"NIG-Mensa? - Jede Betriebskantine besser"

22. November 2010, 17:20
  • Artikelbild
    foto: güler alkan

    Essen in Uni-Mensas ist meistens günstig, aber nicht immer gut.

derStandard.at hat sich rund um Hauptgebäude und Campus der Universität Wien nach Essgelegenheiten für Studenten umgesehen

Der Magen knurrt, bis zur nächsten Vorlesung dauert es noch ein Weilchen. Wo kriegt man als hungriger Student, der Wurstsemmel, Kebab, Pizza-Schnitte oder fettigen Burger nicht mehr sehen kann, gutes und günstiges Essen in Uni-Nähe? Wer nicht weit gehen will, um etwas Warmes zu speisen, dem stehen die Mensen in den Universitätsgebäuden zur Verfügung. Im Winter praktisch, wenn man nicht raus in die Kälte will, zudem wird mit dem ÖH-Mensen-Pickerl 50 Cent vom regulären Preis abgezogen.

"Jede Betriebskantine besser"

In der Mensa im Neuen Institutsgebäude gibt es ab 11 Uhr täglich drei Menüs zur Auswahl.
Wer deftige Fleischgerichte wie Grammelknödel und Krautfleisch bevorzugt muss sich beeilen, denn das Mittagsmenü mit Suppe, Salat und Fleisch oder Fisch gibt es nur bis 14:00. Die fleischlose Variante und Tagesgerichte vom Grill sind bis 17:00 bzw. freitags bis 16:00 erhältlich. Die Preise für die Mittagsmenüs beginnen ab 4,30 Euro. Wer von der Menü-Auswahl nicht angetan ist, kann auch nur eine Hauptspeise wie einen kleinen Teller Pasta um 2,90 Euro nehmen, der große Teller kommt auf 3,90 Euro.

Allerdings eilt der Mensa im NIG ihr schlechter Ruf voraus. Im Gegensatz zu den Mensen in der Technischen Universität und der Wirtschaftsuniversität Wien hält sich die Begeisterung bei den Studenten in Grenzen. "Jede Betriebskantine ist besser und günstiger, die Portionen sind zu klein und der Geschmack nicht so gut", meint ein Student, der auf die Mensa des Afro-Asiatischen Instituts in der Türkenstraße ausgewichen ist.

AAI- und KHG-Mensen beliebter

Viele, die am NIG oder am Campus studieren, verschlägt es oft und gerne in die Mensa des Afro-Asiatischen Instituts in der Türkenstraße. Die hat nicht nur ein gemütlicheres Flair, sondern auch größere Portionen als in der NIG-Mensa. Beim Ausprobieren der Kohlrabi-Medaillons mit Salzkartoffeln, wurde die Testerin mehr als satt, bei den großen Portionen könnten sich auch zwei Studenten einen Teller teilen.

Das Mittagsmenü in der AAI-Mensa kostet mit Suppe, Gebäck, Hauptspeise, Salat oder Nachspeise 4,70 Euro, mit Mensen-Pickerl 4,20 Euro. Die Hauptspeise ohne Suppe und Salat kommt auf 4,30 bzw. 3,80 Euro mit Mensen-Pickerl. Wer nur eine Suppe essen will, zahlt 1,50 Euro. Die AAI-Mensa ist bis 15:30 geöffnet, wer zu spät kommt, wird aber im Cafe Afro nebenan ebenfalls gut verpflegt. Dort gibt es Tagespasta um 3,80, die Tagessuppe um 2,80 Euro und warme Toasts ab 2,70 Euro, gemütliche Atmosphäre inklusive.

Neben der AAI-Mensa schneidet auch die Mensa der Katholischen Hochschulgemeinde in der Ebendorferstraße bei den Studenten gut ab, einen Teller Suppe kann man dort ab 1,20 Euro genießen, das vegetarische Hauptgericht um 4 Euro und die Hauptspeise mit Fleisch oder Fisch um 5,50 Euro. Mit gültigem Studentenausweis und Mensen-Pickerl spart man sich in der KHG-Mensa sogar einen Euro bei den Hauptgerichten.

Hausgemacht und vollwertig

Wer auf Großküchen-Flair verzichten und lieber vegetarisch speisen möchte und dabei Wert darauf Wert legt, dass ohne Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker gekocht wird, der ist im Reformhaus Regenbogen in der Garnisongasse gut aufgehoben. Hier gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Salaten wie Linsen-, Dinkel- oder Krautsalat und vegetarischen Aufläufen, zum Beispiel Kartoffel-Käse-Auflauf, aber auch Hirselaibchen.

Ein Auflauf zum Mitnehmen, kommt auf 2,90 Euro, ein kleiner Salat auf 2,55 Euro und der große Salat auf 4,75 Euro. Viele Studenten bringen den eigenen Plastikbehälter mit, und sparen so 30 Cent für die Plastikbox, schont Geldbörserl und Umwelt. Die Angebote sind von 10 bis 19 Uhr gültig. Will Student vor Ort an der kleinen rustikalen Theke essen, gibt es den Studententeller mit drei verschiedenen Salaten und Auflauf um 5,50 Euro. Die Speisen werden dabei im Reinderl aufgewärmt, die Mikrowelle kommt im Reformhaus Regenbogen nicht zum Einsatz. Nicht weit vom Regenbogen-Reformhaus befindet sich das alternative Cafe Gagarin, auch hier ist alles hausgemacht und Bio. Die Tagessuppe, zum Beispiel Wurzelgemüse-Lavendelsuppe, kommt auf 2,50 Euro, ein großer Humusteller auf 3 Euro.

Urig-deftig

Wer mit Gemüse nichts anfangen kann, der hat von 11 bis 15 Uhr folgende Möglichkeiten, um auf den deftigen Geschmack kommen. Anfangen könnte man mit dem Zwillingsgwölb gleich beim NIG, der Preis für das Mittagsmenü ohne Suppe beträgt 4,90 Euro, abseits vom Mittagsmenü gibt es günstige Angebote aus der Pfanne wie Eiernockerl mit Salat oder Erdäpfelgröstl mit Schinken, Speck und Zwiebeln um 4,80 Euro.

Sehr urig eingerichtet ist auch das Cafe Einstein zwischen Rathaus und Hauptuni, von 11 bis 15 Uhr werden Mittagsmenüs ohne Suppe um 4,20 Euro angeboten, beliebt sind auch die Riesenbrote ab 4,20 Euro. Im Restaurant und Bierlokal "Kriterium 2" nahe dem NIG lässt es sich ebenfalls gut speisen, wenn auch das Mittagsmenü mit 5,50 Euro für die fleischlose und 5,90 Euro für die Variante mit Fleisch etwas teurer ist. In beiden Menüs ist die Tagessuppe inkludiert. Der Bierheuriger "Zum Gangl" am Campus ist in derselben Preisklasse angesiedelt, hier zahlt man für das Mittagsmenü inklusive Suppe 5,90 Euro oder 6,90 Euro, je nachdem ob vegetarisch oder nicht.

Der Tunnel in der Florianigasse in der Josefstadt ist das Studentenlokal schlechthin, manchen jedoch schon zu heruntergekommen. Das Cafe Merkur, die kleine Schwester vom Tunnel, bietet sich dann an. Dort ist es weniger rustikal und weniger überfüllt. Die Speisekarten von Tunnel und Merkur unterscheiden sich jedoch nicht allzu sehr. Von 12:00 bis 14:30 Uhr gibt es zwei Menüs um 5 Euro, danach kann man im Cafe Merkur bis 24 Uhr auf die guten Hausgerichte um 6 Euro zurückgreifen. Dass man bei den Mittagsmenüs im Restaurant auch zu einem Bier vom Fass kommt, dürfte einige Studenten wohl eher in Richtung Studentenlokal statt Mensa treiben.

Billige Mittagshäppchen
Wem die Mittagsangebote in urigen Studenten-Beisln, Mensen oder Vollwertküchen preislich zu hoch sind und der Einsatz von Geschmacksverstärkern nicht viel ausmacht, der muss trotzdem nicht gleich zur Fast-Food-Kette pilgern. Bei "Rice&Noodles" in der Schwarzspanierstraße gibt es eine Portion Reis oder Nudeln um 0,99 Cent, dazu Hühner-Curry oder Puten-Gulasch um 1,99 Euro.

Ebenfalls günstig und etwas gesünder isst man bei "Hitomi" in der Liechtensteinstrasse. Das japanische Restaurant hat seine Sushi-Spezialitäten dauerhaft um die Hälfte reduziert, ein Sushi-Set klein (4 Sushi und 3 Maki) kommt beispielsweise auf 3, 25 Euro, sechs Stück Avocado-Maki kosten statt 3,75 nur 1,85 Euro. Bei den Preisen fällt es schwer sich nicht den (Studenten)Bauch vollzuschlagen. (Güler Alkan, derStandard.at, 22.11.2ß010)

Links

AAI-Mensa, Türkenstraße 3, 1090 Wien
KHG-Mensa, Ebendorferstraße 8
Reformhaus Regenbogen, Garnisongasse 12, 1090 Wien
Cafe Gagarin, Garnisongasse 24, 1090 Wien
Zwillingsgwölb, Universitätsstraße 5, 1010 Wien
Cafe Einstein, Rathausplatz 4, 1010 Wien
Kriterium 2, Ebendorferstraße 10
Cafe Merkur, Lammgasse 1, 1080 Wien
Österreichische Mensenbetriebsgesellschaft

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 120
1 2 3
änny
00
22.1.2011, 22:06
ich frage mich....

...warum der deewan in der liechtensteinstraße bei diesem artikel durch den rost gefallen ist.
all u can eat and all u can pay ist ja sehr studentisch.

Elisabeth Jarok
00
Haha...

...unsere Betriebskantine kennt der arme Student nicht....NUR Tiefkühl-Aufgewärmt im Mikrowellenherd.

huach zua
01
28.12.2010, 10:22
Die Mensa im Freihaus

ist das nonplusultra. Von günstig bis etwas besser alles zu haben. Auswahl an Salaten, .... frisch gegrilltes ...

Was will man mehr. Für Sparefroh gibt es 2 Menüs zu einem echt günstigen Preis.

JurJur92
00
27.12.2010, 01:15

mein persünliches resümee:

AAI-Mensa wirklich top! 2 Menus zur auswahl und beides immer sehr gut...wenn auch manchmal nur mehr lauwarm.

was ich sonst noch abseits der mensa empfehlen kann ist dieser asiate - gleich wenn man mit der rolltreppe beim hauptgebäude runterkommt.
zwar schaun die gebratenen nudeln mit gemüse [2,90 €] nach nicht besonders viel aus...satt wurde ich aber noch immer ;-)

Kevin Valachovic
00
27.12.2010, 01:03

Die Mensa bei mir auf der Biologie bzw. der Wirtschaft ist ausgezeichnet.

Romeo und Julia
00
20.12.2010, 21:00
Betriebskantinen werden auch gesponsort

die Mensa dagegen ist ein Millionengeschäft.

achiever
00
7.12.2010, 14:31

billa kocht für sie - ist eine gute/günstige alternative ;)

Wunderbare Welt
 
02
29.11.2010, 21:21
"das tunnel

herunterkommen?"......hallo? irrt sich da der standard oder sind studis echt schon zu versnobbt für den tunnel? bitte um aufklärung.......

Andreeeas
00
7.12.2010, 15:06

Der Service entbehrt jeglicher Qualität - ich kann nur davon abraten. Es gibt viele Lokale, die besser und günstiger sind.

.macphisto.
00
7.12.2010, 10:25
was denn?

das Tunnel ist halt objektiv betrachtet "heruntergekommen" :)

das heißt ja nicht, dass sich "die Studenten" zu gut dafür sind, aber man sollte schon bei der Realität bleiben dürfen

nix für ungut :)

BFR_strikes_back
11
26.11.2010, 13:05

Da ich soiwieso am Archäologischen Institut am Währingerpark bin, helfen mir diese tipps ohnehin nciht weiter.
Wir hatten mal ne mensa, die wurde aber geschlossen.

Bei mir ist noch immer die devise: selber mitnehmen is am besten, am zweitbesten zum spar gehen, sich ein paar semmeln und aufstrich kaufen.

Alles andere WILL ich mir nicht leisten

Sternchen100
00
24.11.2010, 10:25
Billig, - aber dennoch zu teuer für Studenten und Personal weil zuwenig Geld

In Innsbruck sind die einen Mensas gut, eine ist miserabel, und Huhn sollte man nur ja da nicht essen (alt, zäh und grausig). Aber viel schlimmer: alle sind privatisiert und für Studenten viel zu teuer, jedenfalls zu teuer um dort täglich zu essen. Sogar zu teuer für das nichtwissenschaftliche Personal. Am teuersten sind die Wurstsemmel, Kuchen, Kaffees und Limos, d.h. der Snackbereich - da ist die Bäckerei sogar billiger.

Früher waren die Mensas staatlich und für Studenten (und Sonstige) preislich subventioniert. Heute sind sie nur noch Konkurrenz für private Gastronomie, vom Preis kein Unterschied.

Ausgeschenkt wird fast nur noch in Plastik und Pappe, aber die Uni und nicht der private Pächter entsorgt den ganzen anfallenden Müll.

Difool
 
00
26.11.2010, 13:22
Innsbrucker Mensa

sehe ich nur mehr als Glücksspiel ;-)

The Gentle Art of Making Enemies
00
24.11.2010, 00:31
Hmmm....

... in meiner Studentenzeit (15 Jahre her) war das Merkur deutlich grindiger als das Tunnel, hat sich da etwas geändert?

Makro 24/7
07
23.11.2010, 23:16

Leider versaut einem der Geruch von Haargel und Haarspray der BWL-Fraktion jeglichen Appetit in der WU-Mensa ...

Foromat
02
7.12.2010, 10:29

hauptsache man ist mal wieder ein Klischee losgeworden, wie oder ?

Aber wenn man schon KLischees bedient, der echte WU-Student geht ins Blaustern Mittagessen zumindest ins SV und gibt sich nicht mit so biligem Mensakram ab.

Auf der Mensa ist eh nur die Ökoabteilung der WU Studenten und die hat statt Haargel und -spray Schuhwichse oder Eutra im Haar , wenn überhaupt eine Frisur zu erkennen ist unter den Strickhauben.

;-P

.macphisto.
00
7.12.2010, 10:25
mein Gott, das ist ja schrecklich! :(

Animation
 
00
23.11.2010, 14:01
wie können die sich das leisten?

hackeln, studieren, den stress durchs studium in nem drittel der zeit zu kommen und dann noch dazu keine kohle bekommen. im anschluss sollen sie sofort ins berufsleben und da im selben tempo weitermachen,...

wie lang sollen die das überleben?

Laughing Magician
01
23.11.2010, 13:15
es ist zwar schon....

... gute 10 jahre her, daß ich studiert habe, aber ich hab' die variante gewählt, mir von zuhause was mitzunehmen.

rr772
31
23.11.2010, 13:03
In einem Betrieb

wird auch GEARBEITET!

Tethys
00
23.11.2010, 13:36

Sie wissen aber schon, dass die Universität Wien auch eins, zwei, viele Mitarbeiter hat, die vielleicht auch was essen gehen wollen?

Studenten "arbeiten" nicht? Wie definieren Sie bitte Arbeit?

Trolling is a art.
02
23.11.2010, 13:26
Kopfarbeit ist auch Arbeit.

Versteht ein Handarbeiter halt nur schwer.

artemis70
01
23.11.2010, 13:00
interessant,

wie wenig sich seit meiner studentenzeit vor 30 jahren geändert hat!

Aguirre74
 
00
7.12.2010, 01:03

30 Jahren? 70 ist wohl nicht Ihr Geburtsdatum.

Jene
00
23.11.2010, 13:00
AAI-Mensa...

...find ich nicht so gut - orientalisches frühstück oder salate oder hummus im café afro sind top! als ex-wasagassen-schwänzer kann ich das sagen ;)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 120
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.