Laserkamera für Bilder um die Ecke

18. November 2010, 15:55
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    Um die Ecke sehen: Wie eine solche Kamera in der Theorie funktioniert, weiß man bereits

Aufnahmetechnik der Zukunft mimt die Funktionsweise des Echolots

Bilder von Objekten, die nicht im direkten Blickfeld liegen, kann man auch ohne Röntgenstrahlen oder Periskop machen. Das behaupten Forscher des Media Lab am Massachusetts Institute of Technology. Im Experiment testeten sie das Prinzip einer Kamera, die über einen Femtosekunden-Laser ultrakurze Lichtimpulse ausstößt. Diese prallen von den Objekten, auf die sie treffen, mehrmals ab und gelangen zu einem geringen Teil wieder zurück in eine Fotodiode der Kamera. Diese versucht mit komplexen Computeralgorithmen, Objekte auch um die Ecke Pixel für Pixel zu rekonstruieren.

Versteckte Personen finden

"Die Idee ähnelt der Funktionsweise eines Echolots, das etwa Wale oder Fledermäuse verwenden", kommentiert Andreas Voß, Leiter des Geschäftsbereiches Laserentwicklung und Laseroptik am Institut für Strahlwerkzeuge der Universität Stuttgart. Als wesentliches Schlüsselelement für eine leistungsfähige Realisierung der Idee sei eine Kameratechnik nötig, die etwa durch eine Kerr-Zelle bestimmte Zeitfenster aufnehmen und die Zeitverzögerung analysieren kann.

Ahmed Kirmani, einer der beteiligten Forscher, erklärt das Prinzip am Beispiel einer Kamera, die man auf die offene Türe eines Raumes mit einer versteckten Person richtet. Über ihren Blitz schickt sie extrem kurze, genau gerichtete Lichtpulse aus, die von der Türe abprallen und von dort aus in alle Richtungen verstreut werden. Teils gelangen die Photonen direkt zur Kamera zurück, teils dringen sie auch in den Raum ein und erfassen unter anderem die Person. Ein Bruchteil dieser Teilchen erreicht wieder die Tür, die der Kamera ja bereits bekannt ist, wiederum nur ein Teil davon gelangt zurück in die Linse und wird von einem Computer analysiert.

Große Hürden, doch nicht unmöglich

"Theoretisch ist das Prinzip hochinteressant, praktisch sind jedoch noch einige große Probleme zu lösen", erklärt Voß. Für eine Umsetzung unter realistischen Bedingungen wird ein leistungsfähiger Ultrakurzpuls-Laser benötigt, was für mobile Geräte zurzeit ein Problem darstellt. Zudem braucht man eine extrem leistungsstarke, zeitauflösende Kamera, die es so im Moment noch nicht gibt. Die größte Hürde sieht der Laserspezialist jedoch in der Auswertung der rückkehrenden Signale: "Die erforderliche Rechenleistung, um aus der entstehenden Datenflut detaillierte Bilder zu rekonstruieren, ist enorm."

Überschätzen sollte man die Technik, die auf jeden Fall noch viele Entwicklungsjahre benötigt, nicht, betont der Stuttgarter Laserexperte. "Zumindest in den nächsten Jahrzehnten wird man damit nicht in jedes Privathaus hineinsehen können. Dass man mit einem derartigen Gerät eines Tages erkennen kann, ob sich eine Person in einem Raum befindet oder nicht, scheint jedoch zumindest denkbar - und wäre, etwa aus militärischer Sicht, sicher interessant." Die MIT-Forscher sehen die Anwendungen daneben auch im Bereich des maschinellen Sehens oder in der Suche nach Überlebenden bei Gebäudeeinstürzen. (pte)

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16 Postings
Malkav
01
22.11.2010, 14:11
Und das Update dazu...

... ist bald darauf verfügbar, mit inkludiertem Nacktscanner! damit weiß man gleich, ob sich eine Person in einem Raum befindet, und ob es sich auszahlt diesen auch zu stürmen hrhrhrhr

Gesetzgeber
01
21.11.2010, 08:34
Ein echter Visionär, dieser Forscher

"und wäre, etwa aus militärischer Sicht, sicher interessant" - für Tod und Verderben forschen, was für ein erfüllender Lebenszweck.

Wenn er intelligent genug ist, muss sein Badezimmerspiegel schon ganz trübe sein, vom allmorgendlichen sich Selbst im Spiegel bespucken.

solandre
 
00
23.11.2010, 08:44

ich würd ihm das nicht per se unterstellen. aber ein anbiederung an die waffenindustrie schon. das macht nicht nur er, sondern viele der jungen technologieunternehmen. schliesslich weiss jeder halbwegs informierte mensch, wo man in den usa die meisten forschungsförderungen einstreichen kann. und das ist nicht das wissenschaftsministerium.

Randalf X.
01
18.11.2010, 22:56
Wer außer Polizei und Militär würde sich den noch für so etwas interessieren

Die Bilder sind mit Sicherheit nicht in Farbe und von Schärfe brauche ich auch nicht zu reden. Dann kommt es mit Sicherheit auch auf den Winkel der Türe an.

Theoretisch mag es ganz interessant sein so etwas zu entwickeln, aber in der Praxis?

geek!
02
19.11.2010, 09:20

pornoindustie? ^^

LCD
05
19.11.2010, 00:58

Wieder ein Gadget für die TV-Serie CSI NY. Dann kann man die Bilder sicher so scharf rechnen dass selbst eine Fruchtfliege gut erkennbar, und ob sie paarungsbereit ist.

Jaden Leningrad
03
19.11.2010, 07:21
;)

und auf der fruchtfliege spiegelt sich dann der täter und so überführns eam dann

LCD
01
19.11.2010, 20:17
Ja, so habe ich es mir gedacht...

http://www.chuebonker.ch/index.php... gen-schaue

Hachigatsu
00
19.11.2010, 08:03

gab es so eine ähnliche Szene (durch die wand schauen) nicht auch in "Triple X"? :D

Captn_G
00
18.11.2010, 17:44

The Dark Knight lässt grüßen.

Des is so - und nicht anders..
 
01
18.11.2010, 16:51

"..und wäre aus militärischer Sicht sicher interessant"..

Da würde ich eher eine Drohne (Quadrocopter?) in die Luft werfen, die autonom Raum für Raum absucht...

skrflp
11
18.11.2010, 17:30

Der Sinn vom Laser ist, nicht entdeckt zu werden... eine ratternde und flatternde Drohne????

Tobl
00
19.11.2010, 11:01
Naja,

in einem dunklen Raum ist ein Laser auch nicht gerade "unsichtbar" - auch nicht ein einem "normal" belichteten Raum... ich plädiere da eher auf "The Dark Knight" oder "DejaVu" ;)

skrflp
00
19.11.2010, 15:14

schonmal was von nicht sichtbarem Licht gehört?

jcn
00
19.11.2010, 09:21

kleine heli drohnen mit 2 oder 4 rotoren und elektromotoren machen nur sehr geringe rausch-geräusche.

Parkschwein
00
22.11.2010, 13:49

in einem raum hört man die. glaubs mir.

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