Wiener Biotech-Firma "f-star" landet Riesendeal

22. November 2010, 17:26

Kooperation mit Boehringer Ingelheim verspricht gut eine Milliarde Euro Geldzufluss

Wien - Das Forschungsunternehmen "f-star" aus Wien hat nach Einschätzungen von Branchenexperten einen der größten Biotech-Deals fixiert, die es in Österreich bisher gegeben hat. Eine Kooperation mit Boehringer Ingelheim, die Ende der Vorwoche fixiert wurde, sichert dem 2006 gegründeten Unternehmen in den kommenden Jahren einen Mittelzufluss von gut einer Milliarde Euro.

"Wenn alles läuft wie geplant und unsere Anstrengungen in klinisch angewendete Medikamente münden, könnten es in Summe 1,26 Milliarden Euro werden", sagte Florian Rüker, Mitbegründer und akademischer Kooperationspartner der Firma, dem Standard.

Die 23 Mitarbeiter des Unternehmens haben eine innovative Technologie zur Herstellung von verbesserten Antikörpern und Antikörper-Fragmenten entwickelt, die noch verfeinert und anschließend wirtschaftlich genutzt werden soll. Die wirtschaftliche Nutzung wird jetzt mit Boehringer Ingelheim angegangen.

Die Vereinbarung umfasst bis zu sieben Forschungsprogramme, die mehrere therapeutische Bereiche einschließen können, allen voran die Krebstherapie und Autoimmunerkrankungen. "f-star" wird von Boehringer Ingelheim Gebühren für den Zugang zur Technologie sowie Forschungsförderungen erhalten. Für jedes der sieben Forschungsprogramme wird Boehringer Ingelheim "f-star" bis zu 180 Mio. Euro zahlen. Darüber hinaus wird "f-star" Lizenzgebühren aus eventuellen Produktverkäufen erhalten.

Das Unternehmen mit Standorten in Wien-Liesing und Cambridge (Großbritannien) rechnet in ein paar Jahren mit ersten vermarktbaren Produkten. Rüker: "Bis alle Genehmigungsverfahren durchlaufen sind, dauert es." (stro, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23.11.2010)

Bekka
 
00
23.11.2010, 12:50
wos brauch ma forschung

tunnellöcher sichern 100x mehr arbeitsplätze

ulrichsasd
00
24.11.2010, 10:02
ein toller sophisticated kommentar

legal eagle
 
00

ironie ist nicht ihre stärke, oder?

ulrichsasd
00
23.11.2010, 00:41
was soll das heissen, dass 1,2 mia euro ins unternehmen fliessen? wird das in österreich und england investiert ("verforscht?)

consul
00
23.11.2010, 07:19

das geld wird sicher nicht in produktionsanlagen investiert, sondern in forschungsanlagen und die personalkosten der forschungsteams...produzieren kommt später und ist dann sicher nichtmehr das problem. erst muss man mal wissen wie es geht...

Mathjö
 
01
23.11.2010, 01:13
Verforscht

Das Wort hör ich zum ersten mal! Was bedeutet das?

ulrichsasd
11
23.11.2010, 01:18
sie haben mich falsch verstanden / ich hab mich falsch ausgedrückt: ich wollte nur wissen, wo diese ominösen 1,2 mia investiert werden bzw ob das geld überhaupt "existent" ist oder etwa in den aufbau von produktionskapazitäten gesteckt wird ,

ich will einfach ein bisschen mehr infomation...

Shanajio
00
23.11.2010, 08:21

Bitte lesen: Es wird 7 Forschungsprogramme geben, die jeweils mit bis zu 180 Mio. € gefördert werden. D.h. 7x180 = 1280 Mio €. Und alles in Forschung.

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