Frauenhändler festgenommen

13 "Sexsklavinnen" in Wien befreit

20. November 2010, 12:46

Drahtzieher in Ungarn - Seit 1998 aktiv - Frauen gefangen gehalten - Vier Festnahmen

Wien/Budapest - Das Ende eines mehr als zehn Jahre aktiven Frauenhändlerringes zwischen Ungarn und Österreich: Durch eine länderübergreifende Polizeiaktion, an der Europol-Beamte beteiligt waren, flogen die Verbrecher jetzt auf. In Wien konnten in den vergangenen Tagen 13 als "Sexsklavinnen" missbrauchte Frauen befreit werden.

Sechs Verdächtige wurden ausgeforscht. Der ungarische Hauptverdächtige, Tibor L. (54), und drei weitere Männer befinden sich in Ungarn in Haft, teilte der Sprecher des österreichischen Bundeskriminalamtes, Helmut Greiner, am Samstag mit. Eine erste Meldung zu der Affäre hatte es Freitag am späten Nachmittag von Europol gegeben.

Die ungarischen Frauenhändler waren offenbar seit 1998 tätig gewesen. Dabei wurden Frauen in Ungarn für berufliche Tätigkeiten mit Lockangeboten angeworben, dann aber sprichwörtlich versklavt. Letztendlich mit brutalsten Mitteln gefügig gemacht, wurden die Ungarinnen schließlich nach Österreich gebracht. Dort mussten die Opfer als illegale Prostituierte in einer dafür in Wien angemieteten Wohnung ihre Dienste verrichten. Im Jahr 2000 wurde dann in Studios in der Leopoldstadt und Hernals gewechselt, wo die Frauen auch mit entsprechenden Kontrollkarten ausgestattet wurden, um bei polizeilichen Kontrollen keinen Grund für eine Beanstandung zu sein. Die Frauen mussten täglich bis zu 20 Kunden und mehr bedienen. Die täglichen Einnahmen betrugen zwischen 800 und 1.000 Euro.

Schreckliche weitere Details, wie sie bei den Erhebungen ans Tageslicht kamen: Im Laufe der Zeit wurden die anfänglichen Opfer offenbar zu Mittäterinnen und übernahmen die "Beaufsichtigung" neuer Opfer. Greiner: "Sie führten Aufzeichnungen über deren Einnahmen und fungierten als Geldboten für den Hauptverdächtigen Tibor L." Die Frauen seien durch das langjährige Martyrium völlig gebrochen gewesen und hätten sich durch Kooperation eine Erleichterung ihrer Lebenssituation erhofft.

Damit nicht genug: Bei "Problemen" wurden Frauen auch zurück zu Tibor L. auf dessen Anwesen in Sarkad in Ungarn verbracht, wo sie misshandelt und "diszipliniert" wurden. Danach kamen die Opfer wieder nach Wien. Der Chef der Frauenhändler-Bande selbst wagte sich nie nach Österreich.

Erst vor wenigen Tagen gab es handfeste Verdachtsmomente. Der Sprecher des Bundeskriminalamtes: "Eine 19-jährige Frau konnte flüchten und erstattete in Ungarn Anzeige." Daraufhin wurden die ungarische und die österreichische Polizei aktiv, ebenso die Staatsanwaltschaft Wien und die die entsprechenden ungarischen Justizbehörden. Die Zusammenarbeit habe sehr gut geklappt. Es sei auch schnelles Handeln notwendig gewesen.

In Wien konnten bei zwei Hausdurchsuchungen 13 Frauen als Opfer ausgeforscht und befreit werden. Derzeit werden in Österreich drei Opfer von entsprechenden Stellen betreut. Die übrigen Frauen sind bereits nach Ungarn zurückgekehrt. Bei der Festnahme der Drahtzieher in Ungarn wurden ein Waffenlager und zahlreiche Schmuckstücke entdeckt. (APA)

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C4
00
23.11.2010, 15:29

LSDBlue, des waren keine guten Acids, die Du g'schnitten host, glaub ma des.

LSDBlue
21
23.11.2010, 08:42

Die hol ich mir wieder zurück - ES IS NOCH NICHT VORBEI!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Sam Tex
01
23.11.2010, 15:16

Was ist noch nicht vorbei ? Ihr Anfall ?

Loxoceles
04
21.11.2010, 15:33

Etwas weiter unten schreibt "Nachtsonne" in
http://derstandard.at/plink/128... 7/18923585

"die studios in der leopoldstadt stehen unter strenger polizeikontrolle."

Was ist da los? Hat die Polizei über Jahre hinweg nichts bemerkt? Wurde weggeschaut? Gibt es Maulwürfe und Betroffene in der Polizei und im übergeordneten Beamtenstab?

Barbarin
21
22.11.2010, 17:20
Ja, das ist anzunehmen!

Leider ist der Unterschied zwischen Polizei und den Verbrechern, die sie jagen sollten, kleiner als man glauben mag.

The 11th Hour 5 vor 12
00
21.11.2010, 13:27
Na so etwas, hat doch erst im letzten Club 2

ein Herr aus der einschlägigen Szene gemeint "so
etwas ist ihm nicht bekannt...."

Mafia und sonst. Wirtschaftkriminalität waren
das Thema.

A.B. Artig
 
11
21.11.2010, 19:25

Sollen wir uns wundern?

Dr. Heloise Silberberg
03
21.11.2010, 13:22

Daran erkennt man mal wieder wozu offene Grenzen alles gut sein können. Wer weiß, wie viele Menschen in Österreich solch ein Martyrium momentan noch über sich ergehen lassen müssen...
Die Strafen für derartige Verbrechen sind viel zu gering !

match box
10
23.11.2010, 10:43
Mir war nicht bewusst,

dass es 1998 schon offene Grenzen gab.
Der EU Beitritt Ungarns war erst 2004 afaik.

Im Gegenteil, man sieht an diesem Beispiel, dass der Grenzübertritt für diese Leute noch nie das Problem dargestellt hat.

Hannes31
21
21.11.2010, 14:04

Dazu braucht es keiner offenen Grenzen.
Da reicht(e) einfach eine Arbeitserlaubnis als "Tänzerin"...

Dr. Heloise Silberberg
02
21.11.2010, 14:28

Ihnen zufolge gibt es also illegale Prostituierte mit Arbeitserlaubnis...fragt sich nur, was daran dann illegal sein soll. In derartigen Fällen braucht es halt nur mehr Kontrolle oder gleich Einschränkungen bei Arbeitserlaubnissen.
So weitergehen kann es auf keinen Fall.

motd
21
22.11.2010, 14:16
keine Ahnung haben und blöd fragen

Öster. Mittelschüler(in)?

Dr. Heloise Silberberg
01
22.11.2010, 14:49

Führen Sie hier Selbstgespräche ?

Hannes31
04
21.11.2010, 16:46

Offiziel bekommen diese Frauen eine Arbeitserlaubnis als Tänzerin - inoffziel weiss wohl jeder, was dahinter steckt!
Hier spielt auch die Politik mit, die diese Arbeitserlaubnis ausstellt... (und den meisten Politikern ist sicher bewusst, was das bedeutet).

Nachtsonne
02
22.11.2010, 16:10

Eine Studio ist eine Wohnung mit Straßeneingang. Kein Gewerbelokal.

Prostitution ist kein Arbeitsverhältnis, keine Arbeitsgenehmigung ist dafür erforderlich bzw. vorgesehen.

Tanzen kann auch als Selbständige.
Arbeitserlaubnis ist gut wenn in einem Lokal beim Bedienen oder Putzen von erwischt ist.

Tänzerin Visa war dafür gedacht daß damit das Aufenthaltszweck nicht direkt dargestellt wird, bzw. es gibt Bundesland wo scheinheilig kein Bordell sondern nur Tabledance gibt.

Rumäninnen wurde ihr Pass mit Prostitution-Sichtvermerk - das gab es früher auch - entzogen auch deshalb wurde Prostitution nicht mehr als Zweck eingetragen. Später Aufenthaltserlaubnis Selbständige ohne Niederlassung danach nur Einreisetitel (Visum) wurde ausgegeben.

4simo
00
22.11.2010, 12:20
politiker

stellen arbeitserlaubnisse aus?

Hannes31
02
22.11.2010, 12:57

Wir wissen wohl, dass Politiker Gesetze beschliessen und Beamte diese Ausführen... *gähn*

4simo
20
22.11.2010, 17:40
na wennSas eh wissen..

warum SchreibenS dann so einen Holler?

Hannes31
02
22.11.2010, 21:13

Was sudern sie so rum?
Die GESETZE werden von Poliktern gemacht und werden von Beamten vollzogen!
Warum sollte ich jetzt die ausführenden Beamten anpatzen?

diekleinefurie
11
21.11.2010, 12:57
Splinters of Scum

http://derStandard.at/128227333... Geldkoffer

"Drehscheibe sei das Schloss Freyenthurn nahe dem Wörther See gewesen, das die Hypo im Zusammenhang mit der Firmenpleite von General Partners "geerbt" hatte und in dem heute ein Nachtklub (Babylon) untergebracht ist. Das Schloss wurde den Angaben Rauschers zufolge als diskrete Filiale benutzt."

Dieses Babylon war -zumindest zeitweise- ein Ableger des gleichnamigen Wiener Etablissements aus obigem Artikel.

Wie darf ich mir das jetzt bitte vorstellen?

Eine Bank in LANDESEIGENTUM lässt einen Puff in einer ihr gehörenden Immobilien betreiben?!?

War der schon darin oder haben die Hypos das Rotlicht erst anknipsen lassen?

Sähe nur ich da kleinere Probleme?

El Clandestino ****
112
21.11.2010, 10:38

die babylon werbung am flughafen'; da fällts mir wioeder ein; wilkommensschild für sklavenhändle!!

meinrad
14
21.11.2010, 12:51

die mädels im babylon werden dort festgehalten?

Loxoceles
17
21.11.2010, 15:27
Festgehalten

Anscheinend wurden Frauen dort festgehalten. Zumindest etliche.
Da auf der Gästeliste sehr illustre Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft aufscheinen sollen, liegt die Vermutung nahe, dass um diese Umstände möglichst wenig Lärm gemacht werden sollte.

Mirstetta Toni
10
22.11.2010, 15:58

so ein blödsinn. dort wird niemand festgehalten; maximal der gummi bei rausflutschen.

cyber ferkel
15
21.11.2010, 11:35

Ja, eigentlich unglaublich. Millionenen Fluggäste die in Schwechat einreisen, sehen als ersten österreichischen Willkommensgruß: Werbung für ein Puff

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