Israel erschwert Rückgabe von Ostjerusalem und dem Golan

22. November 2010, 15:56

Besetzte Gebiete sollen nur mit Zweidrittelmehrheit der Knesset zurückgegeben werden können

Jerusalem - Eine vom israelischen Kabinett gebilligte Gesetzesvorlage droht den Nahost-Friedensprozess vor ein weiteres Hindernis zu stellen: Die Loslösung von Ostjerusalem und den Golanhöhen, die völkerrechtlich als besetzte Gebiete gelten, aber von Israel als annektiert angesehen werden, soll demnach nur mit parlamentarischer Zweidrittelmehrheit beschlossen werden können. Sollten nicht mindesten 80 der 120 Knesset-Abgeordneten dafür stimmen, muss darüber in einer Volksabstimmung entschieden werden.

Von den Palästinensern wird der Ostteil von Jerusalem als Hauptstadt beansprucht, Syrien macht einen Friedensvertrag mit Israel von der bedingungslosen Rückgabe der Golanhöhen abhängig. Beide Gebiete wurden von Israel im Sechstagekrieg 1967 erobert und später ohne völkerrechtliche Wirksamkeit annektiert.

Die im September auf Betreiben der USA wieder aufgenommenen israelisch-palästinensischen Direktgespräche wurden nach drei Wochen abgebrochen, nachdem Israel einen Baustopp für jüdische Siedlungen im besetzten Westjordanland und in Ostjerusalem nicht verlängern wollte. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte am Sonntag, er habe noch kein "schriftliches Engagement" seitens der US-Regierung als Voraussetzung für einen dreimonatigen Baustopp. Zuvor hatte Sicherheitsberater Uzi Arad dem israelischen Fernsehsender Channel 2 TV gesagt, dass sich die USA gegenüber Israel schriftlich verpflichtet hätten, keinen weiteren Baustopp zu verlangen, sollte es einem vorgeschlagenen 90-Tage-Moratorium zustimmen.

Die palästinensische Führung erklärte, ihre Position sei klar: "Keine Verhandlungen ohne Siedlungsstopp." Präsident Mahmoud Abbas sagte am Sonntag nach einem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak in Kairo: "Wenn das Moratorium nicht für alle palästinensischen Territorien einschließlich Ostjerusalem gilt, werden wir es nicht akzeptieren".

Israel hat unterdessen mit den Arbeiten an einer befestigten Grenze zu Ägypten begonnen, um zu verhindern, dass Selbstmordattentäter über Ägypten nach Israel gelangen. Zudem soll Drogen- und Waffenschmugglern das Handwerk gelegt sowie der Flüchtlingsstrom aus Afrika gestoppt werden. Das israelische Verteidigungsministerium kündigte am Montag an, es sollen rund 140 Kilometer der 250 Kilometer langen israelisch-ägyptischen Grenze gesichert werden. Geplant sei eine physische Grenze ebenso wie elektronische Frühwarn-Scanner. Es wird erwartet, dass der Bau rund ein Jahr dauern wird. Die Kosten dürften sich auf 270 Millionen Euro belaufen. (APA/dapd/Reuters)

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Nara Poya
00
24.11.2010, 18:56

... :(Palästina und Syrien hatten im 16. Jhd. auch ganz schön was einstecken müssen unter 'Selim dem Strengen';)

H. K.7
147
23.11.2010, 17:22
Israel sollte keinen arabischen Forderungen nachgeben.

Jedes Nachgeben wird als Schwäche ausgelegt und belebt den arabischen Terror (siehe "Land for Peace").

kurz x nachgedacht
03
26.11.2010, 18:40
BRILLANT. VOLLE ZUSTIMMUNG.

Die Palprop-Poster stricheln brav und geben Ihnen damit recht.

Reddogg
 
62
24.11.2010, 07:16

Welches "Land for Peace", sie meinen wohl eher "Land for Peace for Land", denn in nicht einmal einem Jahr waren soviele neue Siedler in WJL (abzüglich Immigranten und nat Wachstum) wie zuvor in Gaza lebten. In wenigen Monaten wurde soviel Land beschlagnahmt, in sicherheitszonen umgewandelt und dann zum "Bauland" übergeben wie man zuvor noch in Gaza "besetzte". Aber naja diese Propaganda hält sich halt doch immer noch weiter...

75534
011
23.11.2010, 17:16
Der damalige Generalstabschef der israelischen Truppen,

Moshe Dayan räumt hinsichtlich der Golanhöhen in der New York Times mit dem Märchen vom angeblich bedrohten Israel auf.
Tatsächlich wurde Syrien seiner Aussage nach permanent provoziert.
Nachzulesen in der NYT:
http://tinyurl.com/d2ha5f

kurz x nachgedacht
01
26.11.2010, 18:45
du LÜGST

ein artikel aus dem jahr 1997, in dem behauptet wird, dass dayan, gestorben 1981, angeblich 1976 mit einem anonymen "young reporter" ...

naja, den a.s. ist eben alles recht, um zu hetzen ...

Wahl Zuckerl
314
23.11.2010, 14:56
Wie lange noch?

Einfach beschämend, mit wie viel Selbstherrlichkeit so ein kleines Land die Internationale Gemeinschaft am Gängelband führt.
Und vor lauter Vergangenheitsbewältigung findet sich niemand, der dem Treiben zumindest verbal Einhalt gebietet. Von der Freunderlwirtschaft in USA ganz zu schweigen :-(

teuerzahler
29
23.11.2010, 09:58
shalom!

der friedenswille israels ist wirklich überwältigend!

King David
315
23.11.2010, 08:04
Beispiel für den täglichen Terror der Siedler

Palästinenser werden von den Wasserquellen ausgeschlossen:

http://www.haaretz.com/print-edi... g-1.326005

Gerda Soros
19
23.11.2010, 17:18

Danke für den Link.

Wer das liest, eine israelische Quelle, und dennoch die Besetzung und den zunehmenden Landraub im Westjordanland befürwortet, ist ein absoluter Rassist, kein relativer.

Das sind Verbrechen, die vor unser aller Augen geschehen und bei dem ein Teil der Verbrecher versucht, uns einzureden, dass wir die Bösen sind, weil wir sie wegen ihrer Verbrechen kritisieren.

nicolas müller
31
23.11.2010, 21:51
blablabla

*gähn*

Cla Doe
14
23.11.2010, 02:01
Und die Amis zahlen...

Was in dem Artikel nicht drinnen steht: Obama hat den Israelis 20 F-35 Flugzeuge angeboten. Wert: 3 Mrd. US-Dollar... Das wären dann 33 Mio pro Tag... und die Garantie, keinen weiteren Baustop zu verlangen... Klingt nach einem guten Deal für Israel, weil sogar "nach Innen" weiter gebaut werden dürfte...

Nihila Nihil
23
22.11.2010, 23:54

Nach der Annexion Ost-Jerusalems durch die Israelis, wurde da Jerusalem durch die Vereinigung von Ost und West nicht 1980 zur 'unteilbaren Hauptstadt auf ewig' erklärt;?

Gilad_1510
00
24.11.2010, 13:00
gut so..berlin blieb ja leider nicht geteilt...

Nihila Nihil
00
24.11.2010, 14:13

ein Befürworter von Trennungsmauern?
was haben Sie bloß gegen Vereinigung;)
(man sollte nicht immer alles nur vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachten)

Kabine Zapfinger
61
23.11.2010, 01:29
Hm, interessant, so gesehen ist das also

ein Fortschritt.
Man sieht: Jedes Ding hat zwei Seiten.

Werner Lischka
218
22.11.2010, 22:31
politik ist die kunst des möglichen

eine preisgabe o-jerusalems ist für jede israelische regierung schlicht unmöglich. eine solche absicht würde das ende jeder regierung in israel bedeuten.
die forderung der palis o-jerusalem zu übergeben, kann daher nur als absichtliche verhandlungsblockade interpretiert werden (analog wäre eine forderung d auf rückgabe o-preussens vor jeder verhandlung mit polen). wer einen krieg verliert, zahlt - und wer dieses fakt ignoriert, kriegt gar nichts.

Hubert Ungeist
 
11
23.11.2010, 19:36
Wenn sie uns jetzt zumindest noch zeigen

welcher P-Staat gegen Israel Krieg führt.

Alles Unsinn sorry,

Makronaut
10
23.11.2010, 22:27

schon mal was von der "armee des heiligen krieges gehört"?

nein?

wie immer... 8-(

Hubert Ungeist
 
11
24.11.2010, 04:37
Und was genau hat eine Verbrecherbande

mit einem Staat und dem Rest der Bevölkerung zu tun?

DIe Mafia ist auch nicht Italien

Makronaut
00
24.11.2010, 12:09

gute frage!

was hat die plo mit der pal bevölkerung zu tun?

oder die hamas?

fragen über fragen ^_^

Werner Lischka
10
23.11.2010, 21:24
kriege werden nicht nur von staaten verloren -

- sondern auch von deren bevölkerung.

senfdressing
816
22.11.2010, 23:43

Bitte lesen Sie Ihr Post doch noch einmal genau durch und erklären Sie freimütig:

es ist ncht faschitoid!
Sie anerkennen internationale Vereinbarungen!
Sie sind ein friedliebender Mensch!

Viel Spaß!

Vir
157
22.11.2010, 21:54
Vom Golan aus kann Israel bis nach Damaskus gucken.

Es ist unwahrscheinlich, dass der Golan jemals wieder syrisch wird. Das ist Gefasel, grundsätzlich kann es sich Israel nicht leisten dieses strategisch wichtige Gebiet, dass neben seinen Süsswasserreserven liegt, preiszugeben, dazu sind die Erfahrungen mit Syrien "eindeutig".

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