"Facebook-Netbook" Jolibook startet

22. November 2010, 12:37
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Linux-Betriebssystem Jolicloud als Alternative zu Windows

Das Start-up Jolicloud hat mit dem "Jolibook" das erste Netbook vorgestellt, welches das hauseigene Cloud-orientierte Betriebssystem nutzt. "Unser Ziel war es, einer modernen User-Generation die richtigen Tools zu liefern", sagt Jolicloud-CEO Tariq Krim. So bietet das Jolibook Zugriff auf Web-Dienste wie Facebook, Gmail, Twitter oder YouTube als Apps direkt vom Desktop aus.

Das erste Jolibook mit Intel-Atom-Prozessor wird vom britischen Hersteller Vye angeboten. Weitere Netbooks anderer Anbieter sollen folgen. Laut Krim ist das eine Reaktion auf den Erfolg von Jolicloud. Diese soll sich in Zukunft gegen Googles Chrome OS behaupten.

Einfach für alle

In Sachen Hardware hat Vyes Jolibook große Ähnlichkeiten mit anderen aktuellen Netbooks. Es umfasst einen Atom N550 mit 1,5 Gigahertz Taktung, 1 GB RAM sowie eine 250-GB-Festplatte. Das 10,1-Zoll-Display bietet eine Auflösung von 1.024 mal 600 Pixel und der Akku lockt mit bis zu sieben Stunden Laufzeit. Das 1,35-Kilo-Gerät unterstützt Bluetooth sowie WLAN nach dem schnellen 802.11n-Standard. Beim Vye-Gerät nicht integriert ist ein 3G-Modem, doch könnte das bei zukünftigen Modellen folgen. Die wirkliche Eigenheit ist somit das Betriebssystem.

Integration mit Facebook

"Windows-Netbooks sind alle irgendwie gleich und langweilig. Der Grundgedanke bei Jolicloud war, es einfach und begehrenswert zu machen", so Krim. Daher setzt das auf die Ubuntu Netbook Edition aufbauende System auf eine Integration mit Facebook Conect, sodass User einfach Kontakt zu ihren Freunden halten können. Das Interface des Betriebssystems wiederum ist darauf ausgelegt, gängige Web-Dienste wie native Apps zu starten. Klarerweise umfasst dies eine Optimierung für HTML5-Inhalte.

Auf den ersten Blick erinnert dieser Fokus auf Web Apps in der Cloud Googles Chrome OS. "Ich denke, da stecken ähnliche technische Konzepte dahinter", meint der Jolicloud-CEO. Allerdings betont er, dass Jolibooks auch lokalen Speicherplatz für klassische Anwendungen wie OpenOffice bieten. Dank einer Integration von Wine sollten auch Windows-Programme laufen. "Wir erachten das als das Beste beider Welten", sagt Krim. Somit soll sich das Betriebssystem auch langfristig einen Teil am Netbook-Markt sichern können. (pte)

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    foto: vye

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