Opposition demonstriert wieder in Bangkok - Gedenken an Gewalt vor sechs Monaten
Bangkok - Thailands "Rothemden" sind auf Bangkoks Straßen zurück. Mindestens 10.000
Anhänger der Opposition versammelten sich am
Freitag in der Hauptstadt, um der Opfer eines Gewalteinsatzes des Militärs vor sechs
Monaten zu gedenken. Die in roten Hemden
gekleideten Demonstranten kamen in dem Geschäftsviertel zusammen, das sie im
April und Mai besetzt hatten. Bei Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften
waren 91 Menschen getötet und mindestens 1800 verletzt worden. Mehr als 30
Gebäude waren bei den Zusammenstößen im Mai in Brand gesteckt worden. Die Demonstranten erinnerten mit ihrem Protestzug an
die schwerste Gewalt in der modernen thailändischen Geschichte. In Sprechchören
forderten sie die Bestrafung der Schuldigen,
Da es den "Rothemden" an unangefochtenen Führungspersönlichkeiten fehlt, ist
mit einer Neuauflage der Proteste vom Frühjahr
nicht zu rechnen. Einer der Wortführer der Demonstranten kündigte stattdessen kurze und
sporadische Protestaktionen an. Dies solle die
Regierung daran erinnern, dass es die Opposition
noch immer gebe und dass die Zeit für die endgültige Auseinandersetzung noch nicht gekommen
sei. (Reuters)