Arbeitnehmer 50+

Viele Beschäftigte arbeiten trotz Krankheit

24. November 2010, 13:49

Mehr als 40 Prozent der über 50-Jährigen arbeiten trotz Krankheit

Linz - Bereits jetzt arbeiten mehr als 40 Prozent der über 50-Jährigen trotz Krankheit. Dies habe oft schwerwiegende Folgen, kritisiert die Arbeiterkammer Oberösterreich in einer Aussendung. Die Arbeiterkammer fordert nun, die Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass die Menschen lange und gesund am Arbeitsleben teilnehmen können.

Ältere sind seltener krank

Ältere Arbeitnehmer seien seltener krank, allerdings dauern die Krankenstände länger. Arbeiten trotz Krankheit habe oft schwerwiegende Folgen: 44 Prozent seien dadurch länger krank, 45 Prozent fühlten sich matt und abgeschlagen und 31 Prozent hatten in der Folge stärkere gesundheitliche Probleme.

Die Pro-Kopf-Zahl der Krankenstandstage infolge von psychischen Leiden liege bei Arbeitslosen achtmal höher als bei Beschäftigten, zitiert die AK aus dem Fehlzeitenreport 2009. Krankheit mache also arbeitslos und Arbeitslosigkeit mache krank. 74 Prozent aller über 50-Jährigen Arbeitslosen schätzen ihre Arbeitsmarktchancen als sehr schlecht ein. "Hier braucht es Perspektiven und keine Drohungen", fordert die AK-OÖ.

Gesunde Teilnahme am Arbeitsleben

Statt das Engagement der älteren Kollegen zu schätzen, fordern laut AK-OÖ Vertreter der Wirtschaft eine Reduktion der Krankenstandstage um 20 Prozent und gleichzeitig Einschnitte bei den Leistungen der Arbeitslosenversicherung. "Solche Ankündigungen machen Angst und verunsichern", warnt die AK. Sie fordert stattdessen die Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass die Menschen lange und gesund am Arbeitsleben teilnehmen können bzw. ausreichend Zeit bekommen, wieder gesund zu werden. Die Forderungen: Keine Kündigung bei Krankenstand, keine Einschränkung beim Krankengeld, bessere Existenzsicherung bei Arbeitslosigkeit und keine Anhebung des Pensionsalters. (APA)

Emiliano Zapata
 
00
25.11.2010, 09:56
nicht nur 50+ arbeiten viele trotz krankheit

das ist in fast allen altersgruppen so. der druck der firmen ist gross, wenn auch oft nicht ausgesprochen. und viele haben eben angst um ihren arbeitsplatz, wer kann macht bei krankheit eben teleworken...
ab 40 (und nicht erst ab 50) ist es dann sowieso am arbeitsmarkt schwieriger, daher nimmt hier der druck noch einmal zu. aber der forderung nach beibehaltung des pensionsalters kann ich mich nicht anschliessen. das pensionsantrittsalter sollte schön langsam (oder besser schnell) dem gesetzlichen alter angepasst werden - wobei den firmen die möglichkeit genommen werden muss, arbeitnehmer ab 58 elegant in die frühpension zu verabschieden! so mancher würd ja noch bleiben wollen...

Balkonbepflanzer
41
24.11.2010, 22:53
So manch einer bleibt aber wegen ein bisserl Schnupfen auch daheim.

Da muß ich dann sagen, gesund aber im Krankenstand.

tucker maxxx
00
25.11.2010, 09:26

das san mir die liebsten kollegen, demonstrativ beweisen wie toll sie nicht sind weil sie trotzdem arbeiten gehen, bringen nichts weiter und stecken den rest auch noch an (damit mein ich diese leute wo schon die vorgestezten sagen sie mögen gefälligst daheim bleiben). firmen die bei krankheit druck ausüben sind ohnehin das letzte

Seria
00
24.11.2010, 21:57

viele Gesunde arbeiten trotzdem nicht

Herzerzog Johann
30
24.11.2010, 19:29

Viele Beschäftigte arbeiten trotz Gesundheit nicht.
So gleicht sich alles aus.

Chocoholic
03
24.11.2010, 14:33
Als ob es fuer juengere gesuender waere.

Vielleicht sollte sich die AK generell mehr um Mitarbeiterschutz kuemmern....

misanthropie
01
24.11.2010, 14:58
Vielleicht sollte sich die AK generell mehr um Mitarbeiterschutz kuemmern....

für mitarbeiter haben die noch nie was getan...

tucker maxxx
00
25.11.2010, 09:04

unsinn, wenn man seinen hintern dorthin bewegt wird einem auch weitergeholfen, hab durchwegs positive erfahrungen mit der AK (so wie viele meinder ex kollegen) gemacht.
ähnlich wie die unternehmer gern über die WKO jammern, dass diese nichts täte, aber letzlich noch nie dort um unterstützung angefragt haben.

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