Beste Sommersaison seit 15 Jahren

24. November 2010, 11:25
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Starke Zuwächse bei Russen, Amerikanern und Schweden

Wien - Der heurige Sommer war für die österreichische Tourismuswirtschaft der beste seit 15 Jahren. Die Anzahl der Gäste erreichte mit 17,9 Millionen ein Allzeithoch, wie aus Daten der Statistik Austria hervorgeht. Die Nächtigungen nahmen gegenüber dem Sommer 2009 um 1,3 Prozent auf 62,47 Millionen zu - mehr waren es zuletzt im Jahr 1995 (65,57 Millionen). Das beste Sommerergebnis überhaupt wurde 1981 mit 78,28 Millionen Übernachtungen erreicht.

Im Oktober wurden 6,26 Millionen (+2,9 Prozent) Nächtigungen gezählt, das bisher beste Oktoberergebnis. Auch die Monate Mai (+3,4 Prozent), Juli (+2,9 Prozent), August (+0,5 Prozent) und September (+0,8 Prozent) trugen zu der positiven Sommerbilanz bei.

Blendende Aussichten für Winter

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hofft, dass dank des frühen Schneefalls in vielen Skigebieten, gezieltem Marketing und massiven Investitionen auch das Winterergebnis solide ausfallen wird. Das von der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) geförderte Investitionsvolumen werde heuer mit rund 835 Mio. Euro einen Rekordwert erreichen, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Auch die Seilbahnwirtschaft habe heuer rund 562 Mio. Euro investiert, davon rund 153 Mio. Euro in Beschneiungsanlagen.

Andererseits seien die Lage der Weihnachtsfeiertage und der späte Ostertermin ungünstig für die Tourismuswirtschaft. Auch Wifo-Experte Egon Smeral ist zurückhaltend - er rechnet zwar mit einem ähnlichen Nächtigungsergebnis wie im vergangenen Winter, allerdings mit leicht sinkenden Umsätzen.

In der Sommersaison 2010 wurde erstmals seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen die 20-Millionen-Marke bei inländischen Gästenächtigungen überschritten (+1,5 Prozent auf 20,17 Millionen). Die ausländischen Gästenächtigungen legten um 1,2 Prozent auf 42,30 Millionen zu, trotz Rückgängen beim wichtigsten Herkunftsmarkt Deutschland (-1,8 Prozent auf 23,43 Millionen, mit einem Anteil von 55,4 Prozent aller ausländischen Gästenächtigungen).

Wichtig für den österreichischen Sommertourismus sind auch die Urlauber aus Holland (-1,5 Prozent) und Belgien (-2,0 Prozent). Diese Rückgänge konnten aber durch Nächtigungszuwächse von Gästen aus der Schweiz (+4,7 Prozent), Großbritannien (+10,3 Prozent), Frankreich (+2,7 Prozent), den USA (+17,3 Prozent), Tschechien (+3,5 Prozent), Schweden (17,2 Prozent), Ungarn (+0,1 Prozent) und Russland (+35,3 Prozent) kompensiert werden.

Mit Ausnahme von Kärnten (-3,7 Prozent auf 8,75 Millionen) und Oberösterreich (-3,4 Prozent auf 4,25 Millionen) gab es in allen Bundesländern mehr Nächtigungen als im Sommer 2009. Insbesondere Wien liegt mit einem Zuwachs von 10,0 Prozent auf 6,27 Millionen Nächtigungen deutlich über dem Bundesdurchschnitt (+1,3 Prozent) und trägt damit maßgeblich zum positiven gesamtösterreichischen Ergebnis bei. (APA)

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    In der Sommersaison 2010 wurde erstmals seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen die 20-Millionen-Marke bei inländischen Gästenächtigungen überschritten.

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