Frauenpreis an Moritz und Streeruwitz

19. November 2010, 09:59
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Die beiden Frauen wurden für ihr frauenpolitisches und feministisches Engagement mit dem neunten Wiener Frauenpreis ausgezeichnet

Wien - Frauenstadträtin Sandra Frauenberger hat Donnerstag Abend den Wiener Frauenpreis an Marlene Streeruwitz und Ingrid Moritz verliehen. Marlene Streeruwitz, Autorin und Regisseurin, wurde in der Kategorie "Literarische Auseinandersetzung mit Rollenbildern" ausgezeichnet. Ingrid Moritz, Leiterin der Abteilung "Frauen/Familie" in der Arbeiterkammer Wien, erhielt den Wiener Frauenpreis in der Kategorie "Steter Einsatz für Einkommensgerechtigkeit". Die Preisträgerinnen wurden von einer Dreier-Jury, bestehend aus den Journalistinnen Brigitte Handlos, Eva Linsinger und Tessa Prager vorgeschlagen. Der Wiener Frauenpreis wurde heuer bereits zum 9. Mal vergeben.

"Der Wiener Frauenpreis macht hervorragende Leistungen von Frauen sichtbar, die durch ihre Tätigkeit dem Gleichstellungsgedanken Rechnung tragen und damit auch eine wichtige gesellschaftliche Vorbildfunktion übernehmen", so Sandra Frauenberger in ihrer Festrede. "Mein frauenpolitisches Ziel lautet: Frauen sollen in dieser Stadt sicher, selbstbestimmt und unabhängig leben. Alle Preisträgerinnen leisten - jede einzelne in ihrer speziellen Disziplin und in ihrem Tätigkeitsbereich - dazu einen wertvollen Beitrag", betonte Frauenberger.

Preisträgerinnen: Streeruwitz und Moritz

Marlene Streeruwitz ist laut Jury, eine der "eigenwilligsten und selbstbewusstesten Frauen der österreichischen Kultur- und AutorInnenszene." Dabei, so Handlos, "nimmt sie sich die Freiheit, niemals ein Blatt vor den Mund zu nehmen und macht in ihrer Literatur Schwächen, die Überschätzungen, die Fehler eines ganzen gesellschaftlichen Systems sichtbar". Ingrid Moritz hingegen, hat zum Aufbau der Abteilung "Frauen/Familie" in der Arbeiterkammer Wien wesentliche Beiträge geleistet. "Mit ihren fundierten Statistiken, Studien und Berechnungen, mit ihren Vorträgen und Diskussionsbeiträgen liefert sie eine wesentliche Antwort auf die Frage, warum die Gehaltsschere zwischen Frauen und Männern in Österreich größer ist als in fast allen anderen EU-Staaten und bietet auch Lösungsvorschläge zur Verringerung der Gehaltsunterschiede an", so die Jury-Begründung. (red)

  • Stadrätin Sandra Frauenberger (mitte) mit den Preisträgerinnen: Ingrid Moritz (li.) und Marlene Streeruwitz (re.).
    foto: stadt wien

    Stadrätin Sandra Frauenberger (mitte) mit den Preisträgerinnen: Ingrid Moritz (li.) und Marlene Streeruwitz (re.).

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