Die Arbeit der Zukunft ist grün

20. November 2010, 18:37
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Umweltschutz ist vom Jobkiller zum Jobbringer mutiert und drang in den wirtschaftspolitischen Alltag ein

Noch vor wenigen Jahren wurde aktiv gelebter und politisch reglementierter Umweltschutz von vielen als Bedrohung für die Wirtschaft angesehen. Die Wirtschaftskrise und ein wachsendes Bewusstsein für die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung hat dieses Dogma in kurzer Zeit völlig auf den Kopf gestellt. Umweltschutz ist vom Jobkiller zum Jobbringer mutiert und drang in den wirtschaftspolitischen Alltag ein.

Zahlreiche Maßnahmen, wie etwa das breite Spektrum an Info- und Bildungsangeboten zur Berufsorientierung und Qualifizierung im Green Jobs-Bereich und eine umfassende Förderungslandschaft, tragen dazu bei, dass Österreich im Umweltbereich internationales Vorbild ist. Doch so verheißungsvoll die Potentiale rund um "Green Jobs" auch locken, so herausfordernd ist die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie der politischen VerantwortungsträgerInnen und der wirtschaftlichen Akteure.

Eine Frage, die bei diesem Thema beinahe reflexartig aufkommt: Was sind "Green Jobs" denn eigentlich? Denn um die notwendigen Maßnahmen zielgerecht bearbeiten zu können, ist eine Begriffsbestimmung wichtig. Auf EU-Ebene konnte eine gemeinsame Definition erarbeitet werden. Danach sind "Green Jobs": "Arbeitsplätze in der Herstellung von Produkten, Technologien und Dienstleistungen, die Umweltschäden vermeiden und natürliche Ressourcen erhalten."

100.000 neue "Green Jobs"

Laut Informationen des Lebensministeriums plant Umweltminister Niki Berlakovich 100.000 neue "Green Jobs" in nur 10 Jahren zu schaffen. Dieses Ziel ist entsprechend eng mit den österreichischen Erneuerbaren Energie- und Klimazielen verbunden, die eine Erhöhung des Anteils von erneuerbaren Energien von derzeit 28 Prozent auf 34 Prozent bis 2020 vorsehen. Das soll die CO2 Emissionen Österreichs um 16 Prozent reduzieren.

Die Zukunft der Arbeit ist grün. Österreich hat optimale Vorrausetzungen um im internationalen Wettkampf seine Position im Spitzenfeld zu verteidigen. Es sind die politischen Initiativen wie "Masterplan Umwelttechnologie", welche wichtige Basisarbeit für die Gestaltung der richtigen Rahmenbedingungen leisten.

Der eingeschlagene Weg und die Bemühungen müssen trotz kritischer Stimmen in Bezug auf die Begrifflichkeit "Green Jobs" unbeirrt weiter geführt und verstärkt werden. Der weitere Ausbau des Aus- und Weiterbildungsbereiches - im universitären wie auch im Lehrlingsbereich - muss im Vordergrund stehen, damit heutige Parade-Unternehmen wie Fronius, Griffner, GREENoneTec u.a. entsprechende Fachkräfte und MitarbeiterInnen finden können.

Österreich hat das Potential und das Know-how zum Silicon Valley der öko-innovativen Wirtschaft zu werden.


Der österreichische Ressourceneffizienz-Aktionsplan ist Thema des Monats Oktober 2010 im Internetportal







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Autor: Hannes Offenbacher, Geschäftsführender Gesellschafter von Mehrblick IdeenStudio, Recherche und Aufbereitung im Auftrag des Lebensministeriums, Abteilung II/3 Nachhaltige Entwicklung und Umweltförderpolitik.

Direkt-Link zum Monatsthema 10/2010
(mit Text-Vollversion und weiterführenden Informationen)

Im Rahmen des Monatsthemas 10/10 "Die Arbeit der Zukunft ist grün" werden Visionäre und Macher zum Thema befragt, unter ihnen: Mag. Alexandra Amerstorfer (Kommunalkredit), MMag. Peter J. Oswald (Mondi), Mag. Claudia Kinzl (Jugend-Umwelt-Netzwerk), Mag. (FH) DI Markus Piringer (Umweltbüro), Dr. Angela Köppl (WIFO), MRin Dr.in Martina Schuster (Lebensministerium)

Im Dialog des Monats 10/2010 finden Sie Perspektiven und Meinungen von ExpertInnen, die das Thema "Green Jobs" aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachten.

Person des Monats 10/2010 ist der Unternehmer und Autor Gunter Pauli.

Hannes Offenbachers Blog

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 61
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Drapes Match Carpet
00
8.12.2010, 19:33
wann besiedeln wir endlich neue planeten??

nach der mondlandung war ich so optimistisch.

aber leider müssen immer mehr schei** leute um immer weniger erdoberfläche und rohstoffe streiten.

der erdradius ist 6360km =>> oberfläche = 4*pi*r²

Mundle
00
5.12.2010, 20:30

Mit sog. Greenjobs lässt sich Wirtschaftswachstum möglicherweise nicht so stark steigern wie mit herkömlichen Jobs, dafür ist das Wachstum von längerer Dauer.

Es gibt so viele unnötige Dienstleistungen, die im Grunde viel Arbeit schaffen,den Lebensstandard aber kaum erhöhen.

Greenjobs hingegen führen dazu,daß wir unseren Resourcenverbrauch senken und weniger Arbeit aufgewendet werden muss um den Wohlstand aufrecht zu erhalten.

Schon alleine die Zerstörung und Destabilisierung, welche Ölpeak bringen wird, bedarf einiges an Restauration.

Also anstatt zB Hundsviecher zu kämmen oder zu frisieren sollten die dienstleistenden Menschen lieber ihre Fähigkeit dazu verwenden um unseren Lebensraum zu erhalten ;)

stanley H.
00
2.12.2010, 20:06
Wow

Respekt. Österreich hat derzeit 28 Prozent erneuerbare Energien. Das sind wir in Deutschland aber noch a bissl hinten dran...

Quark
00
19.12.2010, 13:58

das liegt wahrscheinlich daran, dass Österreich schon sehr früh große Speicherkraftwerke hatte. Ich fürchte der Anstieg von erneuerbaren Energien ist bei uns viel geringer.

Graf Ologe
01
25.11.2010, 06:57
Wirtschaftliche Energiegewinnung ist der Schlüsse.

Jedes mal wenn aus thermischen Kraftwerken 1 KW rausgeht, sind 1.5 KW nutzlos miterzeugt worden.

Die KraftWärme-Kopplung soll das mit extrem teuren Rohren ausgleichen.

Dabei ist ein Gerät wie in skandinavischen Länder gefördert, viel wirtschaftlicher. Es wird die erzeugte Energie an Ort und Stelle als Kraft und Wärme genutzt.

Dezentral und macht von Stadtwerken unabhängig - weil mit Gas betrieben - auch Propan.

Die Einsparung ist signifikant und Politiker die wegen erpresserischer Abhängigkeiten an der Zentralversorgung festhalten gehören vor ein Volkstribunal.

e_Neutrino
 
00
26.11.2010, 14:29
Einfach Genial diese neuen Energiespar - Ideen

Tipp: Sparsam heizen mit der Kraft der Sonne
http://www.mdr.de/einfach-g... 16316.html

Tipp: Alle herkömmlichen Lampen gegen LED (u. bald auch OLED) tauschen, spart bis zu 90 % Energie ein.
http://www.mdr.de/einfach-g... 95862.html

Und all dies ist erst der Anfang,... ;)

David-Lauritz
00
23.11.2010, 19:18
Hinterfotziges Argument

Hier wird suggeriert, dass Wirtschaft und Umweltschutz kein Gegensatz sind. Das mag in 1% der Fälle stimmen, in 99% der Fälle besteht ein krasser Gegensatz. Faktum ist: Wirtschaftswachstum = Umweltzerstörung.

Andreas Mittermayer
01
23.11.2010, 22:16
Das hängt ganz davon ab, wie man "Wirtschaft" bewertet!

.
Wenn etwa erneuerbare Energieträger fossile Energieträger ersetzen und diese Maßnahme einen höheren Beschäftigungseffekt erzielt, der Ressourcenverbrauch (langfristig) aber sinkt, ist es sicherlich eine gute Sache.
In diesem Falle steigt etwa das BIP nicht (bzw. muss nicht steigen). Das heißt, die Wirtschaft wächst qualitativ.

Wenn die Wirtschaft jedoch quantitativ wächst und dies sich in einem Wachstum des BIP ausdrückt, ist es auf Dauer sicherlich nicht nachhaltig!

Das wäre etwa der Fall, wenn ZUSÄTZLICH zu den fossilen Energieträgern die Erneuerbaren wachsen würden und deshalb den Ressourcenverbrauch (und auch das BIP) erhöhen.

David-Lauritz
00
23.11.2010, 22:24
Ihre Antwort hat soeben ein grünes Strichlein von mir bekommen!

Andreas Mittermayer
00
23.11.2010, 23:19
Danke!

e_Neutrino
 
20
22.11.2010, 02:14
Neue Aktivitäten in der Forschung

Bericht von Prof. (em.) Dr. Dr. Dr. h.c. Josef Gruber
http://www.fernuni-hagen.de/FBWIWI/ei... chung.shtm

weitere Infos: http://tinyurl.com/26v98kh

Zweifellos kann man hier die Richtung bereits erahnen, wohin die Forschungen der nächsten Jahrzehnte sich bewegen sollte, also alles dies im Dienste der Umwelt und um die Lebensqualität zu erhöhen, für Alle!

u. Österreich hat (auch) das Potential! ;)

e_Neutrino
 
00
23.11.2010, 20:34
Fakten zu RE u. RET - Systeme(n)

(Linkkorrektur zum 1. Link oben)
http://www.fernuni-hagen.de/FBWIWI/ei... hung.shtml

Unternehmer und Forschungseinrichtungen die zukunftsweisende Energietechnologien ohne CO2 Abgabe fördern möchten, sollten jetzt rasch umdenken.

Kurzinfo: NET - Journal
http://www.borderlands.de/inet.dbnj... upiter=yes

Für die nächste Generation sollten wir den bestmöglichen Eindruck hinterlassen, also ganz ohne Kompromisse! ;)

e_Neutrino
 
00
Was bereits praktisch möglich ist

Revolution auch hierzulande von Nöten
http://derstandard.at/plink/129... 1/19841463

Inländer Feind
20
21.11.2010, 14:36
In Österreich ist die Arbeit der Zukunft LODENGRÜN

jodaflo
 
09
21.11.2010, 14:34
ich wette

die leute sind schneller als der heini und seine nichtsagenden prognosen

das wir uns beim umstieg auf eneuerbare energie nicht mehr allzulange zeit lassen sollten, und eventuell sogar vorreiter sein können, dadurch das wir in länder investieren die gerade "am sprung" sind, brauche ich volksschulkinder nicht zu erklären...oder liest keiner die prognosen von...naja...allen klimaforschern!

hier der zusammenhang:

öl: co2
sonne: kein co2

wie dämlich kann eine regierung eigentlich sein?

aleph null
00
29.1.2011, 15:11
Klar werden die Klimaprognosen gelesen, sie werden auch beurteilt:

http://derstandard.at/plink/129... id19703154

natoll
05
21.11.2010, 15:32

so dämlich wie die wähler die dämlichkeit nicht bestrafen sondern belohnen.

Lichtstrom MacherInnen
13
21.11.2010, 14:09
Bla Bla: Die Pressemeldung vom BM einfach 1:1 abdrucken ist langweilig!

Wo bleibt die kritische Berichterstattung! Österreich ist bei den erneuerbaren Energien ein globales Schlusslicht! China ist vor den USA die Nummer 1! Siehe:http://qshort.me/a87849cd
ein Beispiel: im Jahr 2011 werden laut iSuppli weltweit 20.000 MW Solarstrom installiert. In Österreich werden es maximal 20 MW! First Solar wird 2011 fast 3000 MWp PV produzieren was in etwa das 200-Fache der Produktion von GreenOneTec! Hier fehlt eine Strategie und Kapital... Um hier wirklich eine Wettbewerbsfähige Industrie zu schaffen. Es genügt hier nicht inhaltslose Presseaussendungen zu schicken: Da muß massiv Geld in die Hand genommen werden: China vergibt heuer alleine 37 Milliarden an Kredite für die 5 größten PV Firmen Chinas!

nix fir unguad
31
21.11.2010, 19:01
China exportiert ja die Panels in Länder wie Österreich etc...

...wo Photovoltaik unsinnig subventioniert wird. PV ist erst volkswirtschaftlich interessant wenn die Elektrizität zu Preisparität erzeugt werden kann. Sonst ist es ein unnötiges verbrennen von Kapital.

Andreas Mittermayer
03
21.11.2010, 21:13
Ja, Sie vergessen aber, dass gerade diese Förderung in diesen Ländern dazu beigetragen hat,

.
dass der Preis für Photovoltaikanlagen in der letzten Zeit so stark gesunken ist, dass eine Preisparität (Grid-Parität) praktisch nur mehr eine Frage von Monaten bzw. wenigen Jahren ist.

nix fir unguad
10
21.11.2010, 22:49
Es ist aber jetzt an der Zeit, dass Länder wie...

...Italien, Spanien, Griechenland, Portugal, USA, Australien die Hauptabnehmer werden. Denn in vielen Regionen dieser Länder kann bereits zu Gridparity produziert werden. In D & A soll die Förderung nun auf ein Minimum reduziert werden. Ich befürworte keine volle Streichung, aber eine Reduktion soweit das know-how gerade nicht verloren geht. Wenn Preisparität erreicht ist, dann steigt der Markt von selbst und die Industrie kann wieder wachsen.

Man soll sich aber bereits heute Gedanken machen welche Auswirkungen die PV hat für die Energieverteiler, denn diese stehen steigenden Investitionen gegenüber bei verringerten Einnahmen. Selbst der Staat wird Verluste an Steuereinnahmen gegenüberstehen.

Andreas Mittermayer
00
23.11.2010, 23:32
Da gebe ich hnen recht!

.
Es ist sicherlich notwendig, die Förderung in Deutschland zu senken. Jedoch nicht in Form von Deckelungen (wie etwa in Österreich), sondern in Form von Senkung der Einspeisetarife.

Den Grund dafür findet man hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Phot... ntwicklung

Es ist auch richtig, dass, wenn der Anteil der Erneuerbaren Energieträger den Großteil der Stromversorgung übernehmen, sowohl die Netze als auch ihre Finanzierung anders zu organisieren.
Das ist aber eben eine organisatorische und keine technisches Frage und deshalb lösbar.

Übrigens: Beachten sie dieses Preisangebot:

http://www.oerlikon.com/ecomaXL/g... Fab_DE.pdf

nix fir unguad
00
24.11.2010, 00:45
Da haben wir wenigstens zum Teil Übereinstimmung

Aber nicht ganz. Denn ich bin auch für eine Deckelung.
Wie Sie wahrscheinlich wissen bin ich gegen die Förderung von PV unter Anderem, weil diese sozial ungerecht ist, und einer Umverteilung von Unten nach Oben entspricht. Ich habe auf diese Ungerechtigkeit mehrmals hingewiesen und glaube dies nicht noch einmal wiederholen zu müssen.

Andreas Mittermayer
00
24.11.2010, 08:38
Eine Umverteilung von unten nach oben findet in erster Linie durch eine falsche Steuerpolitik statt!

.
Und genau hier muss man solche Probleme lösen. D.h., dass vor allem sehr hohe Einkommen viel zu niedrig besteuert sind.

Wenn eine Umverteilung von oben nach unten innerhalb der Energiepolitik stattfindet, dann findet dies durch die Atomenergie statt, die die Gewinne privatisiert (die Bosse und die Aktionäre der Kernkraftkonzerne profitieren) und die Kosten sozialisiert!

nix fir unguad
00
25.11.2010, 00:24
Haben Sie nun eine Lebensversicherung oder keine?

Oder ziehen Sie den sozial schwächer gestellten mit Ihrer PV Anlage auf dem Dach das Geld aus dem Säckel?

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