Staudamm "Belo Monte" in Brasilien

"Die soziale Schuld wird nicht bezahlt"

Julia Schilly, 23. November 2010, 13:39
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    Der Rio Xingu wird von dem Staudammprojekt "Belo Monte" betroffen sein. Im Moment gilt er als artenreichster Fluss der Welt.

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    Indigene Völker leben entlang und mit dem Fluss. Sie protestieren seit Jahrzehnten gegen das Kraftwerksprojekt.

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    Auch andere Flussbewohner und Kleinbauern brauchen den Fluss zum Überleben. Durch Stauseen und Austrocknung von Flussbetten werden sie gezwungen umzusiedeln. Entschädigungen werden von der Regierung bislang nur schleppend zugesprochen.

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    Unterstützung bekommen sie unter anderem vom österreichischen Bischof Kräutler, dem für sein Engagement nun der alternative Nobelpreis verliehen wurde.

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    Leonardo Bauer Maggi und Iury Charles sind Mitglieder der Bewegung der Staudamm-Betroffenen in ganz Brasilien. "Das Kraftwerk bedeutet den Tod", sagen sie.

Durch Staudämme wurden bereits eine Million Brasilianer vertrieben - Durch das Wasserkraftwerk "Belo Monte" kommen zehntausende Menschen dazu - Zwei Betroffene berichten

Brasilien ist der drittgrößte Produzent von Strom aus Wasserkraft - 60 Prozent davon stammen aus dem Amazonas. Nun soll im Bundesstaat Pará mit dem Staudammprojekt "Belo Monte" das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt entstehen. Nur der Drei-Schluchten-Damm in China und das Itaipú-Kraftwerk an der Grenze von Brasilien und Paraguay sind größer. "Staudämme produzieren unter der Bevölkerung Armut und Hunger. Von der Wasserkraft profitieren nicht die Brasilianer, sondern die Unternehmen in den Industrieländern des Nordens", klagt Leonardo Bauer Maggi an. Er ist Mitglied der Bewegung der Staudamm-Betroffenen in ganz Brasilien. "Bis 2030 sind 2500 Staudämme geplant. 1450 davon als Wasserkraftwerke", informiert er. 

"Energie durch Wasserkraft aus Brasilien ist billig, weil sie die soziale Schuld nicht zahlt. Und diese billige Energie zieht Unternehmen aus der ganzen Welt an", sagt Iury Charles, selbst Betroffener durch den Staudamm Castanhão im Bundesstaat Ceará. Für die Umsetzung von "Belo Monte", das 6,4 Prozent des brasilianischen Energiebedarfs decken soll, wird der Xingu-Fluss aufgestaut.

"Die überflutete Fläche soll laut letzten offiziellen Zahlen 668 Quadratkilometer betragen. Das entspricht fast der gemeinsamen Fläche von Boden- und Neusiedlersee", informiert die Dreikönigsaktion, das Hilfswerk der Katholischen Jungschar, die sich seit Jahren gegen das Staudammprojekt ausspricht.

Eine Million Menschen durch Staudammprojekte vertrieben

Iury Charles erzählt vom Schicksal der Menschen in seinem Heimatort: "Der Staudamm bedeutete das Ende, den Tod." Der Stausee wurde 2003 fertiggestellt und hat etwa 350 Quadratkilometer überflutet, vier Gemeinden waren betroffen. "Meine ganze Familienstruktur wurde zerstört. Wir leben heute sehr verstreut. Wir sind seit Generationen eine Bauernfamilie, aber heute bringen wir uns irgendwie in den Städten durch." Schon seine Großeltern wohnten auf dem Familiengrundstück und lebten von Landwirtschaft. Kein Einzelfall: 70 Prozent der brasilianischen Lebensmittel werden durch eine familiäre, kleinräumige Landwirtschaft produziert. Ein Jahr nach der erzwungen Umsiedlung starben die Großeltern.

"Materielle Güter kann man ersetzen, aber was das in der Biografie eines Menschen bedeutet, kann man nicht messen", sagt Charles. Allein auf materiellen Ersatz warten viele Betroffenen vergeblich. "Bis zum Jahr 2000 gab es laut Zahlen der UNO bereits eine Million durch Staudämme vertriebene bzw. abgesiedelte Personen. 70 Prozent dieser Menschen hat keinerlei Abfindung oder Entschädigung bekommen", erklärt Bauer Maggi.

Die Betroffenen haben teilweise durch zähe Proteste ihre Rechte einfordern können, doch gerade Minderheiten bleiben übrig. Die "Ribeirinhos" (die Bewohner der Flussufer) - bestehend aus indigenen Völkern und "Quilombolas" (Nachfahren von schwarzen Sklaven) werden nicht als direkt durch das Projekt "Belo Monte" Betroffene von der Regierung anerkannt. Laut Regierungsangaben müssen 19.242 Menschen auf Grund des geplanten Krafwerks umgesiedelt werden. WissenschafterInnen und KritikerInnen gehen von weitaus höheren Zahlen aus.

Trotz Staudämmen: Hoher Stromtarif für Bevölkerung

Aber auch von der Energie des "Belo Monte" werden die Ärmeren in Brasilien nicht profitieren: Denn der Großteil der Energie wird exportorientierten Industrieunternehmen - etwa zur Aluminiumherstellung - zu Gute kommen. Dieser energieintensive Industriezweig bezahlt nur ein Drittel des üblichen Stromtarifs und wird somit auf Kosten der Steuerzahler und über die Stromrechnung des "Normalverbrauchers" subventioniert. Privathaushalte, die nur 22 Prozent der Energie verbrauchen, bezahlen einen bis zu zehnmal höheren Preis und damit den fünfthöchsten Stromtarif der Welt.

Ökologische Auswirkungen am Rio Xingu

Der Regenwald im Amazonas wird durch Überflutung und Austrocknung zerstört. Der etwa 2000 Kilometer lange Rio Xingu gilt außerdem als einer der artenreichsten Flüsse der Welt: So bietet er zum Beispiel drei- bis viermal so viele Fischarten wie ganz Europa zusammen. Die ökologischen Folgen werden eine Verschlechterung der Wasserqualität und -quantität, Schädigung der Fischerei und Verschmutzung durch die Bauarbeiten sein. In kleinen Wasserbecken, die zwischen den Felsen der "Volta Grande" entstehen, bilden sich zudem ideale Brutbedinungen für Insekten und dadurch wird ein Anstieg der Erkrankungen durch Malaria befürchtet. Nicht nur aufgestautes Wasser ist ein Problem: 100 Kilometer des Rio Xingu sollen trocken gelegt werden. 

Alternativer Nobelpreisfür Bischof Kräutler

Seit 1989 gibt es Proteste gegen den Bau des Riesenstaudamms, die internationales Aufsehen erregten. Auch der österreichische Bischof der Prälatur Xingu, Erwin Kräutler, stellt sich seit drei Jahrzehnten auf die Seite der Indigenen und KraftwerksgegnerInnen. Für sein Engagement wurde ihm in diesem Jahr der alternative Nobelpreis (Right Livelihood Award) verliehen. Doch das Schlüsselprojekt des "Programa de Aceleracao do Crescimento" ("Programm zur Beschleunigung des Wachstums") wurde von dem ehemaligen Präsident Luíz Inácio Lula da Silva ohne Berücksichtigung der internationalen Kritik durchgepeitscht. Auch seine frisch gewählte Nachfolgerin, Dilma Rousseff, die Energieministerin war, will Wasserkraft zur Triebfeder von Brasiliens Wirtschaftsboom machen.

Baubeginn vermutlich schon 2011

Am 20. April dieses Jahres wurde die Lizenz für "Belo Monte" versteigert. Den Zuschlag bekam das von einem staatlichen Unternehmen angeführte Konsortium "Norte Energia". Die Gesamtkosten für das Projekt sind noch unklar. Ursprünglich wurde mit umgerechnet drei Milliarden Euro gerechnet. Mittlerweile werden von der Regierung Zahlen von 8,5 Milliarden Euro kolportiert. Auch die Rentabilität ist unsicher, denn die Wasserführung des Rio Xingu ist unbeständig, das könnte zur Folge haben, dass die Nennleistung von 11 Gigawatt nur drei bis vier Monate im Jahr erbracht werden kann. Mit dem Bau kann erst begonnen werden, wenn vom "Staatlichen Institut für Umwelt und natürliche Ressourcen" (IBAMA) eine Installationslizenz erteilt wird. Der Baubeginn könnte sich bis weit in das kommende Jahr verzögern.

Österreichische Firma profitiert von Kraftwerk

Vier Unternehmen braucht es, um so ein Projekt zu verwirklichen, sagt Bauer Maggi: Ein Unternehmen, das Equipment liefert, eine Bank, ein Energieunternehmen und eine Baufirma. Auch ein österreichisches Unternehmen will sich am Projekt beteiligen: Der Vorstandsvorsitzende des steirischen Anlagebau-Unternehmens Andritz AG bestätigte im August, dass sein Unternehmen gemeinsam mit einem Konsortium mit der deutschen Voith Siemens und der französischen Alstom ein Angebot für die technische Ausstattung des Kraftwerks gelegt hat. Andritz AG würde große Turbinen zuliefern. Der WWF sprach in diesem Zusammenhang von einem "internationalen Skandal".

Bischof Erwin Kräutler kritisiert eine Beteiligung ebenfalls scharf: "Dieses Projekt ist ein Verbrechen an der Natur und an den Menschen. Die Andritz AG darf sich auf keinen Fall daran beteiligen." Auch andere europäische Unternehmen und internationale Konzerne wollen kurzfristig vom Mega-Projekt profitieren, obwohl Bevölkerung und Natur dafür bezahlen. "Unternehmen wie das spanische Stromerzeugungsunternehmen Iberdrola werben in der Heimat mit 'grünen' Kampagnen, legen Wert auf Gütesiegel und Umweltschutz, beteiligen sich aber an dem Staudammbau. In der Heimat machen sie auf umweltbewusst, in Brasilien zerstören sie Umwelt", klagt Iury Charles an. (Julia Schilly, derStandard.at, November 2010)

Weitere Informationen

Staudammprojekt Belo Monte

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 79
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Vintageologist
 
44
24.11.2010, 14:31
Ich wüsste gerne, welche Qualifikation...

...die ganzen "Energieexperten" hier haben, die hier diverseste, in ihren Augen "offensichtliche" Lösungen posten, mit Informationen, die sie aus Wikipedia oder von der Werbewebsite einer Firma für "alternative Energien" haben :D

So lustig, wie Hinz und Kunz plötzlich hier und jetzt per Ferndiagnose im Standard Forum ohne jegliche Fachkenntnis ein Problem zu lösen vermögen, welches die Menschheit schon seit Jahrzenhnten quält.

Andreas Mittermayer
00
24.11.2010, 21:53
Mit welchen konkreten Aussagen haben Sie denn ein Problem?

.
Wenn Sie sie uns verraten, können wir darüber diskutieren!

silurus g
22
24.11.2010, 14:52

Hier herrscht Demokratie! Da gelten Stricherl und nicht Quafi.... Qualle... na die Ausbildung halt!

1116er
00
24.11.2010, 12:50
weltweit liegt enormes energiepotential brach!

man müsste nur die ganzen ergometer und sonstigen wohlstandsbauch-geräte in den fitnessstudios endlich fürs stromeinspeisen adaptieren.
damit die pseudo-arnies und die leggins-ärsche wenigstens für irgendwas gut sind!

Vintageologist
 
00
24.11.2010, 14:26

Die Rede eines frustrierten Menschen.

donaldsneffe
02
24.11.2010, 07:44
Brasiliens Wege der Politik...

... sind unergründlich.
So wird seit einigen Jahren der Export von einer Großzahl von Zierfischen aus Gründen des Artenschutzes verboten (und das auch inzwischen streng kontrolliert), allen voran darf der berühmte Zebraharnischwels nicht mehr ausgeführt werden.
Dass dieses unglaubliche Tier http://www.l-welse.com/reviewpos... product/58 aber endemisch genau dort bei Belo Monte in den Stromschnellen vorkommt und sein Lebensraum durch den Bau des Staudammes für immer verschwinden wird (und die Art dadurch in der Natur höchstwahrscheinlich aussterben wird), interessiert dort niemanden (bei Protesten gegen die übertrieben strengen Ausfuhrverbote genauso wie bei den seit vielen Jahren anhaltenden Protesten gegen den Staudammbau).

apparatschik
01
24.11.2010, 03:32

quote:" Schon seine Großeltern wohnten auf dem Familiengrundstück und lebten von Landwirtschaft. Kein Einzelfall: 70 Prozent der brasilianischen Lebensmittel werden durch eine familiäre, kleinräumige Landwirtschaft produziert." unquote:

70% schön wärs. Quelle???

natoll
00
24.11.2010, 12:55

für die bras. lebensmittel könnt das schon stimmen. das meiste wird ja exportiert ....

Anyuser
 
21
23.11.2010, 23:50

Die Sinnhaftigkeit des Projekts wage ich jetzt nicht zu beurteilen - von den Auswirkungen auf die Natur ganz zu schweigen.
Tatsache ist, dass viele Menschen in Brasilien von dem Staudamm profitieren werden - im Gegenzug wird der Lebensraum der wenigen Menschen die tatsächlich am Fluss leben massiv zerstört - auch das ist Fakt.
Die Kernfrage ist:
Darf man das Wohl vieler einfach so über das Wohl von wenigen stellen?
Und wo würde man die Grenze ziehen, ab der aus Recht Unrecht wird ?

Hadsch
13
24.11.2010, 08:39

Die Frage ist, gibt es andere sinnvolle Alternativen (Bau von mehreren kleinen Kraftwerken) oder ist dies nur ein weiteres Prestigeprojekt (a la 3-Schluchten-Staudamm)??

Auch dort hätte man genügend andere Alternativen gehabt...

Grisu der kleine Drache
10
24.11.2010, 11:36

Kleine Kraftwerke sind keineswegs prinzipiell umweltschonender als große. Entscheidend ist das Verhältnis von Kosten (ökonomisch UND ökologisch) zu Nutzen. Und da schaut Belo Monte jedenfalls deutlich besser aus als andere große Kraftwerke:

Belo Monte / Drei Schluchten Damm / Assuan-Stausee
Leistung: 11 GW / 18 GW / 2,1 GW
überflutete Fläche in km²: 500 / 1000 / 5000
Anzahl umgesiedelter Menschen: 20.000 / 1,5 Mio., weitere 4 Mio. sollen folgen / ?

donaldsneffe
06
24.11.2010, 08:50

Hier ist ein relativ ausführlicher Artikel zu dem Thema zu lesen, für die, die's interessiert:
http://www.amazonas-magazin.de/AMAZONAS-... st[]=xingu

Wir Mitteleuropäer schimpfen jetzt natürlich leicht (und auch IMHO zu Recht), aber wenn ich daran denke, was wir mit unseren Flüssen aufgeführt haben, bekomm ich fast ein schlechtes Gewissen.
Wenn Einer eine Dummheit tut, entschuldigt das die gleiche Dummheit des Anderen natürlich auch nicht...

Mike 23
10
24.11.2010, 13:19
Wir haben noch nicht einmal angefangen

Was wir bisher mit unseren Flüssen aufgeführt haben, ist nur ein Anfang. In den nächsten Jahrzehnten werden mehr und mehr Wasserkraftwerke hinzukommen müssen, weil wir keine Alternative haben und wollen.
Michael

GeoMark
10
23.11.2010, 23:25
Bewusstsein von sozialer Schuld = Soziales Gewissen?

Am Beispiel der Andritz AG zeigt sich treffend, wie "Verpflichtungen" zu hohen ethischen Standards und Respektbekundungen von Werten und Menschenrechten in Wahrheit leere Worthülsen darstellen. Die seit der Übernahme der VA Tech Hydro getätigten Geschäfte an Großkraftwerksprojekten wie Ilisu oder Belo Monte lassen die eigentliche Gesinnung dieses Konzerns erkennen und ein Gewissen vermissen. Der im Juli veröffentlichte Kodex über Geschäftsverhalten und Ethik zeigt krasse Widersprüche auf (http://www.andritz.com/de/ANONID... lity.htm).
"...die Andritz AG hat unter Beweis gestellt, dass internationale ethische Standards für das Unternehmen keine Rolle spielen" http://www.greenpeace.at/andritz_b... nz.98.html

Leon Santillan
17
23.11.2010, 21:32

die solln sich doch ein schnuckeliges atomkraftwerk bauen oder energie sparen und einfach auf den wohlstand verzichten

Udo Jürgens
10
23.11.2010, 22:20

ein atomkraftwerk im amazonas, na warum eigentlich nicht? arbeitsplätze, genug kühlwasser

Oberförster Oberchristl
00
24.11.2010, 09:14
Klare Worte!

Auf Ihren Konzerten sehen Sie mich nicht mehr, basta!

Aleandro
45
23.11.2010, 19:49
Mi. 8.12, 17.00 beim Kraftwerk Nussdorf

Wir wollen keine verantwortungslosen Unternehmen. Wir wollen Menschenrechte weltweit. Und wir wollen Energieeffizienz. Mit Energie aus Wind, Sonne und angepasster Wasserkraft. RAUS AUS BELO MONTE, ANDRITZ!!! Du kannst nämlich auch anders - z.B. im Kraftwerk Nussdorf mit kleiner, vorbildlicher, angepasster Technologie.
Solidarität mit Bischof Kräutler am Mittwoch 8.12, 17.00 beim Kraftwerk Nussdorf (Strassenbahn D)

sterndeuter
00
25.11.2010, 01:28
Ortsänderung

Solidaritätsaktion nicht beim Kraftwerk Nussdorf, sondern in Meidling (bei Andritz Niederlassung Wien).

Andritz-Verantwortung einmahnen!

Wann: Mi. 8. 12. 17.30 Uhr (Solidaritätsmarsch: ca. 18.30) Wo: Pfarrkire Schedifkaplatz (Bhf. Meidling/U6 Philadelphiabrücke),

Texte von Bischof Kräutler, Kurzfilme vom Amazonas, brasilianische Lieder, Satiregruppe „Die Sterndeuter“
anschließend (ca. 18.30 Uhr) Solidaritätsmarsch zur Andritz-Niederlassung, Eibesbrunnerg. 20 (900m). Bringt Laternen mit! Botschaften an Andritz werden deponiert.

Shanajio
00
24.11.2010, 14:22

Und wo bauens 100 - 500 solcher Kraftwerke hin, um den Großraum Wien zu versorgen?

Herzerzog Johann
12
24.11.2010, 10:57
Was passiert da genau?

Gegenseitiges Schulterklopfen und Versicherung der eigenen Überlegenheit? Wird Andritz ganz sicher schwer beeindrucken ...

yksi
21
24.11.2010, 10:15
Energieeffizienz ?

Sie wollen Energieeffizienz? Und das mit Sonnen Energie? Wissen Sie überhaupt, welchen Wirkungsgrad economislch sinnvolle Photovoltaik Anlagen momentan haben? Können Sie sich die Fläche vorstellen, die Sie mit PV Anlagen zu pflastern müssten, um mit einer equivalente Jahresenegie rechnen zu können?
PV ist OK und Sinnvoll, für dezentrale versorgungen. Für Großprojekte allerdings fraglich (Vorallem in Tropen regionen)

Andreas Mittermayer
23
24.11.2010, 11:20
Gerade in einem Land wie Brasilien wäre es sogar möglich, den

.
gesamten Energiebedarf des Landes mittels Photovoltaik zu decken.

Ein Mix vieler verschiedener Erneuerbarer Enerigeträger ist jedoch aus vielen verschiedenen Gründen vorzuziehen.

Siehe auch:

http://de.wikipedia.org/w/index.p... 0702012445

silurus g
00
24.11.2010, 11:56

Na das schau ich mir an wie ganz Brasilien am Abend den Fernseher für die neuste Telenovela aufdreht und das ganze mit Solarenergie deckt.

Hat dann jeder einen Akkuraum daheim?

Andreas Mittermayer
10
24.11.2010, 12:11
Na, haben Sie mein Posting nicht gelesen??

.
Ich habe geschrieben: "Ein Mix vieler verschiedener Erneuerbarer Enerigeträger ist jedoch aus vielen verschiedenen Gründen vorzuziehen. "

Ein wesentlicher Grund dafür ist, den Speicherbeadrf klein zu halten.

Wenngleich auch eine Speicherung bei 100% Photovoltaik technisch möglich wäre.

Jedoch aus finanziellen und aus Ressourcengründen nicht sinnvoll.

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