"Im Ausland ist man exterritorial"

20. November 2010, 17:00
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    foto: privat

    Waltraud Heller

Waltraud Heller studierte in Linz, Straßburg, Brügge - Sie war u. a. in der EU-Kommission tätig - Heute arbeitet sie für die EU-Grundrechteagentur in Wien

STANDARD: Sie haben einige Studienjahre und mehr als die Hälfte Ihrer beruflichen Laufbahn im Ausland verbracht. Seit 2004 sind Sie wieder in Österreich. Wie war das Heimkommen?

Heller: Schön, aber tough.

STANDARD: Warum?

Heller: Ich war die Monokultur nicht mehr gewöhnt. Zuletzt in Brüssel - und das ist sicher ein ganz eigenes Beispiel - war mein Umfeld sehr multinational. Dort ist man privat wie beruflich "exterritorial", du lebst und arbeitest in drei Sprachen und bist von Menschen ganz unterschiedlicher Kulturen umgeben.

STANDARD: Und trotzdem bleiben dann viele gerne "unter sich"...

Heller: Stimmt. Das, was man den Ausländern hier vorwirft, nämlich gerne unter sich zu sein, habe ich in Brüssel ähnlich erlebt. Ich habe mich gefreut, wenn ich mit jemandem Dialekt reden konnte.

STANDARD: War Ihre Rückkehr nach Österreich dann eher Zufall?

Heller: Nein. Das war eine Lebensentscheidung. Ich wollte immer nach Österreich zurück - näher zu meiner Familie und zu den Bergen.

STANDARD: Aber Sie haben sich - mit Ihrem Job in der EU-Agentur für Grundrechte - ein Stück "Exterritorialität" bewahrt ...

Heller: Ja, so kann ich Heimat und Internationalität verbinden. Hier sind mehr als 20 Nationalitäten vereint. Man kann von der Sichtweise anderer Menschen einfach viel lernen. Ich finde das bereichernd.

STANDARD: Was ist schwieriger: weggehen oder heimkommen?

Heller: Nach mehr als drei Jahren ist beides gleich schwer. (Heidi Aichinger, DER STANDARD, Printausgabe, 20./21.11.2010)

Thinking_Citizen
 
00
21.11.2010, 16:19

Meine Guete, so ein schwaches Interview. Und so etwas wird publiziert?

Und ausserdem, die Dame hat ein paar Jahre in Belgien verbracht (lang kann's nicht gewesen sein, denn sie ist ja schon seit 2004 zurueck)... ist das denn heutzutage noch der Rede wert?

1 Wolfgang 1
00
22.11.2010, 12:40

kann man leicht nachrechnen: sie hat "mehr als die Hälfte ihrer Berufslaufbahn und einig Studienjahre" im Ausland verbracht. Nachdem sie seit 2004, also 6 Jahre wieder zurück ist, hat sie mehr als 6 Jahre + Studienjahre im Ausland verbracht. So wenig ist das auch nicht.

piroschka d.
04
21.11.2010, 15:26

wow, so ein grossartiger einblick in das leben eines expats. beeindruckend.

achtung: ironie

C.G.
02
21.11.2010, 16:08

Und vor allem ganze 3 Jahre im EU Ausland. Wow, wow, wow!

papa_ratzi
06
20.11.2010, 19:44

Was war denn das für ein Interview? Viel zu kurz und inhaltsleer...

Graf Bobby
00
20.11.2010, 19:22

Es sei festgehalten, dass die Grundrechteagentur, wie die meisten Agenturen der EU, nichts als eine Geldvernichtsungsmaschine sind. Ich will Ihnen gar nicht die Gehaelter neiden, aber die Agenturitis der EU ist weit fortgeschritten und wuchert weiter. Die Grundrechteagentur ist eine besonders negative Erscheinung.

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