Experten: "Prognosen nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind"

19. November 2010, 16:17
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Klimatologen kritisiert Erwärmungs- Modelle: "Wir wissen viel zu wenig über die verschiedenen Einflussfaktoren"

Wien - Die Klimaschützer und Experten in Cancun müssen gegen wachsende Kritik an ihren Erderwärmungsmodellen zur Wehr setzen. "Wir wissen viel zu wenig über die verschiedenen Einflussfaktoren auf das Weltklima, um überhaupt gesicherte Prognosen zu machen", erklärte etwa der Geschäftsführer vom Dienstleister Donnerwetter.de, der Klimatologe Karsten Brandt.

Gemeinsam mit anderen Klimatologen hat Brandt bei einer Pressekonferenz die Klimaerwärmung generell in Zweifel gezogen. An Messstationen beispielsweise in der Antarktis oder auch im Atlantik seien in den vergangenen zehn Jahren sinkende Temperaturen gemessen worden. Interesse an dem Thema hätten vor allem Politik und die von ihnen mit Milliardenbeträgen geförderten Forscher. Wenn sie einräumten, es gäbe überhaupt keinen Klimawandel, machten sie sich selbst überflüssig.

Viele Einflussfaktoren unberücksichtigt

Der Hauptkritikpunkt des Experten ist, dass in den derzeitigen Klimamodellen viele Einflussfaktoren wie Meeresströmungen oder auch Sonnenflecken zu wenig berücksichtigt werden, während die Rolle des CO2 überbewertet wird: "Es ist einfach Irrsinn. Diese Prognosen sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. Der Golfstrom habe auf das Wetter in Europa etwa einen 100 Mal größeren Einfluss als CO2", sagte Brandt.

In Wahrheit müssten die Klimaforscher eingestehen, dass die Entwicklung der Temperatur über einen langfristigen Zeitraum nicht seriös vorhergesagt werden kann. "Zu prognostizieren, dass es in den kommenden Jahren drei bis fünf Grad wärmer wird, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Wir wissen viel zu wenig über die verschiedenen Einflussfaktoren", sagte Brandt.

Dass sich die Politik auf das CO2-Modell versteift, ist für Brandt fahrlässig. Eine Erklärung dafür sei vielleicht, dass durch eine Besteuerung von CO2 neue Einnahmequellen im Namen des Umweltschutzes lukriert werden. Aber sich ausschließlich auf eine Erwärmung vorzubereiten, sei unsinnig.

Langsamerer Golfstrom

Ein großer Test für das derzeitige "Gobal Warming"-Model steht schon in den kommenden Jahren an. Der Golfstrom habe sich etwa deutlich verlangsamt, was in der Vergangenheit stets mit kalten Wintern einhergegangen ist. Die aktuellen Messungen der NASA würden auch deutlich kältere Meeresoberflächen als in den vergangenen Jahren zeigen. "Es kann also gut sein, dass die prognostizierten Daten nach drei, vier kalten Wintern überdacht werden müssen", meinte Brandt. (red/APA)

  • Die Falschfarben-Aufnahme der NASA zeigt die Oberflächentemperaturen des Golfstroms im westlichen Nordatlantik. Nachdem sich die warme Meeresströmung zuletzt deutlich verlangsamt hat, könnten einige kalte Winter bevorstehen.
    foto: nasa

    Die Falschfarben-Aufnahme der NASA zeigt die Oberflächentemperaturen des Golfstroms im westlichen Nordatlantik. Nachdem sich die warme Meeresströmung zuletzt deutlich verlangsamt hat, könnten einige kalte Winter bevorstehen.

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