Wilhelm Hankel im Interview

"Trichet ist der Leichenbestatter"

Regina Bruckner, 22. November 2010, 07:42
  • Artikelbild
    foto: hankel

    Wilhelm Hankel sieht als Folge der ökonomischen Krise die politische.

  • Artikelbild
    vergrößern 500x343
    foto: apn/rothermel

    Die Professoren Wilhelm Hankel, Wilhelm Nölling, Karl Albrecht Schachtschneider und Joachim Starbatty, stehen am Freitag, 7. Mai 2010, vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe nach der Übergabe einer Klageschrift gegen die deutsche Griechenland-Hilfe. Das Hilfspaket verstößt nach ihrer Ansicht gegen die EU-Verträge. Vor zwölf Jahren klagten vier renitente Professoren gegen die Einführung des Euro.

Wilhelm Hankel über den "mon­s­trösen Unsinn Wäh­rungs­union" und warum er gegen Euro und Griechenhilfe vor Gericht zog

Der deutsche Wilhelm Hankel hat zusammen mit drei anderen Professoren vor dem deutschen Verfassungsgericht gegen die Griechenland-Kredite geklagt.  Das zentrale Argument der Beschwerdeführer: Das Paket verletze das geltende No-Bail-out-Prinzip der Gemeinschaft, das besagt, dass kein EU-Staat für die Verbindlichkeit eines anderen aufkommen darf. Heuer im Mai übergab er mit Kollegen die Klageschrift in Karlsruhe. Für den 81-jährigen Professor war die europäische Währung von Anfang an ein lebender Leichnam, weswegen er schon gegen seine Einführung in Deutschland vor Gericht zog. Hankel schrieb Bücher wie die "Eurokrise" und die "Eurolüge" und sieht nicht ein, dass stabilitätsorientierte Länder den Wackelkandidaten mit Milliardenhilfen unter die Arme greiften. Schuldensünder wie Griechenland und Irland sähe der renitente Ökonom deswegen lieber heute als morgen "freiwillig" aus der Währungsunion austreten, wie er im Interview betont.

***

derStandard.at: Herr Hankel, Sie sind zu einer Art Krisenguru geworden, tituliert als "Eurofighter", schrieben Bücher wie die "Eurolüge", erklärten die Währung schon vor ihrer Einführung in Deutschland für nicht überlebensfähig, zogen gegen die Griechenlandhilfe vor Gericht und sind mit Ihrem Kampf auch medial an der Peripherie gelandet, so weit, dass Sie am Ende sogar in rechten Blättern geschrieben haben. Jetzt ging es dem Euro heuer schon einmal ziemlich schlecht. Das hat Sie ein bisschen rehabilitiert. Sind Sie froh darüber?

Wilhelm Hankel: Ich wehre mich dagegen, von Beruf Eurokritiker zu sein. Mein Beruf ist der eines ehrlichen Volkswirts, der nüchtern analysiert und frei ist von Wunschdenken. Ich bin ein überzeugter Europäer, der Europa davor bewahren will, dass politische Pfründeninhaber dieses Europa zugrunde richten. Ich fühle mich durch diese Krise voll rehabilitiert. Nur bin ich darüber nicht stolz und glücklich. Auch Kassandra war nicht glücklich, als ihre schlimmen Prophezeiungen eingetreten sind.

derStandard.at: Sie haben schon anlässlich der Griechenlandhilfe die Eurozone und den Euro gewissermaßen für verloren erklärt. Jetzt folgt Irland. Rückt das Ende noch ein bisschen näher?

Hankel: Die Iren pokerten jetzt einmal um bessere Makrobedingungen. Ein Griechenlandprogramm wollen und können sie gar nicht ertragen. Wenn man ihnen das zumuten würde, was die Griechen bisher geschluckt haben - und nicht erfüllen werden - dann kommen sie aus der Krise nicht heraus. Das führt zu der bizarren Situation, dass die Griechen in Sachen Hilfe nachverhandeln und die Iren sich zierten, sie anzunehmen.

derStandard.at: Den Griechen mit ihrem Riesen-Sparprogramm und den Iren, die es vielleicht ein bisschen billiger bekommen, könnten im schlimmsten Fall weitere Wackelkandidaten folgen. Weitere rigide Sparprogramme würden dann geschnürt werden. Mit welchen Folgen für die Eurozone?

Hankel: Eine Katastrophe, eine Verlängerung und eine Verschlimmerung der Krise. Das ganze zeigt, welch monströser sowohl politischer als auch ökonomischer Unsinn diese Währungszone gewesen ist. Ökonomisch ein bizarrer Unsinn, weil mit einer Währungsunion bisherige Währungsrisiken, die ja durch die Währungsunion nicht verschwinden, umgewandelt werden in Konkursrisiken. Das erleben wir jetzt.

derStandard.at: Die Folge einer Währungsunion unter ungleichen Partner?

Hankel: Die können die gemeinsam vorgegebene Stabilitätspolitik nicht halten. Viel monströser ist aber, sie werden durch den Euro geradezu verführt, Schulden zu machen. Der Euro hat künstlich aus nicht kreditwürdigen Ländern, wie den genannten, kreditwürdige Schuldner gemacht, weil die Abwertung abgeschafft worden ist.

derStandard.at: Sie würden Griechenland wieder in die Vorstufe zur Währungsunion schicken, mit der Option, dass das Land wieder zurückkommen darf, wenn es besser geht...

Hankel: ...weil das die einzige Möglichkeit ist. Ein Land, das in der Währungsunion in den Konkurs getrieben wird, das muss wieder raus, oder es passieren diese Verwerfungen. Ich möchte hier mit Eugen von Böhm-Bawerk einen der größten österreichischen Ökonomen zitieren, der das alles vor 100 Jahren vorausgesagt hat. Der Gründer der hochverehrten Wiener Schule, Lehrer von Schumpeter und lange Zeit K&K-Finanzminister hat vor Ausbruch des 1. Weltkriegs einen geradezu prophetischen Essay geschrieben unter der Überschrift "Politische Macht oder ökonomisches Gesetz". Darin hat er eigentlich für mich bewiesen, dass sich - was jetzt zur Debatte steht - ökonomische Gesetze politisch nicht überspielen lassen. Mit der Eurozone erleben wir den Experimentalbeweis.

derStandard.at: Was meinen Sie damit?

Hankel: Durch den Euro ist Griechenland künstlich kreditwürdig gemacht worden, es wertet ja nicht ab. Das Ergebnis ist, dass die Griechen mit ihrer horrenden Inflationsrate von 40 Prozent über dem Durchschnitt inzwischen mit einem abgewerteten Euro billig Schulden gemacht und billig eingekauft haben. Sie hatten einen Realzins, der null bis negativ war. Das heißt, wer Schulden machte, der konnte diese mit Erfolg mit schlechtem Geld zurückzahlen. Sie haben sich ein Riesenleistungsbilanzdefizit zugelegt. Dasselbe gilt für Irland und die anderen Wackelkandidaten. Und mit diesen falschen monetären Daten ist die Situation entstanden, die wir heute haben. Defizite innen und außen. Die Frage ist, kann man das auf Dauer finanzieren? Da wendet sich mein Blick unter anderem nach Österreich, denn Österreich zählt wie Deutschland, die Niederlande und Finnland im Grunde zu den Zahlern. Die Frage ist also, kann es die Politik vertreten, dass diese Länder allein die ganze Last der Schuldenfinanzierung tragen? Da würde ich sagen nein.

derStandard.at: Das war aber so auch alles nicht absehbar, da ist doch die Krise dazwischengekommen.

Hankel: Da muss ich leidenschaftlich widersprechen. Ich habe genau dieses in der Klage vor dem Euro vor unserem Bundesverfassungsgericht zwei Mal dokumentiert, bei Einführung des Euro und jetzt bei Einführung der Rettungsschirme. Wir haben dem Verfassungsgericht gesagt, das funktioniert nicht. Das führt erstens zu einer ewigen Zahlungsbereitschaft der Überschussländer. Das können diese ökonomisch gar nicht durchstehen, denn das Geld, das dahin geflossen ist, fehlt doch in den entsprechenden Ländern bei den heimischen Investitionen.

derStandard.at: Das ist aber doch keine Einbahnstraße. Sind nicht gerade die Österreicher ein gutes Beispiel dafür, dass man auch von diesem gleichzeitig großen Markt - siehe Osteuropa - profitiert hat? Und manche dieser osteuropäischen Nachbarn bewähren sich ja sehr gut in der Krise, etwa die Slowakei.

Hankel: Die Slowakei ist das ärmste Land in der Eurozone. Sollen die mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 12.000 Euro eines der reichsten Länder wie Irland mit einem höheren Pro-Kopf-Einkommen als Deutschland - nämlich 34.000 Euro - finanzieren? Das kann mir keiner erzählen.

derStandard.at: Aber es gibt doch Argumente, die untermauern, dass der Euro Vorteile bringt - siehe Exportzahlen.

Hankel: Das Standardargument. Das ist aus zwei Gründen völlig schief. Erstens besteht keine Volkswirtschaft nur aus dem Exportsektor, weder die ihre noch die unsere, denn zur selben Zeit verliert der Binnenmarkt finanzielle und materielle Ressourcen, die werden über die Überschüsse in die Defizitländer transportiert. Und wir haben tatsächlich eine Stagnation der Binnenmärkte, sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden.

derStandard.at: Daran wird auch heftig Kritik geübt...

Hankel: ...die ich auch unterstütze. Zweitens ist die Förderung des Exports ein Sprengsatz für das innere Gleichgewicht einer Währungsunion. Eine französische Finanzministerin hat sehr laut und vernehmlich gesagt: "Die bösen Deutschen", sie hätte auch sagen können, einschließlich der Österreicher. Das ist eine völlig perverse Situation, weil nicht die Tüchtigen schuld sind an den Ungleichgewichten, sondern die Untüchtigen.

derStandard.at: Aber diese Diskussion erstreckt sich mittlerweile bis nach China...

Hankel: Das macht die Diskussion in der Eurozone aber nicht falsch. Wir haben dasselbe Problem in der Eurozone wie in der globalen Wirtschaft. Damit wird das Argument nicht falsch, dass es die Nachfrage ist, die den Export hervorruft, und nicht das Exportangebot.

derStandard.at: Wohin führt uns das alles Ihrer Ansicht nach?

Hankel: In die politische Krise. Damit komme ich zu unserer deutschen Verfassung. Es ist ein Angriff auf die innere Souveränität, die innere Gesetzgebung und die innere Demokratie der europäischen Nationen, denn der Rettungsschirm und was da noch kommen soll - das Konkursrecht - greift nach der Währung in die Autonomie der Haushalte ein. Deutschland hat bereits unterschrieben, dass es sage und schreibe 70 Prozent der Bundessteuereinnahmen - 170 von 250 Milliarden Euro in den Rettungsfonds einzahlt.

derStandard.at: Ihre Bundeskanzlerin Angela Merkel verlangt ohnedies neue Regeln. Die Gläubiger müssten an den Kosten beteiligt werden.

Hankel: Aber was sie verlangt ist ein Rechtsbruch. Neuregelung heißt, die alten Verträge ändern - also brechen. Wir haben zum Beispiel in Deutschland ein Verfassungsgerichtsurteil zum Lissabon-Vertrag, indem das deutsche Verfassungsgericht geradezu kategorisch festgestellt hat, dass jeder Schritt über Lissabon hinaus einer Verfassungsänderung oder einer Volksabstimmung bedarf. Deswegen haben wir die Klage eingereicht. Jetzt muss das deutsche Verfassungsgericht erstens eine Stellungnahme abgeben, ob der Bruch der No-Bailout-Klausel, inklusive des Stabilitätspaktes, durch die deutsche Rechtssprechung gedeckt ist. Aber erst recht, dass was Frau Merkel verlangt - nämlich einen neuen Vertrag. Darüber müsste Europa neu abstimmen.

derStandard.at: Sie gelten gewissermaßen als der "Leichenbestatter" des Euro von Anfang an.

Hankel: Da muss ich protestieren. Ich bin der besorgte Vater Europas, der nicht haben möchte, dass sein Kind in den Brunnen fällt. Ich hatte jüngst einen Schlagabtausch mit EZB-Präsident Trichet, und ich habe ihm gesagt, dass noch so gute Ziele durch falsche Instrumente kaputt gemacht werden können. Genau das geschieht hier: Das große Ziel, der europäischen Einigung und Integration wird durch die Währungsunion kaputt gemacht. Er hat vorgezogen, dazu nicht viel zu sagen. Das ist der Leichenbestatter.

derStandard.at: Die Alternative?

Hankel: Wenn die Währungsunion bestehen bleiben soll, müssen die ewigen Sünder raus. Im eigenen Interesse sollten sie freiwillig austreten, denn sie können ihre Misere nicht mit einem solchen Programm, wie es ihnen die EU vorschreiben muss, bewältigen. Sie müssen in den Währungsclub Nummer zwei. Und wenn das nicht rechtzeitig gemacht wird, werden wir noch erleben, dass das ganze auseinanderfliegt und wir zu den nationalen Währungen, das heißt zum EWS zurückkehren, einer Wechselkursunion zwischen allen EU-Staaten, die hervorragend funktioniert hat, bis man sie leichtsinnig aufgelöst hat. Nicht aus ökonomischen, sondern aus politischen Gründen - wegen der deutschen Wiedervereinigung.

derStandard.at: Zum EU-Rettungsschirm: Sie nennen ihn ein Konkursverschleppungspaket...

Hankel: Eine Währungsunion muss den Konkurs akzeptieren. Der gehört ungeschrieben dazu, wenn ein Mitglied sich in Schwierigkeiten verstrickt, weil es ja nicht abwerten kann. Im Vorzimmer zum Euro wird kein Staat in den Konkurs getrieben, weil er sein Geld drucken kann und weil er abwerten kann und sich damit aus den größten Schwierigkeiten herauszieht - zulasten seiner Gläubiger. Natürlich gehört eine Umschuldung dazu. Was wir heute in der Eurozone haben, hat den Konkurs als Ultima Ratio eigentlich vorausgesetzt, genau das steht in Artikel 125 EU-Vertrag drin. Die so genannte Bail-Out-Klausel, die sagt, es wird euch nicht geholfen, wenn ihr in Konkurs geht, also passt auf.

derStandard.at: EZB-Präsident Trichet haben Sie aber ohnedies hinter sich, ruft er doch sehr dringlich zur Budget-Disziplin auf.

Hankel: Jeder Pfarrer hat das Problem, wie er mit seinen Sündern umgeht. Er kann und muss sie zur Tugend ermahnen. Aber wenn das nicht hilft, muss er sie notfalls aus der Kirche ausschließen. Trichet mahnt noch zur Tugend. (Regina Bruckner, derStandard.at, 22.11.2010)

Homepage von Wilhelm Hankel

WILHELM HANKEL: Der studierte Ökonom (geb. 1929 in Danzig) begann seine Karriere bei der Bank deutscher Länder, dem Vorläufer der Deutschen Bundesbank. Später wechselte er ins Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wurde Chefökonom der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und später enger Mitarbeiter von Wirtschaftsminister Karl Schiller. Als Präsident der Hessischen Landesbank war Hankel unter dem Vorwurf zurückgetreten, den Verwaltungsrat nicht rechtzeitig über die Milliardenverluste in seiner Amtszeit informiert zu haben. Es folgten diverse Gastprofessuren von Harvard bis Berlin. Von 1991 bis 1992 hatte er einen Stiftungslehrstuhl der Deutschen Bundesbank für internationale Währungspolitik an der Freien Universität Berlin inne.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 415
1 2 3 4 5 6 7 8 9
Jahn Petrov
10
8.12.2010, 17:10

Na dann lassen wir halt die Eurozone explodieren, das solche Irre wie Henkel, Hankel und Sinn zufrieden sind. Das sind die wahren Zerstörer des Euros. Merkel nicht zu vergessen, deren Horizont endet an der Nasenspitze.

ordy
01
29.11.2010, 10:07

Was für eine großartige Erkenntnis:
Ökonomische Gesetze lassen sich durch political correctness-Sprech nicht ändern.

Aber noch viel ärger:
Das gilt für die gesamte Mathematik, also auch für die Demographie.

Marusch
01
27.11.2010, 18:28
Manipulation durch Wortschöpfung

Seit Irland strauchelt geistern Worte wie "Schutzschirm" unter welchen Irland "geschlüpft" sei durch die Medien.
Das Wort "Schutzschirm" bzw. "Rettungsschirm" ist nur mit positiven Assoziationen besetz. Geht man jedoch von der Funktion dieses Mechanismus aus, so ist die Umschreibung "kollektives Haftungssystem" die ehrlichere Umschreibung. Wenns nach mir ginge, so würd ich da von "finanzieller Hängematte" oder "finanpolitischer subranationaler Sippenhaft" sprechen, da diese Ausdrücke mehr Wahrheit transportieren!

Agnostiker1
30
5.12.2010, 19:45
Ihr Kenntnisse über das System der Schutzschirme ist.....

..gleichrangig mit Ihren Rechtsschreibkünsten. von beidem keine Ahnung

Chris Quast
00
26.11.2010, 00:14

so alt ist der na der hat ja das teitsche wesen an dem die welt genesen soll, wirklich erlebt.

na dass da noch ein bissal deutsche großmannsucht im blut ist wundert micht nicht, und ähnlich argumentieren auch rechte
"Ich bin der besorgte Vater Europas, der nicht haben möchte, dass sein Kind in den Brunnen fällt."

nein, nein wir sind nicht gegen europa, nur das, das, das, und das gefällt uns nicht, und am liebsten haben wir die nationalstaaten.

wobei dieses interview ja ganz nett sein, mag für eurogegner, und er mag vielleicht durchaus wahres ansprechen ?, aber viel interessanter wäre doch ein streitgespräch mit einem fundierten ökonomen, politiologen der das anders sieht.

Agnostiker1
10
5.12.2010, 19:49
Und Sie haben im Blut die bei uns typischen Minderwertigkeitskomplexe.

Dazu kommt ein Wissen um die Problematik, die nicht besser als die von Hankel.

Marusch
00
7.12.2010, 17:40

Vielen Dank für den Hinwies. Bei zazzle.de kann man sich "anti EU"-Artikel bestellen.

Chris Quast
00
25.11.2010, 23:51

weil es immer heißt die eurozone sei so heterogen gegenüber den usa.

wenn man das bip/kopf der einzelnen staaten hernimmt schwankt das von 66 k (ok DC ist sehr übergewichtet)
bis 30 k.

eurozone 105 k bis 16k, nimmt man die ausreißer und leichtgewichte weg, dann würde ich sagen von niederlande bis spanien also 48 k bis 32 k.

selbe übung mit usa wobei ich da die staaten nicht so kenn. new jersey 50 k bis utah 30 k

utah kam trotz 2 niedrigstem bip/kopf rein weil es eben gesamt platz 35 oder so ist, also nicht so "unwichtig". genauso hätte ich auch bei der eurozone die spanne nach unten erweitern können wenn ich "unbedeutende" länder wie gre, port, slov genommen hätte.

aber man sieht sooo viel homogener sind die usa nicht.

ordy
00
29.11.2010, 10:11

Die EU ist aber kein Staat. Das wäre natürlich die andere Alternative: Einen europäischen Staat zu gründen.
Denn dann hätte eine Zentralregierung die Möglichkeit, durchzugreifen.
So aber hängt der Euro in der Luft. Als Währung ohne Staat.
Noch viel gefährlicher ist die Idee einer Armee, die in der Luft hängt.

wer wenn nicht er
00
25.11.2010, 16:23
Migration

Die selben Probleme gab es schon vorher:
- In Österreichs armen Regionen (zB Waldviertel) erfolgt eine massive Abwanderung, da man dort einfach nicht konkurrenzfähig ist. Könnte zB das Waldviertel abwerten, könnte es den Wettbewerb gegen zB Wien besser bestehen. So aber wandern die Leute notgedrungen ab.

- In den USA ist es das Selbe: Der mittlere Westen dünnt redikal aus, die Leute wandern in die Küstenzentren (zB California). In GB auch (Schottland, Großraum London) usw.

Die Währungsunion wird somit die Wirtschaftslandkarte innerhalb der Union grundlegend ändern: Die erfolgreichen Regionen werden rascher wachsen, die armen Regionen werden ohne das "billige" Mittel der Abwertung zu Auswanderungsländern...

Mostbluzza
00
25.11.2010, 11:27
es geht ja nicht um

die kohle, egal wie sie heisst.

die absicht dahinter wird nun im nebel des grauens immer klarer.

es soll keiner sagen, er hat s nicht gewusst, wir treiben ja absichtlich ins schlamassel. man belügt leute nicht ... für ein paar floskeln.

mehr macht für brüssel, ein einheitsbrei, also alles richtung real-existierenden sozialismus, der staat solls regeln. manche länder werden arm gemacht und einige reich, der mechanismus ist lange bekannt und kennt jeder student der wirtschaft.

http://www.spiegel.de/wirtschaf... 12,00.html

ps: die fed will sogar anleiherenditen und inflationsrate verordnen. die wollen also gegen den wind pissen. dann ist das ende genauso dramatisch.

Marusch
01
24.11.2010, 22:28
Etwas Musik gehört auch dazu,

obwohls nicht grad die EU-Hymne werden wird:

www.youtube.com/watch?v=no_Pv7McXVg

bisher ca. 105.000 Aufrufe

Konrad Richter
 
00
26.11.2010, 17:45
Danke!

Feiner link. Musikalisch und reim-mäßig sind die zwar eher nicht so meins, aber insgesamt definitiv hörenswert auf Grund ihrer Texte.

webinformationat
03
23.11.2010, 21:10
EU-Austritt für den Sozialstaat

Angesichts der Entwicklung ist der Austritt Österreichs aus der EU das einzige Mittel zur Abwehr. Österreich wird Zig-Milliarden Schulden anhäufen, zu Lasten der sozialen Einrichtungen. Die Sparpakete lassen grüßen.

Da nützt kein Bildungsvolksbegehren, wo die Gesamtschule versteckt ist, sonder das Volksbegehren EU-Austritt, welches der Milliardär Androsch nicht bewirbt, weil er auch profitiert.

www.eu-austritts-volksbegehren.at

Poldi Fesch
10
25.11.2010, 14:30
da taetest

aber bloed schauen, wenn Aut austraete.

webinformationat
11
25.11.2010, 16:53

Dann hätten wir die Chance auf mehr direkte Demokratie: www.direktedemokratie.at

Chris Quast
10
26.11.2010, 00:59

auf mehr demokratie wird gschiss*. bin heilfroh, dass die diversen hirnederln die glauben zu wissen wie der hase läuft, bzw. meinen nach ihren vorstellungen soll der die das mensch glücklich und froh werden, nicht all zu oft was zu sagen haben.

weiters sind zum glück solche damen und herren in der minderheit.

Poldi Fesch
10
25.11.2010, 17:04
danke,

ueber diesen Link hab ich schon sehr gelaucht. Grundfreiheiten als Autrittsproargument. Soviel Bloedheit kam mir bislang nicht unter

Agnostiker1
81
23.11.2010, 16:31
Prof. Wilhelm Hankel hat sich zum Extrem-Aussenseiter

....der politischen Ökonomie entwickelt. Er hat schon mehrere Male völlig ergebnislos Karlsuhe angerufen. Je mehr er Niederlagen in vielen Bereichen er einstecken mußte, desto mehr wurde er zum Aussenseiter. Keine deutsche Qualitätszeitung bringt einen Satz über diesen Wirrkopf, von einem Interview ganz zu schweigen. Doch in Österreich scheint er noch Zuhörer zu finden.

Chris Quast
00
26.11.2010, 01:00

grün schon alleine weger der ausgewogenheit :-).

wenn man so "gerötet" wird überhaupt im wirtschaftsforum, dann kann man davon ausgehen dass der die poster nicht so falsch liegen kann.

Marusch
00
24.11.2010, 17:45
Sie schreiben Unsinn..

..wenn Sie anführen, daß keine Qualitätszeitung ein Interview von ihm bringt!!

In letzter Zeit hat der Professor Interviews bei der Süddeutschen, Focus-Money, Junge Freiheit und Am-Finanzplatz gegeben. Diese Aufzählung ist jedoch nicht abschließend!

DARÜBERHINAUS gab er folgenden Fernsehsendern Interviews: Phoenix, BR, ZDF, ARD, SWR, NTV und Russia Today!

Das alles kann auf seiner Homepage eingesehen werden (www.wilhelm-hankel.de)!

Merke: Erst recherchieren, dann überlegen und erst dann schreiben! In diesem Zusammenhang möchte ich Sie nochmal an den von Ihnen gebrauchten "Kraftausdruck" erinnern!

Aber vielleicht haben Sie ja auch nur in der Bildzeitung vorher nachgeschaut?!

Agnostiker1
00
29.11.2010, 19:01
Sie reden von Recherche.

Anlass war nie seine ökonomischen Phantasiegeschichten, sondern einer der Prozesse vor dem BGH, die er komischerweise alle mit Pauken und Trompeten verliert. Seit er an die Luft gesetzt wurde, verfolgt er seine vermeintlichen Feinde mit Prozessen. Der Herr leidet an einer ausgeprägten Paranoia.

webinformationat
01
23.11.2010, 21:12

Hankel hat zweimal Karlsruhe angerufen und zur Recht.
Die Euroklage und die Klage gegen die Griechenlandhilfe und den Rettungschirm.

Wir zahlen nicht für die Krise!

www.eu-austritt.blogspot.com

awear
03
23.11.2010, 16:43
Die Frage ist nur...

...wer ist bloß der Eigentümer dieser deutschen "Qualitätszeitungen" und wessen Meinung verbreiten sie?

Eine reine Mutmaßung zwar, aber wo haben denn die Bank$ter nicht alle Fäden in der Hand?

nomad13
15
23.11.2010, 06:10
Und irgendwann wird man über den Begriff "Rettungs"paket LACHEN.

Wieso nicht klar und deutlich "Verzögerungs"paket?Denn-es ist weder rückzahlbar-noch wird es das Ende aufhalten.
JA-Jetzt kapieren es viele noch nicht-aber letztlich werden wir die Banken pleite gehen lassen müssen.(Spareinlagen der Bürger etc.übernimmt der Staat) Hr. Hankel ist auch der Meinung-dass dies den Zahlungsverkehr nicht einschränken würde!

Alles was zur Zeit abgeht an "Rettungs"massnahmen ist vollkommen lächerlich und Realitätsfremd.
Dasselbe mit der FED.Wer glaubt-das die Druckerpresse hier die Antwort auf die Probleme ist? Wer glaubt-dass die EZB nur nachdrucken muss?

Als würde man den Untergang regelrecht WOLLEN?

Der bis an die zähne bewaffnete Iran(Vormacht da unten )geht schonmal in Stellung:-)))

hehehe

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 415
1 2 3 4 5 6 7 8 9

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.