. Zudem bekamen
die ersten Geräte für den Google-TV-Dienst überwiegend vernichtende
Kritiken in der US-Fachpresse, weil sie zu kompliziert zu bedienen
seien.
Neuanfang
Miramax steht gerade vor einem Neuanfang. Das Studio der Brüder
Bob und Harvey Weinstein hatten das Studio mit erfolgreichen
Independent-Produktion gemacht. 1993 verkauften sie Miramax an den
Disney-Konzern, führten es aber bis zu ihrem Ausscheiden 2005 weiter.
Zum Schluss fühlten sie sich aber von den Disney-Oberen in ihren
kreativen Freiheiten eingeschränkt. In diesem Jahr beschloss Disney,
schließlich, das zuvor bereits eingedampfte Studio für 660 Millionen
Dollar an Investoren zu verkaufen. Der Deal soll in den nächsten
Wochen über die Bühne gehen. Google sei in Verhandlungen mit dem
künftigen Eigentümer Filmyard Holdings. (APA/dpa)
Der WebStandard auf Facebook