Der Behandlung treu bleiben

Viele Patienten ändern selbst ihre Medikation ab

19. November 2010, 10:19
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    foto: apa/barbara gindl

    Oft wird die Arzneimittel-Menge eigenmächtig geändert oder eine Therapie zu früh abgebrochen.

Das Abweichen vom Behandlungsplan kann die Gesundheit gefährden

Düsseldorf - Zahlreiche Patienten gefährden ihre Gesundheit dadurch, dass sie Medikamente nicht wie von Ärzten verordnet einnehmen. Oft wird die Menge eigenmächtig geändert oder eine Therapie zu früh abgebrochen. Mitunter ist den Betroffenen die Einnahme aber auch einfach nur zu kompliziert oder sie nehmen die Präparate zu falschen Zeiten ein.

Verankerung in Tagesroutine

Abgesehen von den möglichen negativen Auswirkungen auf den Genesungsprozess kostet dieses Verhalten die Krankenversicherungen zusätzliches Geld, weil sich oft Komplikationen - sogar Todesfälle - ergeben können. Dem lässt sich laut US-amerikanischen Wissenschaftlern begegnen, indem die Patienten eine spezielle Schulung erhalten. In einer Studie der University of Missouri sind die Erkrankten von medizinischem Personal zunächst zu ihren individuellen Tagesabläufen befragt worden. Basierend darauf sind Pläne erarbeitet worden, um die Medikamenteneinnahmen fest in diesen Tagesroutinen zu verankern.  Wissen die Patienten darüber hinaus, wie die Medikamente wirken und welchen Nutzen sie daraus ziehen, ist das Bewusstsein für die Wichtigkeit der regelmäßigen Einnahme der Präparate in aller Regel höher.

Laut den Experten haben sich zudem elektronische Tablettendosen als gute Hilfsmittel erwiesen. Diese zeigen an, ob Medikamente ordnungsgemäß eingenommen worden sind. Die Auswertungen können bis zu einem Monat zurückreichen. Den Patienten in der Studie hat dies gefallen, weil sie so eine direkte Rückmeldung in Bezug auf ihr Verhalten hatten. Über die wissenschaftliche Untersuchung berichten die Experten nun im Fachmagazin "Clinical Transplantation". (sid)

 

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Posting 1 bis 25 von 82
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Herr Ablassend
22
25.11.2010, 09:39
Kontrolle der Einnahme - und der Medikation!

Die Überwachung der Einnahme finde ich auf alle Fälle eine gute Idee, allerdings frage ich mich, wie das umgesetzt werden soll, weil das ja auch erhöhten Zeitaufwand bedeutet.
Allerdings wäre es mindestens genauso wichtig, zu kontrollieren, welche Medikamente von anderen, gleichzeitig behandelnden Ärzten verschrieben werden! In - nicht seltenen - Fällen, wo (meist ältere Patienten) über 20 verschiedene (!) Medikamente einnehmen sind Kontraindikationen vorprogrammiert, gleichzeitig herrscht für die Ärzte aber keine Transparenz, was der Patient sonst noch alles verschrieben bekommt! Gerade im Zeitalter der E-Card sollte das aber kein Problem darstellen.
Eine Kombination aus diesen beiden Punkten wäre ideal für den Patienten.

Dagmar Rehak Wien
 
51
25.11.2010, 12:59

Eine Überwachung der Einnahme ist keine gute Idee. Das widerspricht nämlich ein bisschen den Grundrechten. Wenn jemand die Medikamente nicht nehmen will, muss er auch nicht, und ist auch nicht verpflichtet, seinem Arzt darüber Rechenschaft abzulegen. Oder träumst du für deine neue Gesellschaftsordnung schon von Zwangsmedikation?

Das mit den vielen verschiedenen Medikamenten ist zweifellos ein Problem, müsste aber nicht sein, wenn die Ärzte nicht wild drauflos verschreiben würden, sondern besser überwacht und kontrolliert würden. Die können sich ruhig ein bisserl zurückhalten.
Eine systematische Datenschutzverletzung ist hingegen absolut indiskutabel.

Herr Ablassend
01
25.11.2010, 13:33

Ich kann mich nicht erinnern, das Du angeboten zu haben.
Und von Polemik halte ich auch nicht viel, von wegen Zwangsmedikation.
Allerdings - Überwachung ist tatsächlich falsch formuliert, da gebe ich Ihnen recht.
Ich sprach von einer Idee, über eine sinnvolle Umsetzung der Kontrolle müsste man sich dann Gedanken machen.
Im Idealfall kann der Arzt dann daraus auch ablesen, warum eine Therapie vielleicht nicht den gewünschten Erfolg bringt, weil der Patient sich möglicherweise - absichtlich oder nicht - falsch verhalten hat. Darüber hinaus gibt es immer noch die ärztliche Schweigepflicht. Wenn der Arzt sieht, dass der Patient die Medikamente nicht genommen hat, kann man sich zumindest über die Gründe unterhalten und entsprechend reagieren

Dagmar Rehak Wien
 
40
25.11.2010, 16:56

Du brauchst mir das Du auch nicht anbieten, ich nehm's mir schon selbst. Sich anonym für Menschenüberwachung in privatesten Bereichen auslassen und sich dann über "Du" aufbudeln, ist schon ein bisschen sehr selbstgerecht.

Die Idee, sich über die Gründe zu unterhalten, ist sicher nicht schlecht, allerdings hat da nicht der Patient, der sich übrigens NICHT falsch verhalten hat, einen Erklärungsbedarf, sondern der Arzt, wenn er ein Medikament verschreibt, dass offensichtlich nicht zu Gesundheit und Wohlbefinden führt.

Herr Ablassend
03
26.11.2010, 07:32

...im übrigen möchte ich anmerken, dass meine Achtung vor Ihnen gerade im Sinkflug ist.
Ich lese Ihre Postings immer gerne, und finde nicht, dass man mit einem offensichtlich fundiertem Wissen es nötig hat, die Diskussionen auf der persönlichen Ebene auszutragen und unnötig zu attackieren.
Ich lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen, wenn überzeugende Argumente gebracht werden - beleidigend zu werden, ist da nicht nötig.

hot doc
03
7.12.2010, 17:42

entschuldigung, die frau rehak hat nicht den anflug von fundiertem wissen. was sie da von sich gibt ist ein irrationales, in sich zweifellos kohärentes konstrukt, das sie gegen jegliche evidenz so entschlossen verteidigt, dass es schon wahnhafte züge annimmt.

Dagmar Rehak Wien
 
10
7.12.2010, 22:29

Falls du noch Beiträge von mir brauchst, Heißer:
derstandard.at/?page=userposts&pid=17412524
derstandard.at/?page=userposts&pid=14146115
Da kannst du noch viel weiter in die Vergangenheit zurückgehen und findest noch viel mehr.

Dagmar Rehak Wien
 
21
26.11.2010, 11:42

Meinst du das mit ministry?
Tschuldige, der provoziert's ja, dass man ihn ein bisserl häckerlt.

Herr Ablassend
01
26.11.2010, 07:28

Offensichtlich reden wir hier ein wenig aneinander vorbei. Ich werfe ja keiner unserer Personen hier mutwilliges Fehlverhalten vor. Was ich meinte, war, dass der Patient vielleicht unwissentlich etwas falsch macht, z.B. zu den falschen Zeiten das Medikament einnimmt, oder vielleicht nicht mehr weiss, hat er die Tablette jetzt schon genommen oder nicht. Das meinte ich mit Fehlverhalten. Nicht mutwillig, sondern weil er vielleicht vergesslich ist oder nicht weiss, worauf es ankommt.
Aufklärung ist einfach wichtig.
Wieviele Menschen wettern z.B. gegen das Grippe-Impfen. Seit ich vor 15 Jahren einmal an der Influenza erkrankt bin und 10 Tage mit knapp 40°C Fieber im Bett gelegen bin, gehe ich regelmässig. Schwächere Menschen kann das umhauen.

Dagmar Rehak Wien
 
70
26.11.2010, 11:41

Es ist schon einmal falsch, dass man durch Medikamente etwas verbessern kann. Nur in ganz seltenen Fällen ist das so, aber nur als kurzfristige Überbrückung. Da wäre Aufklärung in der tat sehr wichtig.

tock tock tock
00
22.12.2010, 17:36
was für ein unglaublicher schwachsinn ist das denn?

wie kommens nur auf so einen blödsinn?

KimPossible
02
29.11.2010, 08:53

dieses posting zeigt klar und deutlich welch geisteskind sie sind.
ihr lächerliches "wissen" haben sie anscheinend doch nicht vom netdoktor (der wäre wohl intellektuell zu anspruchsvoll für sie) sondern von diversen hamer-fanpages.

Bonair
02
25.11.2010, 18:03

Sie keppeln doch selbst am allermeisten gegen sekundärpräventive Maßnahmen und verlangen dann Wohlbefinden, am besten durch ein Mittel, das nirgends im Körper angreift und man nur temporär einnehmen muss. Schizophrener geht's wirklich nimmer...

Dagmar Rehak Wien
 
60
25.11.2010, 19:08

Ich habe mit Sicherheit noch nie gegen sekundärpräventive Maßnahmen gekeppelt.

Bei dir klingt das jetzt so, als ob sekundärpräventive Maßnahmen, bzw, das, was du drunter verstehst, zu Wohlbefinden führen würden.
Und bei mir entsteht Wohlbefinden ganz von selbst, nicht durch "Mittel". Auf die bist DU fixiert, weil du ohne ganz einfach nicht lebensfähig bist.

fertigprodukt
40
22.11.2010, 15:16

dazu sollte man auch einmal sagen, dass die meisten medikamente nicht an frauen oder kindern getestet werden. andere hormone oder die falsche menge können aus einem medikament einen tödlichen cocktail machen.

Bonair
02
22.11.2010, 20:34

Es stimmt zwar, dass der überwiegende Teil der Medikamente überwiegend an Männern geteset wird, aber das hat praktische Gründe (z.B. keine Schwangerschaft möglich und - wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann - die höhere Bereitschaft an Studienteilnahmen), aber völlig ungeprüft so wie Sie es behaupten, sind sie dann auch wieder nicht.

fertigprodukt
40
25.11.2010, 14:31

inzwischen gibt es (bei den neueren medikamenten) kleine testgruppen mit frauen (aber auch nicht bei allen medikamenten)

eine schwangerschaft kann man anno 2010 leicht ausschließen, dieses argument ist also nicht mehr zeitgemäß. gerade bei herzmedikamenten ist es so, dass frauen sehr viel häufiger sterben, weil die medikation nicht passt. höchste zeit, endlich gleich viele frauen wie männer unter den probanden zu haben.

Bonair
02
26.11.2010, 11:33

Wieder falsch. Es sind keinesfalls "kleine Testgruppen", sondern jede passende Frau, die freiwillig die studienspezifischen Einschränkungen in Kauf nehmen will (z.B. Verwendung von 2 Verhütungsmitteln).

Was Herzmedikamente angeht: Frauen sterben nicht durch die andersartige Wirkung, sondern weil ihnen diese Medikamente seltener verschrieben werden. Mir wäre auch mulmig, wenn ich einer Frau im gebärfähigen Alter einen ACE-Hemmer verschreiben müsste, bei dem ein hohes Risiko für Fehlbildungen von Embryonen besteht.

stereo denken
20
22.11.2010, 18:47
stimmt nicht!

marty fink
10
22.11.2010, 18:30
wenn man blöd genug ist kann man das sagen!

fertigprodukt
33
22.11.2010, 15:14

und zahlreiche patienten gefährden ihre gesundheit, WEIL sie die medikamente einnehmen. (z.b. antibiotika bei viralen infekten)

6.000 menschen sterben in österreich jedes jahr an den neben- und wechselwirkungen von medikamenten. da lobt man sich doch ein gutes bauchgefühl, das einem sagt "das tut mir nicht gut."

Balkonbepflanzer
23
22.11.2010, 16:28

Wieso gehen die Leute dann zum Arzt wenn sie dann die Tabletten eh nicht nehmen wollen? Oder wieso löst man das Rezept überhaupt ein? Was diese Dummheit dem Gesundheitssystem kostet.

Hans Klade2
00
21.2.2012, 19:06

Jeder Patient reagiert auf Medikamente anders.Der Arzt verschreibt ihm einmal ein Medikament, auf das in der Regel die meisten Menschen gut ansprechen.Aber ob es dieser spezielle Patient verträgt, weiß der Arzt nicht. Deshalb ist es wichtig, dass der Patient die Wirkung des Medikamentes bei sich selber sehr genau beobachtet und diese Wirkung dem Arzt auch mitteilt. Arzt und Patient müssen miteinander im Gespräch sein.Die Selbstbeobachtungen des Patienten muss der Arzt für die Entscheidung für die letzlich gewählte Therapie wichtig nehmen. Arzt und Patient sollen bei der Bekämpfung der Krankheit ein Team sein.

fertigprodukt
20
25.11.2010, 14:34

was, wenn der arzt tabletten verschreibt, die nicht wirken? oder zu viele nebenwirkungen haben? oder wenn er medikamente verschreibt, die der patient von vorne herein nicht nehmen will?

das sind die gründe, warum es hier so eine große diskrepanz gibt. ärzte hören nicht mehr zu, behandeln nach fließband. menschen sind aber keine autos.

Balkonbepflanzer
11
29.11.2010, 09:33

Wenn Medikamente nicht wirken oder arge Nebenwirkungen haben, hör ich nicht einfach auf sondern geh sofort wieder zum Arzt. Üblicherweise dauerts aber ein bisserl, bis manche Medikamente wirken. Und bitte welche Medikamente "möchte" man gar nicht nehmen? Aus welchem Grund?! Das kann ich doch dem Arzt auch gleich sagen oder nicht?

Aber mich wunderts nicht, wenn besondere Schlaumeier zum Arzt gehen und der sich dann denkt, ich hab das studiert, hab 50 Patienten pro Tag und der Patient will mir erklären, was er hat und wie er behandelt werden will bzw dass er dann eh die Medikation nicht annimmt.

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